21-1940

Photovoltaik in der Landwirtschaft (Agri-PV) voranbringen

Antrag

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
TOP
30.11.2023
Ö 12.8
Sachverhalt

Antrag

der BAbg. Brodbeck und Fraktion GRÜNE Bergedorf

des BAbg. Jarchow und SPD-Fraktion

der BAbg. Jacobsen, Schütt und FDP-Fraktion

der BAbg. Pelch, Froh, Wegner und CDU-Fraktion

BAbg. Heilmann, Mirbach, Westberg, Gruber, Jobs - Fraktion Die Linke

 

 

Sowohl die Klimakrise als auch die Energiekrise gebieten es, die Kapazitäten zur Erzeugung regenerativer Energie in Deutschland erheblich auszubauen. Für die Nutzung der Sonnen­energie werden Flächen benötigt. Bisher handelte es sich dabei vor allem um Dachflächen, zum Teil aber auch um Freiflächen. Statt wie in der Vergangenheit das Land unter den Solaranlagen weitgehend brach liegen zu lassen und allenfalls ein paar Schafe weiden zu lassen, gibt es inzwischen technische Lösungen, die eine Verbindung von landwirtschaft­licher Nutzung und Solarstromproduktion auf derselben Fläche ermöglichen. Teilweise entstehen daraus sogar zusätzliche Vorteile für den Gartenbau, insofern die Module dosiert Schatten spenden.

 

Die Vier- und Marschlande erscheinen für den Einsatz der Agri-Photovoltaik (Agri-PV) im Gartenbau prädestiniert zum Nutzen der Betriebe, die eine zusätzliche Einnahmequelle gewinnen, zum Vorteil der Kulturlandschaft, deren Lebensfähigkeit dadurch gestärkt wird und schließlich zum Nutzen der Gesellschaft und des Klimas, die lokal produzierte, kostengünstige erneuerbare Energie zur Verfügung gestellt bekommen.

 

Wir möchten Impulse geben, die Technologie im Bezirk zum Einsatz zu bringen, indem eine Pilotanlage realisiert wird und indem die Hamburger Fachbehörde mit den Betroffenen aus Landwirtschaft und Gartenbau Kontakt aufnimmt und die Eignung von Flächen prüft.

 

 

 

 

Petitum/Beschluss

 

Vor diesen Hintergrund beantragen wir, die Bezirksversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird aufgefordert,

 

1. zusammen mit der zuständigen Fachbehörde die Planungen für die Pilotanlage auf dem Gelände der Landwirtschaftskammer zu unterstützen

 

2. nach erfolgreicher Evaluation Gespräche mit der Landwirtschaftskammer, dem Bauernverband und Landwirtinnen und Landwirten sowie Gartenbauerinnen und Gartenbauern zu suchen,

 

3. die Eignung weiterer Flächen für den Betrieb von Agri-PV Anlagen im Bezirk zu prüfen

 

4. und dem Umweltausschuss unter Hinzuladung des Regionalausschusses fortlaufend über die Bemühungen zu berichten.

 

Anhänge

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