22-1542

AFD Handelt! Referentenanforderung zur Gewässerverunreinigung im Harburger Binnenhafen: Ursachen lückenlos aufklären und Prävention stärken.

Antrag

Sachverhalt

Am 26. Januar 2026 kam es im Harburger Binnenhafen zu einer signifikanten Gewässerverunreinigung. Infolgedessen mussten die Zufahrt zum Holzhafen sowie die Hafenschleuse temporär gesperrt werden, um eine Ausbreitung der Schadstoffe in die Süderelbe zu verhindern. Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Verschmutzung einzudämmen.

Der Harburger Binnenhafen ist längst nicht mehr nur ein reines Industriegebiet, sondern ein vitales Mischgebiet aus Wohnen, Gewerbe, Gastronomie und Freizeitnutzung. Vorfälle dieser Art gefährden nicht nur das sensible Ökosystem des Hafenbeckens, sondern schaden auch der Attraktivität des Standorts und beeinträchtigen unter anderem den Wassersport. Im Zuge des oben genannten Vorfalls kam es zu einer Verunsicherung der Anwohner am Veritaskai, am Kanalplatz und auf der Schlossinsel.

Es ist für die Bezirksversammlung und die Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung zu erfahren, um welche Art der Verschmutzung es sich handelte, wer der Verursacher war und ob strukturelle Sicherheitslücken im Hafenbetrieb bestehen, die solche Vorfälle begünstigen. Nicht zuletzt gilt es, vorzubeugen, sodass derartige Vorfälle sich nicht wiederholen.

Petitum/Beschluss

Dies vorausgeschickt, möge die Bezirksversammlung beschließen:

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, auskunftsfähige Referenten der zuständigen Fachbehörden (Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft - BUKEA), der Hamburg Port Authority (HPA) und der Wasserschutzpolizei in den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz (alternativ: Regionalausschuss Harburg) einzuladen. Die Referenten sollen im Speziellen auskunftsfähig im Hinblick auf nachfolgende Fragestellungen sein:

1. Analyse des Vorfalls:

o Um welche Substanz handelte es sich bei der Verunreinigung am 26.01.2026 und in welcher Menge ist diese ausgetreten?

o Konnte ein Verursacher zweifelsfrei ermittelt werden? Wenn ja, handelt es sich um eine illegale Einleitung oder einen Betriebsunfall?

o Welche konkreten Gefahren bestanden für Flora, Fauna und die Gesundheit der Anwohner?

2. Maßnahmen und Kosten:

o Welche Reinigungs- und Eindämmungsmaßnahmen wurden ergriffen und sind diese mittlerweile abgeschlossen?

o Wie hoch beziffern sich die Kosten für den Einsatz und die Beseitigung der Schäden, und werden diese dem Verursacher in Rechnung gestellt?

3. Prävention:

o Wie bewerten die Behörden und die HPA das generelle Risiko für Gewässerverunreinigungen im Binnenhafen angesichts der dichten Nutzung?

o Welche präventiven Überwachungsmechanismen existieren, um illegale Einleitungen frühzeitig zu erkennen?

o Gibt es Pläne, die Sicherheitsvorkehrungen an den Einleitstellen oder bei den im Hafen operierenden Betrieben zu verschärfen?

Lokalisation Beta
Am Altonaer Holzhafen Veritaskai Kanalpl.

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.