Neue Sporthalle im Volkspark als Chance für den Sport in Altona nutzen: Transparente Prioritäten für die Hallenvergabe entwickeln Antrag der Fraktionen von SPD, CDU und GRÜNE
Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Ö 8.5
Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Multifunktionssporthalle am Hellgrundweg („HSV-Zentrum am Volkspark“) ist im Bezirk Altona eine moderne Sportinfrastruktur entstanden, die sowohl für den Leistungs- als auch für den Vereins- und Breitensport genutzt werden kann. Die barrierefrei gestaltete Halle verfügt über eine ligataugliche Deckenhöhe sowie Kapazitäten für Trainingsbetrieb und Veranstaltungen und steht grundsätzlich auch Hamburger Sportvereinen zur Verfügung. Im Zuge der öffentlichen Förderung wurde zudem vereinbart, dass ein Nutzungskontingent von insgesamt 14.000 Stunden für den Hamburger Sport bereitgestellt wird. Damit soll sichergestellt werden, dass Vereine, Schulen und weitere Sportangebote Zugang zur Anlage erhalten und die Sportinfrastruktur in Hamburg gestärkt wird.
Für den Bezirk Altona stellt diese zusätzliche Sportfläche eine wichtige Ergänzung dar. Viele Sportvereine verzeichnen steigende Mitgliederzahlen und eine wachsende Nachfrage insbesondere im Kinder- und Jugendsport, während Hallen- und Trainingszeiten weiterhin knapp sind. Gerade Vereine mit einem Fokus auf Kinder- und Jugendsportangeboten leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.
Vor diesem Hintergrund sollte die neue Sporthalle am Volkspark dazu beitragen, bestehende Engpässe in der Sportinfrastruktur des Bezirks zu verringern. Bei der Vergabe der Nutzungszeiten sollte daher darauf geachtet werden, dass insbesondere Vereine aus dem Bezirk Altona sowie Angebote im Kinder- und Jugendsport angemessen berücksichtigt werden.
Um den begrenzten Hallenkapazitäten gerecht zu werden und gleichzeitig Transparenz sowie Planungssicherheit für die Sportvereine zu schaffen, ist es sinnvoll, die Vergabe zusätzlicher Trainingszeiten an sportpolitischen Leitlinien zu orientieren. Ein entsprechender Priorisierungskatalog könnte insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:
• Angebote im Kinder- und Jugendsport
• Integrationsleistungen von Sportvereinen
• inklusive Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung
• die Bedeutung von Vereinen für den wohnortnahen Breitensport im Bezirk
• die bisherige Zuverlässigkeit des Sportvereins bei der Wahrnehmung und Ausschöpfung zugewiesener Sportplatz- bzw. Hallenzeiten
Darüber hinaus eröffnet die barrierefreie Gestaltung der Halle neue Möglichkeiten für den Inklusionssport. Gleichzeitig bietet der Standort Volkspark Potenziale für Kooperationen zwischen Sport, Wirtschaft und Gesundheitsförderung, etwa im Rahmen von Angeboten des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Ziel muss es sein, die neue Sportinfrastruktur am Volkspark nicht nur als leistungsorientierten Sportstandort zu verstehen, sondern als offenen Bewegungs- und Begegnungsort für den Breitensport im Bezirk Altona. Die Vergabe zusätzlicher Sportkapazitäten im Bezirk Altona soll sich an dem Grundsatz orientieren, dass Sportflächen dort eingesetzt werden, wo sie den größten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, Integration, Inklusion sowie den wohnortnahen Breitensport.
Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt gemäß § 19 BezVG gebeten,
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Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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