Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners - Wie ist der aktuelle Sachstand?
Letzte Beratung: 28.05.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 4.11
Kleine Anfrage
der BAbg. Zaum, Wegner, Garbers und der CDU-Fraktion
In Bergedorf sind mehrere Gebiete vom Eichenprozessionsspinner besiedelt. Speziell die Brennhaare der Raupen können schwere allergische Reaktionen bis hin zu Atemnot hervorrufen. Gerade am beliebten Eichbaumsee wäre daher eine intensive und ökologische Bekämpfung ratsam um Badegäste, aber auch Hunde in der Freilauffläche, zu schützen.
Die höchste Gefahr besteht von Mai bis Juli, da die Raupen ab dem 3. Stadium viele Brennhaare ausbilden. Ende Juli bis Anfang August, wenn die Raupen sich verpuppt haben und zu Faltern geschlüpft sind, ist die Gefahr aber noch nicht vorbei, da die Nester und deren gefährliche Härchen oft über Jahre (2 bis 4 Jahre) an den Bäumen verbleiben.
Um die natürliche Bekämpfung zu unterstützen, wurden in Bergedorf und anderen Kommunen Nistkästen für Meisen und Fledermäuse aufgehängt. Auch das Anlegen von Blühstreifen fördert Nützlinge, die als Gegenspieler des Eichenprozessionsspinner fungieren.
Das Bezirksamt beantwortet die Anfrage wie folgt:
In 2024 waren 73 Straßenbäume befallen.
Schwerpunkte: Altengammer Marschbahndamm; Kirchwerder Marschbahndamm; Escheburger Weg, Heinrich-Stubbe Weg; Jean-Dolidier Weg; Neuengammer Hausdeich; Curslacker Heerweg; B5; Reinbeker-Redder; August-Bebel-Straße
In 2025 waren 133 Straßenbäume befallen; zusätzlich zu 2024 noch Lohbrügger Landstraße; Hermann-Löns Höhe; Moorfleeter Deich; Kiebitzdeich; Horster Damm; Am Langberg; Rungedamm
In 2025 gab es gegenüber 2023 einen Rückgang der befallenen Bäume. Es wurden keine neuen Schilder aufgestellt
Nein, siehe 2
Siehe Frage 1. Die Anzahl der befallenden Bäume in Grünanlagen wird statisch nicht erfasst.
In 2025 betrugen die Kosten je Baum ca. 290,00 €/ Baum durchschnittlich.
Ja.
Nein.
Für das Anbringen von Meisenkästen liegen uns keine Kosten vor.
Nein, aus Kapazitätsgründen erfolgt keine Überprüfung.
Nein.
Dazu liegen dem Bezirksamt keine Erkenntnisse vor.
Es wurde kein weiterer Kontakt aufgenommen, da sich keiner der angeschriebenen Personen aus der Forschung der Hochschule Anhalt zurückgemeldet hat.
Nein.
Nein, in Bergedorf wird weiterhin das Absaugverfahren im Straßenbegleitgrün und in den Grünanlagen angewendet. Das Biosphärenreservat ist mit der Situation in Bergedorf nicht zu vergleichen.
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