Kriminalstatistik Altona 2025 Auskunftsersuchen von Uwe Batenhorst, Robert Risch und Tobias Steinhaus (alle AFD-Fraktion)
Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Ö 7.5
Die Bürger in Altona beobachten mit Sorge die Entwicklung der Kriminalität im Bezirk. Berichte über Vorfälle und ein gefühltes Ansteigen bestimmter Delikte führen zu Fragen nach der aktuellen Lage.
Einige Anwohner berichten von einem subjektiven Gefühl zunehmender Unsicherheit. Diskussionen über Einbrüche, Diebstähle und Vorfälle im öffentlichen Raum prägen Gespräche. Besonders besorgniserregend sind Berichte über mögliche Zunahmen von Sexualdelikten, die ein Gefühl der Bedrohung schaffen.
Um ein klares Bild der Lage zu erhalten, fordern viele Bürger eine transparente und umfassende Information über die aktuelle Kriminalitätsstatistik.
Vor diesem Hintergrund fragen wir:
1.a Wie viele Messerdelikte gab es im Bezirk Altona im Jahr 2025?
1.b Wie viele davon (Antwort 1a.) sind von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit
begangen worden?
1.c Wie viele Straftaten konnten aufgeklärt worden?
2.a Wie viele Straftaten gegen das Leben sind 2025 im Bezirk Altona verübt worden?
2.b Wie viele davon (Antwort 2a.) sind von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit
begangen worden?
2.c Wie viele Straftaten konnten aufgeklärt worden?
3.a Wie viele Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind 2025 im Bezirk Altona
verübt worden?
3.b Wie viele davon (Antwort 3a.) sind von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit
begangen worden?
3.c Wie viele Straftaten konnten aufgeklärt werden?
4.a Wie viele Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sind 2025 im Bezirk
Altona verübt worden?
4.b Wie viele davon (Antwort 4a.) sind von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit
begangen worden?
4.c Wie viele Straftaten konnten aufgeklärt werden?
5.a Wie viele Diebstähle unter erschwerenden Umständen sind 2025 im Bezirk Altona verübt
worden?
5.b Wie viele davon (Antwort 5a.) sind von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit
begangen worden?
5.c Wie viele Straftaten konnten aufgeklärt werden?
6.a Wie viele Rauschgiftdelikte sind 2025 im Bezirk Altona verübt worden?
6.b Wie viele davon (Antwort 6a.) sind von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit
begangen worden?
6.c Wie viele Straftaten konnten aufgeklärt werden?
Die Behörde für Inneres und Sport (BIS) beantwortet die Fragen wie folgt:
Die Polizei erfasst Straftaten gemäß dem Straftatenkatalog der bundeseinheitlichen Richtlinien für die Erfassung und Verarbeitung der Daten in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Die Erfassung eines Falles erfolgt mit Abschluss aller polizeilichen Ermittlungen durch die für die Endbearbeitung zuständige Dienststelle bei endgültiger Abgabe der entstandenen Ermittlungsvorgänge bzw. des Schlussberichts an die Staatsanwaltschaft oder das Gericht. Die Auswertung von PKS-Daten in Tabellenform als standardisierte Ergebnistabellen unterliegt einem bundesweit abgestimmten Prozess. Darin wird fachlich beschrieben, wie die PKS-Daten zu erheben sind und wie sie in den jeweiligen Ergebnistabellen ausgewertet werden.
Bei der Berechnung der Tatverdächtigen (TV) wird in der PKS eine echte Tatverdächtigenzählung vorgenommen. Danach wird die/der TV auch bei mehrfachem Auftreten im Kalenderjahr für die gleiche Straftat nur einmal gezählt.
Die Entwicklung der Fallzahlen für das Jahr 2025 weisen in den meisten Deliktsbereichen einen rückläufigen Trend im Vergleich zum Vorjahr aus, siehe Drs. 22-0810.
Dies vorausgeschickt, beantwortet die Behörde für Inneres und Sport die Fragen wie folgt:
Zu 1.a:
Im Jahr 2025 wurden in der PKS mit Tatort „Bezirk Altona“ insgesamt 122 Fälle mit dem Tatmittel „Messer“ erfasst. Davon wurde in 38 Fällen ein Messer ausschließlich mitgeführt, in 67 Fällen wurde mit dem Messer gedroht und in 17 Fällen wurde es eingesetzt.
Der Fallzahlenanstieg im Bereich Tatmittel „Messer“ im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass mehr mitgeführte Messer (nicht gedroht, nicht eingesetzt) festgestellt wurden. Ein Grund hierfür dürfte eine intensivierte Kontrolldichte infolge der seit November 2024 immer wieder verlängerten Allgemeinverfügung der Bundespolizei bzgl. des Waffenverbots für den Geltungsbereich der S-Bahn Hamburg sein. Die Fallzahlen der für den Bahnhof Altona und die im Bezirk verlaufenden S-Bahn-Linien zuständigen Bundespolizei fließen ebenfalls in die Hamburger PKS ein.
In der Binnendifferenzierung ist in Bezug auf eingesetzte Messer ein rückläufiger Trend festzustellen. Aufgrund der insgesamt eher geringen Fallzahlen ist bei der Interpretation der Entwicklungen allerdings Zurückhaltung geboten.
Im Übrigen siehe BV Altona Drs. 22-0810.
Zu 1.b + 1.c:
Siehe BV Altona Drs. 22-0810.
Zu 2.a-c, 3.a-c, 4.a-c , 5.a-c und 6.a-c::
Zu den in der PKS erhobenen Daten zu den Fallzahlen, den ermittelten Tatverdächtigen insgesamt, den nichtdeutschen TV und den aufgeklärten Fällen siehe Anlage. Im Übrigen siehe Vorbemerkung.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
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