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Aufenthaltsqualität und Begrünung in Alt-Osdorf stärken – Ergebnisse der Bürgerbeteiligung konsequent umsetzen Antrag der Fraktionen von SPD, CDU und GRÜNE

Antrag öffentlich

Sachverhalt

Im Herbst 2025 führte das Bezirksamt Altona eine umfangreiche Online-Beteiligung unter dem Titel „Zukunftsideen für Alt-Osdorf“ durch. Mit insgesamt 169 eingereichten Beiträgen und 222 Kommentaren zeigte sich ein außerordentlich hohes Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Mitgestaltung ihres Stadtteils. Ein zentrales Ergebnis dieser Beteiligung ist der Wunsch nach einer deutlichen Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sowie nach mehr Stadtgrün und attraktiven Freiräumen.

Insbesondere der Rugenbarg als historischer und funktionaler Mittelpunkt von Alt-Osdorf wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern derzeit als wenig einladend wahrgenommen. Gewünscht wird ein erkennbarer Ortskern mit hoher Aufenthalts- und Verweilqualität. Auch konkrete Defizite, wie die starke Versiegelung im Bereich Rugenbarg/Diekweg, wurden im Beteiligungsprozess ausdrücklich benannt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich ein Großteil der für eine Aufwertung relevanten Flächen insbesondere im Umfeld des Rugenbargs und vor angrenzenden Einzelhandelsnutzungen wie dem Bereich vor dem Denns BioMarkt im Eigentum privater Grundstückseigentümer befindet und nur in begrenztem Umfang öffentliche Flächen betroffen sind. Eine nachhaltige Verbesserung der Aufenthaltsqualität kann daher nur in enger Kooperation mit den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie den ansässigen Gewerbetreibenden erfolgen.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung liegen ausführlich vor. Um das Vertrauen in solche Beteiligungsformate zu stärken, ist es geboten, die gewonnenen Erkenntnisse nun in konkrete Maßnahmen zu überführen.

Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt Altona gemäß § 19 BezVG gebeten,

  1. ein Gestaltungskonzept für den Bereich Rugenbarg zu entwickeln, das die Aufenthaltsqualität durch zusätzliche und inklusive Sitzgelegenheiten, attraktive Grünflächen sowie eine verbesserte Beleuchtung erhöht und zugleich eine bessere fußläufige Verbindung der beiden Straßenseiten ermöglicht, um einen zusammenhängenden Ortskern zu schaffen, und dabei die Eigentümerinnen und Eigentümer der angrenzenden Grundstücke frühzeitig und verbindlich in den Planungsprozess einzubeziehen;
  1. den stark versiegelten Vorbereich im Umfeld Rugenbarg/Diekweg, insbesondere im Bereich angrenzender Einzelhandelsnutzungen, durch geeignete Entsiegelungsmaßnahmen umzugestalten und durch ergänzende Begrünung, etwa in Form von Nachbarschaftsbeeten, bepflanzten Inseln sowie zusätzlichen Bäumen, aufzuwerten;
  1. die Julius-Brecht-Straße als Freiraum mit höherer Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln, insbesondere durch zusätzliche Begrünung und Sitzmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende, und dabei durch geeignete Maßnahmen eine klare Abgrenzung zur Fahrbahn zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder, sicherzustellen;
  1. den bestehenden Baumbestand bei allen künftigen Maßnahmen prioritär zu erhalten und durch gezielte Nachpflanzungen, beispielsweise entlang des Blomkamps, zu ergänzen sowie zu prüfen, wie die Zugänglichkeit zum Botanischen Garten, insbesondere durch einen zusätzlichen Zugang im Bereich Max-Emden-Weg, verbessert werden kann;
  1. zur Finanzierung der genannten Maßnahmen zu prüfen, inwieweit geeignete Förderprogramme, insbesondere des Bundes sowie des Hamburger Klimafonds, in Anspruch genommen werden können, und darüber hinaus zu prüfen, inwieweit sich ansässige Einzelhandelsunternehmen und größere Standortakteure an der Aufwertung der öffentlichen Räume beteiligen können, und darüber hinaus aktiv auf ansässige Einzelhandelsunternehmen, Grundeigentümerinnen und -eigentümer sowie größere Standortakteure zuzugehen, um deren Beteiligung an der Aufwertung der öffentlichen und öffentlich zugängliche privaten (halböffentlichen) Räume anzuregen;
  1. der Bezirksversammlung bis zum vierten Quartal 2026 über den Stand der Planungen und der Umsetzung zu berichten.
Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Anhänge

ohne

Lokalisation Beta
Osdorf Julius-Brecht-Straße Max Emden Weg

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