Ein jüdisches Museum für Hamburg Dringlicher Antrag der Fraktion DIE LINKE
Letzte Beratung: 26.02.2026 Bezirksversammlung Ö 7.5
Während Berlin, München und Frankfurt am Main bereits ein jüdisches Museum haben, ist Hamburg, als Millionenstadt, noch ohne ein jüdisches Museum. Bislang wurde die jüdische Geschichte Hamburgs lediglich im Museum für Hamburgische Geschichte behandelt. Diese Abteilung wurde allerdings bereits im Januar 2024 für die langjährige Sanierung des Museums geräumt und ist nach Abschluss der Sanierung auch nicht mehr als eigenständige Abteilung vorgesehen.
Seit Februar 2026 gibt es weitere Entwicklungen: Mit dem sogenannten „Projektraum: Wegmarken jüdischer Geschichte“ zu 400 Jahren jüdischen Lebens in Hamburg im Altonaer Museum gibt es nun auch dank des Förderkreises Jüdisches Museum Hamburg einen ersten Schritt zu einem eigenständigen jüdischen Museum für Hamburg.
Vor über 500 Jahren kamen Jüd:innen nach Altona, damals noch Teil Dänemarks, die vor der katholischen Inquisition in Portugal und Spanien geflohen waren. In Altona genossen sie Bürgerrechte und Schutz, der ihnen in dieser Form in Hamburg erst später gewährt wurde. Auch der jüdische Friedhof an der Königsstraße wurde dort errichtet, nachdem in Hamburg entsprechende Begräbnisstätten verweigert wurden.
Ein jüdisches Museum in Hamburg bietet die Chance, den bedeutenden Beitrag des Judentums und der Hamburger Jüd:innen zu unserer Stadt zu würdigen und einen Ort zu schaffen, an dem davon und vom jüdischen Leben in unserer Gesellschaft dauerhaft und sorgfältig erzählt werden kann. In diesem Sommer ist eine Machbarkeitsstudie für ein Jüdisches Museum in Hamburg geplant, allerdings fehlt bislang ein verbindlicher politischer Beschluss zum Vorhaben.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
ohne
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