22-0763

Baumspenden im Bezirk Bergedorf – „Mein Baum, meine Stadt"

Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG

Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 6.13

Sachverhalt

Auskunftsersuchen

der BAbg. Potthast, Bendt-Soetedjo, Basener und Fraktion der GRÜNEN

ume sind kritische Infrastruktur für eine klimaresiliente Stadt. Sie kühlen überhitzte Straßen, binden CO, filtern Feinstaub, speichern Regenwasser und schaffen Lebensräume für Insekten und Vögel. Angesichts zunehmender Hitzesommer und Starkregenereignisse ist ein gesunder, wachsender Stadtbaumbestand eine dringende Notwendigkeit.

Der Bezirk Bergedorf wird dieser Notwendigkeit derzeit nicht gerecht. Die geltende Nachpflanzquote von 1:1,5 wird im Bezirk eingehalten und es werden dazu keine Maßnahmen ergriffen die Zielquote zu erreichen. Der Baumbestand wächst damit nicht substanziell und ein spürbarer ökologischer Zugewinn bleibtdamit aus.

Vor diesem Hintergrund kommt dem Senats-Programm „Mein Baum meine Stadt", bei dem Bürger*innen seit 2011 die Pflanzung von Straßenbäumen finanziell unterstützen können, im Bezirk Bergedorf besondere Bedeutung zu. Baumspenden sind eine Möglichkeit, zivilgesellschaftliches Engagement direkt in ökologischen Mehrwert zu übersetzen und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen, dass der öffentliche Raum allen gehört und gemeinsam gestaltet werden kann.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft und das Bezirksamt Bergedorf:

  1. Wie viele Bäume wurden im Bezirk Bergedorf im Rahmen des Projektes „Mein Baum meine Stadt" in den letzten zehn Jahren gepflanzt? Wir bitten um Auflistung nach Anzahl und Pflanzkampagne bzw. Pflanzjahr.
  2. Nach welchen Kriterien werden in Bergedorf Pflanzstandorte für das Projekt „Mein Baum meine Stadt" ausgewählt?
  1. Wie viele Standorte für Baumspenden (Straßenbaumspenden) sind derzeit im Bezirk Bergedorf ausgewiesen und können durch einen Spendenbaum bepflanzt werden?
  2. Wie viele dieser Standorte sind bereits teilweise bespendet (d. h. es wurden bereits Teilbeträge auf die erforderliche Spendensumme eingezahlt)? Wie viele Standorte sind vollständig bespendet, aber noch nicht bepflanzt worden?
  3. Was unternimmt das Bezirksamt, um die Bergedorfer Bevölkerung auf die Möglichkeit zur Baumspende über „Mein Baum meine Stadt" aufmerksam zu machen?

a) Wann und in welcher Form wurde zuletzt auf das Programm hingewiesen?

b) Ist eine aktive Bewerbung des Programms etwa über soziale Medien, Stadtteilzeitungen oder Bürger*inneninformationen geplant?

  1. In welcher Form werden Spender*innen für ihre Baumspende gewürdigt?
  2. Das Projekt „Mein Baum meine Stadt" bezieht sich auf Straßenbäume. Gibt es darüber hinaus Möglichkeiten, sich an Baumpflanzungen in Parks, Grünanlagen, Landschafts- oder Naturschutzgebieten oder in sonstigen Nicht-Straßen-Bereichen im Bezirk Bergedorf zu beteiligen?

a) Wenn ja: Welche Möglichkeiten gibt es, wer ist zuständig, wie kann die Kontaktaufnahme erfolgen, und welche Flächen stehen zur Verfügung?

b) Wenn nein: Plant das Bezirksamt die Einführung einer solchen Möglichkeit?

  1. Welche Baumarten werden für die Pflanzungen im Rahmen des Projektes in Bergedorf genutzt, und nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl?

a) nnen Spender*innen Einfluss auf die Wahl der Baumart nehmen?

b) Gibt es einen Katalog oder eine Auswahlliste, aus der Spendende wählen können?

  1. Welche Rolle spielen Spendenbäume im Hinblick auf die Bilanz von Straßenbaum-Fällungen und -Nachpflanzungen im Bezirk Bergedorf?

a) Wie ist der aktuelle Stand der Straßenbaumbilanz in Bergedorf für die letzten fünf Jahre (Gegenüberstellung von Fällungen und Pflanzungen, aufgeschlüsselt nach Jahr)?

b) Werden Spendenbäume für Neu- und Nachpflanzungen eingesetzt oder auch als Ersatz für gefällte Bäume, etwa im Zuge von Baumaßnahmen?

  1. Musste in den letzten fünf Jahren ein oder mehrere Spendenbäume im Bezirk Bergedorf gefällt werden? Falls ja: wie viele, und aus welchem Grund jeweils?
Petitum/Beschluss

Beschluss:

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