22-1885

Hilfe, die ankommt: Aufsuchende Seniorenhilfe für Altona prüfen Dringlicher Antrag der AFD-Fraktion

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 26.02.2026 Bezirksversammlung Ö 7.2

Sachverhalt

Die demografische Entwicklung in unserem Bezirk stellt die bestehenden Strukturen der Seniorenarbeit vor neue Herausforderungen. Während klassische Angebote wie Seniorentreffs gute Arbeit leisten, erreicht ein erheblicher Teil der älteren Mitbürger diese Einrichtungen nicht oft aus berechtigter Sorge um die persönliche Sicherheit im öffentlichen Raum, Scham oder physischen Einschränkungen. Diese „stille Isolierung“hrt langfristig zu einer höheren Belastung der sozialen Sicherungssysteme und des Gesundheitswesens.

Viele Senioren in Altona vereinsamen also in der Anonymität der Großstadt. Um die Isolation älterer Mitbürger zu durchbrechen und ihre Sicherheit im öffentlichen Raum zu stärken, haben andere Kommunen erfolgreich auf Sozialarbeiter im Außeneinsatz gesetzt.

Zum Beispiel haben Großstädte wie München (Projekt SAVE), Hannover und Gelsenkirchen hierbei bereits auf proaktive Konzepte gesetzt. Sogenannte „Senioren-Streetworker“ fungieren als Bindeglied zwischen dem öffentlichen Raum und dem Hilfesystem. Für die AfD-Fraktion ist dabei entscheidend, dass Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird, ohne die Eigenverantwortung der Bürger zu untergraben oder ineffiziente Parallelstrukturen aufzubauen.

Bevor Steuermittel in neue Stellen investiert werden, bedarf es einer fundierten fachlichen Prüfung durch Experten aus Städten, die diese Modelle bereits implementiert haben. Ziel muss es sein, die Effektivität dieser Maßnahmen im Vergleich zu den bestehenden, oft unterfinanzierten Angeboten in Altona objektiv zu bewerten.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Das Bezirksamt wird gemäß § 19 BezVG gebeten,

  1. Vertreter von Kommunen oder Trägern, die bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von Senioren Straßensozialarbeit gesammelt haben (z.B. Projekt SAVE aus München) unter Hinzuladung der Hamburger Fachbehörde zu einer Sitzung des Sozialausschusses einzuladen, um dort über praktische Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen zu berichten und dabei:
  1. zu prüfen, ob der Einsatz von Senioren Straßensozialarbeit eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Seniorenstrukturen in unserem Bezirk darstellen kann, insbesondere im Verhältnis zu bestehenden Angeboten wie Seniorentreffs und offenen Begegnungsformaten;
  1. darzustellen, welche Zielgruppen mit einem solchen Ansatz erreicht werden könnten und welchen Mehrwert dieser gegenüber den bestehenden Angeboten bieten würde;
  1. zu prüfen, wie einegliche organisatorische Einbindung in die bestehende bezirkliche Seniorenarbeit aussehen könnte.
  1. der Bezirksversammlung über die Ergebnisse und ggf. notwendigen Handlungsbedarf zu berichten.
Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlun wird um Zustimmung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
26.02.2026
Ö 7.2
Anhänge

ohne

Lokalisation Beta

Keine Orte erkannt.

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.