22-0806

Aufwand, Nutzen und Zukunft des jährlichen Rechenschaftsberichts des Bezirksamtes Bergedorf

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG

Letzte Beratung: 30.04.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 4.10

Sachverhalt

Kleine Anfrage

der BAbg. Jacobsen, Dr. Dahms und der FDP-Gruppe

Das Bezirksamt Bergedorf erstellt jährlich einen Jahresbericht (ehemals Tätigkeitsbericht) über seine Tätigkeit. Der Jahresbericht 2024 war der 45. Bericht dieser Art hatte und hatte 87 Seiten. Nicht in allen Hamburger Bezirkenwird ein vergleichbares Format praktiziert; zugleich gibt es in einzelnen Bezirken Überlegungen, entsprechende Berichte einzuführen. Der Bericht wird von den Bezirksabgeordneten geschätzt, es stellt sich aber die Frage, ob der mit der Erstellung verbundene personelle und finanzielle Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen steht oder ob hier zusätzliche Bürokratie entstanden ist, ohne einen ausreichenden Mehrwert für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu generieren.

Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt:

  1. Wie viele Personalstunden wurden in den vergangenen drei Jahren jeweils für die Erstellung des Rechenschaftsberichts aufgewendet?
  1. Welche Organisationseinheiten waren jeweils in die Erstellung eingebunden?
  1. Welche direkten und indirekten Kosten sind durch die Erstellung des Berichts in den vergangenen drei Jahren entstanden?
  1. In welchem Umfang werden externe Dienstleister, etwa für Layout, Druck oder Redaktion, beauftragt, und welche Kosten sind hierdurch entstanden?
  1. Wie bewertet das Bezirksamt den konkreten Nutzen des Rechenschaftsberichts für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit?
  1. Inwiefern unterscheidet sich der Nutzen des Rechenschaftsberichts aus Sicht des Bezirksamtes von anderen bestehenden Berichts- und Informationsformaten?
  1. Sieht das Bezirksamt Möglichkeiten, den Aufwand für die Erstellung zu reduzieren oder den Bericht effizienter zu gestalten? Wenn ja, welche?
  1. Gibt es Überlegungen, den Rechenschaftsbericht in seiner bisherigen Form anzupassen oder durch alternative Berichtsformate zu ersetzen?
  1. Werden bei der Erstellung des Rechenschaftsberichts derzeit Verfahren der Künstlichen Intelligenz eingesetzt? Wenn ja, seit wann, in welchen konkreten Arbeitsschritten und mit welchem Ziel?
  1. Sieht das Bezirksamt beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Erstellung des Rechenschaftsberichts Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Informationssicherheit und inhaltlicher Genauigkeit? Wenn ja, welche, und wie sollen diese Bedenken ausgeräumt werden?
  1. Plant das Bezirksamt künftig den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Erstellung des Rechenschaftsberichts oder vergleichbarer Berichtsformate? Wenn ja, in welcher Form und mit welchen erwarteten Effizienzgewinnen?
Petitum/Beschluss

Beschluss:

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