Eingabe für den Erhalt der Sperrung Moorhof, Markt Hamburg-Poppenbüttel Eingabe
Letzte Beratung: 25.03.2026 Regionalausschuss Alstertal Ö 4.2
Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek vor:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wieder habe ich zu dem o. a. Thema einen Bericht im Hamburger Abendblatt gelesen. Diese Berichte erscheinen immer wieder und sind sehr aus Sicht der Getränkemarktbetreiber geschrieben. Ich kann verstehen, dass die Betreiber des Getränkemarktes ihre eigenen Interessen wahren möchten, habe aber zu dem Problem insgesamt eine ganz andere Sichtweise. Diese möchte ich Ihnen gern schildern, weil ich hier mit der Verkehrssituation sehr gut vertraut bin. Ich bin selbst Anlieger und verwalte seit einigen Jahrzehnten die Mehrfamilienhäuser Poppe büttler Hauptstraße 15/15a, Ohlendieck 1 a-c und Vörstekoppel 61-63.
Die Betreiber des Getränkemarktes fühlen sich durch die Beruhigung des Bereiches Moorhof zum Marktplatz hin benachteiligt und führen den Umsatzrückgang allein auf die Poller zurück. Auch in unserem Hause befinden sich Läden. Während der Zeit der Kabelverlegung im Bereich Harksheider Straße war unser Ortsteil tatsächlich von der Welt abgeschnitten. Das ging über einige Monate und hatte nichts mit der Schließung des Moorhofes zum Markt hin zu tun. Zur Wahrheit gehört auch, dass der Getränkemarkt im Ladengeschäft überhöhte Preise verlangt, nämlich die gleichen Preise wie bei Auslieferung nach Haus. Die Apotheke im Moorhof wird in jedem Falle auch darunter leiden, dass es im Ortskern insgesamt 4 Apotheken gibt und die übrigen drei Apotheken direkt bei den Ärzten angesiedelt sind.
Die Mieter der von mir verwalteten Häuser sind sehr dankbar dafür, dass der Verkehr im Bereich Ohlendieck und Vörstekoppel durch die Poller im Moorhof beruhigt wurde. Es handelt sich eigentlich um Straßen mit Tempo 30, die jedoch in den vergangenen Jahren nahezu lebensgefährlich für Nutzer der Gehwege wurden, also gerade Fußgänger jeden Alters, oft mit Kinderwagen oder Gehhilfe, ebenso kleine Kinder. Die Straßen Ohlendieck, Moorhof und Vörstekoppel sind zu jeder Tages- und Nachtzeit auf einer Fahrspur komplett zugeparkt, so dass diese Straßen nur noch einspurig befahrbar sind. Das brachte ständig Situationen mit sich, dass entgegenkommende Fahrzeuge den Gehweg befuhren, um sich auszuweichen, was für die Fußgänger lebensgefährlich wurde. Das ist seit der Schließung des Marktzuganges für Fahrzeuge vom Moorhof aus für die Anlieger im Moorhof, Vörstekoppel und Ohlendieck erheblich verbessert worden und mir sehr wichtig, dass das so bleibt, zumal sehr viele LKW durch diese verkehrsberuhigten Straßen fuhren und die Gehwege beschädigten, wenn sie wegen Platzmangels nicht um die Kurven biegen konnten, ohne komplett über den Gehweg zu fahren.
Ganz besonders gefährlich ist die Situation auf dem Straßenabschnitt vor dem Getränkemarkt gewesen und heute zum Teil immer noch. Das hat im Betrieb des Getränkemarktes seine Ursache und wird bisher nicht bemerkt oder nicht erwähnt, weil alle Berichte von den Betreibern des Getränkemarktes ausgehen.
Ich selbst gehe oft zu Fuß von der Hauptstraße zu den Geschäften um den Markt herum und nutze dafür den Moorhof. Gerade in den letzten Wochen stelle ich fest, dass die Straße und der Gehweg im Bereich vor dem Getränkemarkt vereist und gefährlich glatt ist. Der Gehweg ist nicht geräumt oder abgestreut. Ständig stehen Fahrzeuge der Kunden auf dem Gehweg und zwingen die Fußgänger, über die Straße auszuweichen. Oft ist der Bereich vor dem Getränkemarkt von den Paketfahrzeugen, den Fahrzeugen der Kunden oder den LKW der Großhändler zugeparkt und behindert das Durchkommen. Wenn jetzt die Poller wieder entfernt werden sollten, kommen dann die vielen Fahrzeuge hinzu, die zum Markt wollen oder diesen über die Nebenstraßen wieder verlassen wollen und es entsteht wieder Lebensgefahr für alle Radfahrer und Fußgänger.
Das Setzen von Behinderungen würde das nicht mindern, sondern eher noch verschärfen. Ein Gemenge von versetzt aufgebauten Kübeln, durchschlängelnden Fahrzeugen in zwei Richtungen, parkenden Kunden- und Paketfahrzeugen sowie Zulieferern im Bereich dieses Nadelöhres wäre kein Fortschritt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Situation beschreiben und denke, dass sich hier auch einige Gründe wiederfinden, warum Sie die Poller haben setzen lassen. Ich bitte, die Poller zu lassen. Die Anlieger der von dem jetzt beruhigen Verkehr im Ohlendieck und in der Vörstekoppel sowie Moohrhof wären Ihnen dankbar. Man sollte bei allem Verständnis für die Betreiber des Getränkemarktes bitte nicht die Interessen der übrigen Anlieger vergessen. Die Lärm- und Gefahrenbelastung ist im Bereich dieser Straßenabschnitte erheblich zurückgegangen. Nachts fuhren hier immer große LKW durch, die heute Gott sei Dank ihre Anlieferungen von der Harksheider Straße aus organisieren. Es wäre sehr bedauerlich, wenn sich das alles wieder in den alten Zustand zurückversetzen würde. Wir sind hier für die derzeitige Lösung sehr dankbar. Es wäre sehr bedauerlich, wenn man die alte, schlechte, laute, sehr gefährliche Verkehrssituation wieder herstellen würde. Die einzige Lösung, die vielleicht eine Verbesserung für die Erreichbarkeit des Getränkemarktes ermöglichen würde und gleichzeitig die jetzt erreichte Beruhigung des Durchgangsverkehres im Bereich Ohlendieck, Vörstekoppel erhalten würde, wäre die Umgestaltung in eine Einbahnstraße im Bereich von der Poppenbüttler Hauptstraße in Richtung Markt. Dann könnten Besucher des Marktes aus Richtung Lemsahl zum Getränkemarkt und weiter zum Wochenmarkt durchfahren, der Getränkemarkt wäre nicht mehr abgetrennt von den einfahrenden Besuchern. Das wäre dann auch für Zulieferer von Vorteil, weil sie dann nicht mehr auf engstem Raum wenden müßten.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich jedoch auch den sehr ungepflegten Gesamtzustand des Wochenmarktgeländes hinweisen. Die Grünstreifen, Pflanzbeete und das Gesamte Umfeld an der Straße Moorhof ist völlig verschmutzt und seit Jahren verkommen und zugewachsen. Das ist gerade hier in Poppenbüttel ganz besonders auffällig und hält einem Vergleich mit Sasel, Volksdorf oder Wellingsbüttel absolut nicht stand. Wer ist für den Zustand dieses verkommenen Marktumfeldes zuständig. Es wäre schön, wenn man auch von dieser Seite einmal Dinge betrachten und noch wünschenswerter, auch verändern könnte.
Mit freundlichen Grüßen
keine Anlage/n
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