Weiterentwicklung der Fuß- und Radwegeverbindungen zwischen Bahrenfeld, Ottensen und der Neuen Mitte Altona nach Zustimmung zur Feststellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Bahrenfeld 78 Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.03.2026
Letzte Beratung: 01.06.2026 Mobilitätsausschuss Ö 9.9
Die Bezirksversammlung Altona hat in ihrer Sitzung vom 26.03.2026 anliegende Drucksache 22-1904.2B beschlossen.
Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) hat mit Schreiben vom 27.04.2026 wie folgt Stellung genommen:
Die BSW teilt das im Beschluss formulierte Ziel der guten Vernetzung des Quartiers Mitte Altona mit den umliegenden Quartieren durch neue Fuß- und Radwegeführungen. Dieses ist bereits im Masterplan Mitte Altona und im Rahmenplan Diebsteich grundsätzlich dargestellt.
Die konkrete Konzeption einer fuß- und radläufigen Anbindung liegt allerdings nicht in der Zuständigkeit der BSW, sondern ist Aufgabe der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM). Diese hat bereits ein Gutachten zur Radwegeverbindung in Altona in diesem Bereich beauftragt, das noch nicht abgeschlossen ist. Vor diesem Hintergrund sollte sich der Beschluss Drs. 22-1904.2B in den Punkten 1, 2 und4 nicht an die BSW, sondern an die BVM richten.
Zu 3:
Die BSW wird an der Trassenfindung für neue Fuß- und Radwege mitwirken und diese in den städtebaulichen Verfahren (Masterplanung, Funktionsplänen, Bebauungsplänen) berücksichtigen. Für die Finanzierung, eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Realisierung der Anbindungen, ist die BSW nicht zuständig.
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) hat mit Schreiben vom 20.05.2026 wie folgt Stellung genommen:
Zu 1:
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende hat bereits eine Machbarkeitsuntersuchung zu Querungsmöglichkeiten der heutigen Gleisanlagen zwischen Mitte Altona in Richtung Norden (Bahnhof Diebsteich) und in Richtung Westen (Bahrenfeld 78/ Ottensen) beauftragt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im dritten Quartal 2026 vorliegen und in das Verfahren zur Fortschreibung des Masterplans für den 2. Bauabschnitt Mitte Altona eingespeist. Diese Untersuchung bezieht sowohl den Rad- als auch den Fußverkehr ein und hat das Ziel, den Lückenschluss im Hamburger Radnetz herzustellen und durchgängige, sichere sowie attraktive Verbindungen für beide Verkehrsarten zu schaffen.
Zu 2:
Im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchung für die Rad- und Fußverkehrsverbindung zwischen Mitte Altona und Bahrenfeld/Ottensen sowie dem Bahnhof Diebsteich werden derzeit mehrere realistische Trassenvarianten geprüft. Hierzu zählen insbesondere Brücken- , Unterführungs- oder kombinierte Lösungen, die außerhalb des ursprünglich vorgesehenen Gleisdreiecks liegen können. Die Prüfung und Entwicklung von Vorzugsvarianten für den jeweiligen Korridor findet in enger Abstimmung mit den relevanten Akteuren statt und es wurden bereits mehrere Termine mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Bahn, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sowie dem Bezirksamt Altona durchgeführt. Zudem wurde der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) eingebunden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung (ermittelte Vorzugsvarianten) müssen in einem weiteren Schritt vertieft geprüft und ausgearbeitet werden.
Zu 3:
Ziel der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende ist es, die erforderlichen Flächen für die Vorzugsvarianten bereits im Rahmen des Masterplanverfahrens zu sichern. Hierzu besteht ein enger Austausch mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.
Zu 4:
Nach Abschluss der Machbarkeitsuntersuchung können die Ergebnisse der Bezirksversammlung vorgestellt werden.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
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