22-2069

Perspektiven für die Nachnutzung der ehemaligen Kinofläche im Othmarschen Park Kleine Anfrage von Katarina Blume (FDP-Fraktion)

Kleine Anfrage öffentlich

Sachverhalt

Die Immobilie des ehemaligen UCI-Kinos im Othmarschen Park stellt aufgrund ihrer Größe, Lage und baulichen Struktur eine herausragende Entwicklungsfläche im Bezirk Altona dar. Der Standort ist durch die Erreichbarkeit durch die unmittelbare Nähe zur Autobahn, sowie seine Einbindung in ein lebendiges, gemischt genutztes Umfeld mit angrenzender Wohnbebauung und vielfältigen Versorgungs- und Alltagsnutzungen überaus attraktiv. Durch ein direkt angrenzendes und wenig genutztes Parkhaus eignet es sich grundsätzlich für publikumsintensive Nutzungen.

Das Gebäude wurde ursprünglich als Multiplex-Kino konzipiert und verfügt über großflächige, zusammenhängende Raumstrukturen, die für klassische Einzelhandels- oder Büronutzungen nur eingeschränkt geeignet sind, jedoch Potenziale für freizeit-, sport- und erlebnisorientierte Konzepte bieten. Bereits heute sind im Gebäude entsprechende Nutzungen wie Fitness, Kegelbahn und weitere Freizeitangebote vorhanden.

Gleichzeitig steht die ehemalige Kinofläche seit geraumer Zeit leer. Ein solcher Leerstand an einem städtebaulich bedeutsamen Standort wirft Fragen nach der aktiven Begleitung von Nachnutzungen durch den Bezirk auf.

In dem Bewusstsein, dass sich die Immobilie in privatem Eigentum befindet und die Entwicklung maßgeblich in der Verantwortung des Eigentümers bzw. der Eigentümerin liegt, kommt der öffentlichen Hand insbesondere eine moderierende, vermittelnde und impulsgebende Rolle zu.

Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt:

  1. Leerstand und Ausgangslage
  1. Seit wann steht die Fläche des ehemaligen UCI-Kinos im Othmarschen Park leer?
  1. Welche Bruttogrundfläche (BGF) bzw. Nutzfläche umfasst die ehemalige Kinonutzung?
  1. Aktivitäten der bezirklichen Wirtschaftsförderung
  1. Ist die Wirtschaftsförderung des Bezirksamts Altona im Hinblick auf die Nachnutzung der Fläche bislang tätig geworden?
    • Wenn ja:

a) seit wann,

b) mit welchen konkreten Aktivitäten (z. B. Gespräche, Konzeptimpulse, Ansprache von

Interessenten),

c) mit welchen Ergebnissen?

  • Wenn nein:

d) warum bislang nicht?

  1. Hat die Wirtschaftsförderung aktiv den Kontakt zum Eigentümer bzw. zur Eigentümerin gesucht, um Entwicklungsperspektiven für die Fläche zu erörtern?
    • Wenn ja: wann und mit welchem Ergebnis?
    • Wenn nein: warum nicht?
  1. Einbindung von Sport und Fachbehörden
  1. Ist das Fachamt Sport des Bezirksamts Altona in Überlegungen zur Nachnutzung einbezogen worden?
    • Wenn ja: mit welchem Ergebnis?
    • Wenn nein: warum nicht?
  1. Hat es Abstimmungen mit dem Landessportamt, bzw.mit der Behörde für Inneres und Sport gegeben, insbesondere im Hinblick auf sportbezogene oder bewegungsorientierte Nutzungen?
    • Wenn ja: mit welchem Inhalt und Ergebnis?
    • Wenn nein: warum nicht?
  1. Konkrete Nachnutzungsperspektiven
  1. Welche Einschätzung hat das Bezirksamt zur grundsätzlichen Eignung der Fläche für freizeit-, sport-, kultur- oder gesundheitsbezogene Nutzungen?
  1. Inwieweit hält es das Bezirksamt für sinnvoll, den Standort gezielt für moderne Freizeit- und Trendsportangebote zu profilieren, wie beispielsweise:
    • Padel- oder andere Racketsportanlagen,
    • Boulder- oder Kletterhallen,
    • Indoor-Spiel- und Bewegungswelten für Kinder und Familien,
    • Trampolin- oder Ninja-Sportanlagen,
    • kombinierte Gesundheits-, Reha- oder Präventionsangebote?
  1. Sieht das Bezirksamt in der bereits vorhandenen Mischung aus Fitness- und Freizeitnutzungen im Othmarschen Park Ansatzpunkte für eine weitergehende Entwicklung zu einem Schwerpunktstandort für Sport, Bewegung und Freizeit im Bezirk?
  1. Rolle des Bezirks
  1. Sieht das Bezirksamt angesichts des fortdauernden Leerstands und der städtebaulichen Bedeutung der Fläche Handlungsbedarf, die Entwicklung einer Nachnutzung aktiver zu begleiten?

Wenn ja: welche konkreten Schritte wurden bereits unternommen oder sind geplant?

Wenn nein: warum wird kein Handlungsbedarf gesehen?

  1. Inwieweit sieht sich die Wirtschaftsförderung in der Verantwortung, aktiv Impulse für eine Nachnutzung zu setzen und potenzielle Betreiber oder Investoren anzusprechen?
  1. Hält das Bezirksamt eine koordinierte Entwicklung gemeinsam mit städtischen Akteuren – insbesondere im Bereich Sport und Bewegung – für sinnvoll, um die Fläche einer zeitnahen Nutzung zuzuführen?

Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:

Zu 1:

Seit 2024.

Zu 2:

Die Nutzfläche beträgt 30.347 m².

Zu 3.d:

Die bezirkliche Wirtschaftsförderung hatte bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass die Fläche nach Beseitigung des Wasserschadens nicht wieder als Kino genutzt werden soll.

Zu 4:

Siehe Antwort zu 3.d.

Zu 5:

Nein

Siehe Antwort zu 3.d.

Zu 6:

Nein

Siehe Antwort zu 3.d.

Zu 7:

Das Bezirksamt hat sich damit nicht befasst; im Übrigen siehe Antwort zu 3.d.

Zu 8:

Siehe Antwort zu 7.

Zu 9:

Siehe Antwort zu 7.

Zu 10:

Siehe Antwort zu3.d.

Zu 11:

Die Nachnutzung obliegt in erster Linie in der Verantwortung des Eigentümers. Die Wirtschaftsförderung wird den Eigentümer auf Wunsch bei der Suche nach geeigneten Alternativen unterstützen.

Zu 12:

Ja.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

Anhänge

ohne

Lokalisation Beta
Jenischpark

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