Der Anteil älterer Menschen im Bezirk Altona wächst kontinuierlich. Diese demografische Entwicklung stellt neue Anforderungen an die soziale Infrastruktur, bestehende Unterstützungsangebote sowie an die quartiersorientierte Seniorenarbeit.
Durch eine umfassende, methodisch fundierte Befragung sollen empirische Grundlagen geschaffen werden, um zielgerichtete Handlungsempfehlungen für eine seniorengerechte Weiterentwicklung der Sozial- und Quartierspolitik in Altona abzuleiten.
Ziel der Befragung ist es, ein möglichst genaues Bild davon zu erhalten, wie Seniorinnen und Senioren in Altona leben, wie sie ihre soziale Einbindung und Sicherheit wahrnehmen, welchen Unterstützungsbedarf sie sehen und welche Angebote sie sich wünschen.
Der Bedarf für die Durchführung dieser Befragung ist nicht theoretischer Natur, sondern wurde im direkten Austausch mit älteren Menschen sowie in enger Zusammenarbeit mit der SeniorenUnion klar benannt. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass bestehende Angebote nicht immer zielgenau greifen und vorhandene Ressourcen bislang nicht optimal eingesetzt werden. Genau hier setzt die Befragung an: Sie soll eine verlässliche Grundlage schaffen, um Maßnahmen bedarfsgerecht auszurichten, vorhandene Angebote konsequent zu bündeln und Lückenaufzudecken. Ziel ist ein effizienterer und wirksamerer Einsatz bereits eingesetzter Mittel – im Sinne der älteren Generation und einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik.
Thematische Schwerpunkte sollen insbesondere sein:
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Lebenssituation (Wohnform, Sicherheit, Gesundheit, Wohlbefinden),
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soziale Einbindung und Einsamkeitserleben,
- Mobilität und Barrierefreiheit,
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Unterstützungs- und Beratungsbedarf,
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Freizeit-, Kultur- und Begegnungsangebote,
- digitale Teilhabe und Unterstützungsbedarf.
Die Bezirksversammlung Altona möge beschließen, das Bezirksamt nach § 19 BezVG aufzufordern,
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eine umfassende Befragung der Seniorinnen und Senioren im Bezirk Altona zur Lebenslage, sozialen Einbindung, Mobilität und Angebotsstruktur zu konzipieren und durchzuführen. Die Befragung soll sich methodisch an bisherigen Bürgerumfragen im Bezirk (z. B. zu Fahrradstraßen, Fahrradparken oder Mobilitätsthemen) sowie an bewährten Erhebungsinstrumenten anderer Kommunen orientieren;
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zur Begleitung und inhaltlichen Unterstützung des Prozesses eine AG des Sozialausschusses einzurichten. Diese sollte sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzen:
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benannten Vertreterinnen und Vertretern der in der Bezirksversammlung vertretenen Fraktionen,
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Mitgliedern des Bezirkseniorenbeirats,
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Mitgliedern aus der bezirklichen Seniorenarbeit;
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in Abstimmung mit dem o. g. Gremium ein Befragungskonzept zu erarbeiten bzw. bereits erfolgreich durchgeführte kommunale Seniorenbefragungen auf die Bedarfe von Altona abzuwandeln und dem Sozialausschuss zur Beratung vorzulegen;
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zur Sicherstellung einer hohen Beteiligungsquote für die Befragung eine Kombination mehrerer Erhebungsmethoden zu nutzen, insbesondere:
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schriftlich-postalische Befragung (Fragebogenversand an eine repräsentative Stichprobe bzw. ausgewählte Alterskohorten 60-79, 70-79, 80+),
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onlinebasierte Beteiligungsmöglichkeiten über ein niedrigschwelliges Beteiligungsportal,
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ergänzende analoge Beteiligungsformate (z. B. in Seniorentreffs, Kirchengemeinden, Einrichtungen der offenen Seniorenarbeit, Tagesstätten, Pflegeeinrichtungen);
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für die Erhebung und Auswertung der Befragung diese anonym und datenschutzkonform zu gestalten. Wo sinnvoll, sollen standardisierte Frageblöcke und Skalen genutzt werden, um Vergleichbarkeit mit ähnlichen Befragungen anderer Kommunen herzustellen (z. B. Wohnsituation, Barrierefreiheit, Versorgungssicherheit);
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einen Zeitplan vorzulegen, der die Phasen der Konzeptentwicklung, Erhebung, Auswertung und Evaluation des Prozesses darstellt. Ziel ist die Erstellung, Durchführung und Fertigstellung der Befragung einschließlich Handlungsempfehlungen und Evaluation innerhalb eines Jahres;
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den voraussichtlichen Ressourcenbedarf (finanziell und personell) für Planung, Durchführung, Auswertung und Veröffentlichung der Befragung darzustellen und Finanzierungsmöglichkeiten aus dem bezirklichen Haushalt sowie in Kooperation mit externen Partnern (z. B. Forschungseinrichtungen, Dienstleister für Bürgerbefragungen) zu prüfen;
- die Ergebnisse und die Evaluation des Gesamtprozesses dem Sozialausschuss, der Bezirksversammlung und der interessierten Öffentlichkeit in geeigneter Form zu präsentieren (z. B. Bericht, öffentliche Vorstellung, digitale Veröffentlichung).
Des Weiteren bittet die Bezirksversammlung nach § 27 BezVG die Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration,
- die Umsetzung der Seniorinnen- und Seniorenbefragung im Bezirk Altona fachlich zu unterstützen, insbesondere durch:
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Bereitstellung von methodischer Expertise und qualitätsgesicherten Erhebungsinstrumenten,
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Beratung zur Datenauswertung und Interpretation,
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Bereitstellung der für die Befragung und Auswertung benötigten Kosten.