Hitzeschutz für Obdachlose Antrag der Fraktion GRÜNE
Hitze tötet Menschen und Hitze tritt in Hamburg immer öfter auf. Anhaltende Hitzeperioden gefährden unser aller Gesundheit und insbesondere die von obdach- und wohnungslosen Menschen.
Menschen, die dauerhaft im öffentlichen Raum leben, sind Tag und Nacht der Hitze ausgesetzt. Sie haben oft keinen Zugang zu Trinkwasser, keinen Schutz vor der Sonne und keine Rückzugsmöglichkeiten in kühle Innenräume. Zudem sind viele gesundheitlich vorbelastet. Die Zahl der obdach- und wohnungslosen Menschen in Hamburg hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre nahezu verdoppelt und liegt derzeit bei ca. 3.800. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren bundesweit immer mehr hitzebedingte Todesfälle zu verzeichnen – darunter viele von Menschen ohne Wohnung.
In Hamburg wird der Hitzeschutz von ehrenamtlichen Initiativen, den Hamburger Tagesaufenthaltsstätten sowie dem Projekt „Visite Sozial“ übernommen. Laut Hitzeaktionsplan sollen weitere kommende Aufgaben perspektivisch geprüft werden.
Im Hitzeaktionsplan wird der Hitzeschutz in Tagesaufenthaltsstätten zwar thematisiert, allerdings sind konkrete Maßnahmen erst perspektivisch zu erwarten. Aufgrund der Zunahme von Hitzeperioden und der akuten Gefährdung von Obdachlosen und Wohnungslosen sollten bereits im Jahr 2026 schnell Maßnahmen umgesetzt werden, um den Hitzeschutz dieser Gruppe zu verbessern.
Die Bezirksversammlung fordert die zuständigen Behörden (Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration (BGSI), Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), Behörde für Inneres und Sport (BIS) und Behörde für Finanzen und Bezirke (BFB)) gem. § 27 und das Bezirksamt Altona gem. § 19 BezVG auf, in Abstimmung untereinander und in Zusammenarbeit miteinander für den Sommer 2026 ein bezirkliches Hitzeschutzprogramm für obdach- und wohnungslose Menschen zu koordinieren, das insbesondere folgende Maßnahmen umfasst:
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
ohne
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