22-1887

Freibadinfrastruktur in Altona zukunftsfest aufstellen – Kapazitäten, Personal und Verlässlichkeit sichern Antrag der Fraktionen von SPD, CDU und GRÜNE (NEUFASSUNG)

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 26.02.2026 Bezirksversammlung Ö 7.3

Sachverhalt

Öffentliche Freibäder sind ein zentraler Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge. Sie bieten in den Sommermonaten niedrigschwellige Möglichkeiten zur Abkühlung, zur Bewegung, zum sozialen Miteinander sowie zum Schwimmenlernen insbesondere für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen.

Gleichzeitig bestehen weiterhin lange Wartelisten für Schwimmkurse. Viele Kinder erreichen auch nach der Grundschule keine sichere Schwimmfähigkeit. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Freibadsaison zunehmend auch eine bildungs- und gesundheitspolitische Dimension. Eine erweiterte Nutzung der Freibäder in den Sommermonaten kann dazu beitragen, zusätzliche Schwimmangebote zu ermöglichen und bestehende Engpässe im regulären Hallenbadbetrieb zumindest teilweise zu entlasten.

Aktuelle Entwicklungen im Umland zeigen zudem, wie anfällig Freibadinfrastruktur aufgrund von Personalengpässen und finanziellen Zwängen sein kann. Gleichzeitig ist angesichts steigender Temperaturen und eingeschränkter Alternativangebote davon auszugehen, dass sich die Nachfrage nach wohnortnahen Freibadkapazitäten weiter erhöhen wird.

r Altona bedeutet dies: Die vorhandenen Freibäder insbesondere das Sommerfreibad Osdorfer Born und das Sommerfreibad Marienhöhe in Sülldorf werden künftig eine noch größere Bedeutung für Erholung, Gesundheit und Schwimmförderung haben. Um dieser Entwicklung frühzeitig zu begegnen, bedarf es verlässlicher Öffnungszeiten, ausreichender Personalausstattung sowie einer strategischen Planung, die auch zusätzliche Schwimmangebote während der Freibadsaison berücksichtigt.

Vor diesem Hintergrund wird die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) in Abstimmung mit der Behörde für Finanzen und Bezirke sowie unter Beteiligung der Bäderland Hamburg GmbH gemäß § 27 BezVG gebeten,

  1. zu prüfen, wie die Freibadstandorte im Bezirk Altona insbesondere das Sommerfreibad Osdorfer Born und das Sommerfreibad Marienhöhe angesichts steigender Nachfrage langfristig verlässlich betrieben und personell abgesichert werden können;
  1. darzulegen, welche personellen, organisatorischen und infrastrukturellen Voraussetzungen erforderlich sind, um stabile Öffnungszeiten während der Freibadsaison sicherzustellen, auch vor dem Hintergrund möglicher zusätzlicher Besucherströme;
  1. zu prüfen, ob und in welchem Umfang hrend der Freibadsaison zusätzliche Schwimmkurse, Schwimmunterricht oder niedrigschwellige Schwimmangebote in den Freibädern ermöglicht werden können, um bestehende Wartelisten r Kinderschwimmkurse zu verkürzen, hierbei ist auf eine angemessene Wassertemperatur zu achten;
  1. darzustellen, welche finanziellen Mittel hierfür erforderlich sind und inwieweit eine entsprechende Absicherung in Abstimmung mit der Behörde für Finanzen und Bezirke erfolgen kann;
  1. zu prüfen, ob und in welcher Form die Altonaer Freibäder bei absehbaren Einschränkungen benachbarter Badestandorte eine Ausgleichsfunktion übernehmen können;
  1. dem Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport vor Beginn der jeweiligen Freibadsaison über geplante Öffnungszeiten, Personalsituation, etwaige zusätzliche Schwimmangebote zu berichten.
Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
26.02.2026
Ö 7.3
Anhänge

ohne

Lokalisation Beta
Sülldorf

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