Verelendung im öffentlichen Raum beenden Mehr Sauberkeit, Sicherheit und Verantwortung am Bahnhof Altona Antrag der SPD-Fraktion
Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Ö 8.6
Der Bahnhof Altona ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Hamburgs und für viele Menschen das Eingangstor nach Altona. Täglich nutzen tausende Fahrgäste, Pendlerinnen und Pendler, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Besucherinnen und Besucher den Bahnhof und sein unmittelbares Umfeld. Umso wichtiger ist es, dass dieser zentrale öffentliche Raum sauber, sicher und einladend gestaltet ist.
Die Realität entspricht diesem Anspruch jedoch vielerorts nicht mehr. Insbesondere im Bereich des Ausgangs zum ehemaligen McDonald’s-Standort sowie in den Zuwegungen zur Großen Bergstraße und im Tunnel zur Bergstraße werden regelmäßig Vermüllung, offener Alkohol- und Drogenkonsum, aggressives Verhalten und Konfliktsituationen wahrgenommen. Viele Bürgerinnen und Bürger berichten von einem deutlich beeinträchtigten Sicherheitsgefühl und meiden diese Bereiche insbesondere in den Abendstunden.
Gleichzeitig wird deutlich, dass sich hinter dieser Entwicklung vielfach soziale Problemlagen wie Wohnungslosigkeit, Suchterkrankungen und psychische Erkrankungen verbergen. Diesen Menschen muss mit geeigneten Hilfsangeboten begegnet werden. Ebenso wenig darf jedoch akzeptiert werden, dass öffentliche Räume zunehmend verwahrlosen und für die Allgemeinheit zu Angsträumen werden.
Mit dem geplanten Social Hub soll zukünftig ein wichtiger Baustein entstehen, um Hilfsangebote im Umfeld des Bahnhofs Altona auszubauen. Eine nachhaltige Verbesserung kann jedoch nur gelingen, wenn soziale Unterstützung, Prävention sowie Ordnung und Sauberkeit gemeinsam gedacht werden. Neben der Freien und Hansestadt Hamburg stehen auch die Deutsche Bahn als Eigentümerin und Betreiberin des Bahnhofs sowie die ansässigen Gewerbetreibenden und Grundstückseigentümer in der Verantwortung, ihren Beitrag für eingeordnetes Bahnhofsumfeld zu leisten.
Die Verelendung öffentlicher Räume darf weder hingenommen noch allein der öffentlichen Hand überlassen werden. Es braucht ein gemeinsames Vorgehen aller beteiligten Akteure, um die Aufenthaltsqualität am Bahnhof Altona dauerhaft zu verbessern.
Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt Altona gemäß § 19 BezVG gebeten, mit der Deutschen Bahn, den ansässigen Gewerbetreibenden – insbesondere Lidl –, den zuständigen Sicherheitsbehörden, sozialen Trägern sowie den fachlich zuständigen Behörden Gespräche aufzunehmen, um ein abgestimmtes Maßnahmenkonzept zur Verbesserung von Sauberkeit, Ordnung und Sicherheitsgefühl im Bahnhofsumfeld zu entwickeln und dem Hauptausschuss über die Ergebnisse zu unterrichten.
Darüber hinaus wird die zuständige Fachbehörde gemäß § 27 BezVG gebeten, die bestehenden und geplanten Hilfsangebote für obdachlose und suchtkranke Menschen im Umfeld des Bahnhofs Altona aufgrund der fortlaufenden Belastung weiterzuentwickeln und mit Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum zu verzahnen.
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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