22-0528.02

Sachstand Fernzughalte Bergedorf – Rückmeldung der Deutschen Bahn

Mitteilung

Sachverhalt

Die Bezirksamtsleitung hatte, entsprechend des Beschlusses der Bezirksversammlung (Drucksache 22-0528) und in Abstimmung mit den Umlandgemeinden, eine gemeinsame Protestnote an die Deutsche Bahn (DB) gerichtet. Ziel war es, den dauerhaften Erhalt und die Stärkung der Fernzughalte in Bergedorf gemäß Deutschlandtakt einzufordern.

Mit Schreiben vom 8. Mai 2026 hat die DB auf die Stellungnahme geantwortet. Die DB teilt mit, dass das ursprünglich für den Fahrplan 2026 vorgesehene zusätzliche ICE-Zugpaar HamburgBerlin in Bergedorf aufgrund fortgesetzter Bauarbeiten auf der Strecke und im Knoten Berlin derzeit nicht wie geplant realisiert werden kann. Die Generalsanierung der Strecke HamburgBerlin verzögert sich bis zum 13. Juni 2026, unmittelbar anschließend beginnen weitere Bauarbeiten im Raum Berlin, die zu nachträglichen Fahrplananpassungen führen.

Positiv hervorzuheben ist:

  • In den kommenden Monaten werden bedingt durch die Bauarbeiten und damit verbundene Umleitungen phasenweise bis zu 14 ICE-Halte pro Tag in Bergedorf angeboten.
  • r den Zeitraum 2. Oktober bis 12. Dezember 2026 sind zudem mehrere ICE-Halte von und nach Berlin sowie Amsterdam vorgesehen.

Einschränkend ist festzuhalten:

  • Die zusätzlichen Halte sind temporär und stehen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten.
  • Eine dauerhafte Wiedereinrichtung des täglichen ICE-Zugpaars HamburgBerlin mit Halt in Bergedorf ist weiterhin offen. Die DB kündigt an, dies für den Fahrplan 2027 zu prüfen.

Die temporäre Zunahme der Fernzughalte ist für die Region kurzfristig positiv zu bewerten, ersetzt jedoch nicht die notwendige dauerhafte Anbindung im Sinne des Deutschlandtakts. Die Verwaltung wird die Entwicklung weiterhin eng begleiten und sich auch im Schulterschluss mit den Umlandgemeinden für eine nachhaltige Lösung einsetzen.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird gebeten, die Rückmeldung der DB zur Kenntnis zu nehmen. Die Verwaltung empfiehlt, den politischen Druck aufrechtzuerhalten und die Interessen des Hamburger Ostens weiterhin gegenüber der DB und dem Senat zu vertreten.

Anhänge

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