Konsumfreie Begegnungsorte (Third Spaces) in Altona sichtbar machen und stärken Dringlicher Antrag der Volt-Fraktion
Letzte Beratung: 23.04.2026 Bezirksversammlung Ö 8.11
Altona steht vor einer Phase zunehmender baulicher Verdichtung und struktureller Veränderung– insbesondere rund um das neue Stadtzentrum am Bahnhof Altona sowie in wachsenden Quartieren wie Altona-Nord (Holsten und Neue Mitte II und Nachverdichtungen nördlich der Stresemannstraße). Mit dieser Entwicklung steigt der Bedarf an niedrigschwelligen, frei zugänglichen Orten der Begegnung, die sozialen Zusammenhalt, Teilhabe und Lebensqualität sichern.
Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum neuen Stadtzentrum Altona wurde von Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich der Wunsch nach konsumfreien Räumen hervorgehoben. Dieser Bedarf deckt sich mit Beobachtungen aus anderen fachpolitischen Zusammenhängen im Bezirk: So wurde etwa im Kontext von RISE-Prozessen, u. a. bei der Potenzialanalyse für Altona-Nord, wiederholt deutlich, dass vorhandene Einrichtungen, Initiativen und Angebote vielen Menschen nicht bekannt sind.
Es zeigt sich damit ein doppeltes Problem:
Einerseits ein wachsender Bedarf durch Verdichtung, andererseits ein strukturelles Sichtbarkeits- und Informationsdefizit bei bereits bestehenden Angeboten.
Zugleich wird es im Zuge neuer Quartiersentwicklungen aufgrund steigender Flächenkonkurrenz und wirtschaftlichen Drucks zunehmend schwieriger, neue konsumfreie Begegnungsorte in ausreichendem Umfang zu schaffen und langfristig zu sichern. Umso wichtiger ist es, frühzeitig anzusetzen und die bereits vorhandenen Orte zu stärken.
Gerade hier liegt ein unmittelbarer und realistischer Hebel:
Noch vor der Schaffung neuer Strukturen können bestehende Einrichtungen – etwa Bibliotheken, Stadtteilzentren, Jugend- und Kultureinrichtungen sowie öffentliche Räume – durch bessere Sichtbarkeit und Auffindbarkeit deutlich wirksamer etabliert und genutzt werden.
Digitale Angebote wie Sozialraum Altona zeigen, dass entsprechende Daten bereits vorhanden sind. Es fehlt bislang jedoch eine niedrigschwellige, öffentlich zugängliche und alltagsorientierte Darstellung, die gezielt konsumfreie Aufenthalts- und Begegnungsorte sichtbar macht.
Vor dem Hintergrund wachsender Quartiere bietet sich hier eine ressourcenschonende und kurzfristig umsetzbare Maßnahme, die direkt auf die im Beteiligungsverfahren geäußerten Bürgerbedarfe einzahlt.
Das Bezirksamt wird gemäß § 19 BezVG gebeten,
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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