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Wiederkehrende Verkehrsgefährdung durch Falschparken im verkehrsberuhigten Bereich Sootweg / Am Stühm Süd / Giffeyweg Eingabe

Eingabe

Letzte Beratung: 03.09.2026 Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne Ö 5.3

Sachverhalt

Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung vor:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich mit dieser Eingabe an die Bezirksversammlung Wandsbek, da im Bereich Sootweg, insbesondere im Abschnitt Sootweg 2–6 sowie im Einmündungsbereich Am Stühm Süd, seit Monaten wiederkehrende und inzwischen nahezu tägliche Parkverstöße im verkehrsberuhigten Bereich auftreten. Ich wohne hier erst seit August 2025 und habe seit April dieses Jahres wegen anhaltender Probleme angefangen die Problematik zu dokumentieren. Aus meiner Sicht handelt es sich mittlerweile nicht mehr um einzelne ordnungswidrige Parkvorgänge, sondern um ein dauerhaftes strukturelles Problem im Quartier, das die Verkehrssicherheit, die Übersichtlichkeit und die Nutzbarkeit des Straßenraums erheblich beeinträchtigt. Der betroffene Bereich ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Gerade dort ist eine besondere Rücksichtnahme auf Fußgänger, spielende Kinder, Schulkinder und andere Verkehrsteilnehmer erforderlich.

Tatsächlich werden jedoch regelmäßig Fahrzeuge außerhalb der gekennzeichneten Parkflächen abgestellt. Dies betrifft insbesondere den Bereich Sootweg 2–10, die Einmündung Sootweg / Am Stühm Süd sowie weitere Abschnitte des Sootwegs und des angrenzenden Giffeywegs. Seit April 2026 dokumentiere ich die Parkverstöße fortlaufend über das Hamburger Online-Portal für Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr. Allein in dem von mir regelmäßig erfassten Bereich wurden folgende Verstöße dokumentiert und gemeldet:

• April 2026: 15 Parkverstöße

• Mai 2026: 17 Parkverstöße

• Juni 2026: 33 Parkverstöße

Damit wurden in drei Monaten allein in diesem begrenzten Abschnitt insgesamt 65 Parkverstöße dokumentiert. Hierbei handelt es sich ausdrücklich nur um die von mir erfassten Verstöße im unmittelbaren Bereich Sootweg 2–6 / Einmündung Am Stühm Süd. Die tatsächliche Anzahl im gesamten Sootweg sowie im Giffeyweg liegt nach meiner Beobachtung deutlich höher. Die Fahrzeuge werden häufig so abgestellt, dass sie zwar auf den ersten Blick „am Rand“ stehen, tatsächlich aber außerhalb gekennzeichneter Parkflächen stehen und die Fahrbahn erheblich verengen. In der Praxis führt dies regelmäßig dazu, dass Begegnungsverkehr erschwert wird, Ausweichmöglichkeiten fehlen und größere Fahrzeuge den Bereich nur mit erheblichem Rangieren oder zeitweise gar nicht passieren können.Besonders problematisch ist die Situation im Einmündungsbereich Sootweg / Am Stühm Süd. Dort kommt es durch parkende Fahrzeuge regelmäßig zu deutlich eingeschränkten Sichtbeziehungen. Wer aus dem Sootweg heraus- oder hineinfährt, kann Fußgänger und insbesondere Kinder im Bereich des Gehwegs beziehungsweise im verkehrsberuhigten Bereich teilweise erst spät erkennen. Umgekehrt sind auch Fahrzeuge für Fußgänger und Kinder schlechter sichtbar. Gerade in den Morgenstunden zwischen etwa 07:00 und 08:00 Uhr bewegen sich regelmäßig Schulkinder aus dem Bereich Am Stühm Süd / Sootweg in Richtung Fahrenkrön. In dieser Zeit ist die eingeschränkte Übersichtlichkeit besonders kritisch.

Hinzu kommt, dass der Bereich auch für Lieferverkehr, Handwerkerfahrzeuge, Entsorgungsfahrzeuge, Speditionen und potenziell auch Rettungsfahrzeuge relevant ist. In den vergangenen Wochen kam es wiederholt dazu, dass größere Fahrzeuge den Bereich nicht oder nur erschwert befahren konnten. Teilweise mussten angekündigte Anlieferungen oder Abholungen verschoben werden, weil der Einmündungsbereich oder der weitere Straßenverlauf durch falsch abgestellte Fahrzeuge faktisch zu stark eingeengt war. Auch aus Grundstücksausfahrten ist das sichere Ein- und Ausfahren teilweise erheblich erschwert, weil durch parkende Fahrzeuge die Sicht auf von rechts oder links kommende Verkehrsteilnehmer eingeschränkt wird. Die Polizei wurde bereits mehrfach telefonisch über akute Situationen informiert. Nach meiner Wahrnehmung wurden auch mehrfach Kontrollen durchgeführt und Fahrzeuge beanstandet. Dies begrüße ich ausdrücklich. Dennoch hat sich die Situation bislang nicht nachhaltig verbessert.

Einzelne Fahrzeuge stehen wiederholt an denselben Stellen, teilweise trotz bereits erfolgter Verwarnungen oder Beanstandungen. Dadurch entsteht offenbar bei weiteren Verkehrsteilnehmern der Eindruck, dass diese Flächen faktisch als Parkflächen genutzt werden können. Mir geht es mit dieser Eingabe ausdrücklich nicht um eine Beschwerde gegen die Polizei. Die Polizei hat mehrfach reagiert und im Rahmen der verfügbaren Ressourcen Kontrollen durchgeführt.

Das Kernproblem scheint jedoch zu sein, dass die reine Ahndung einzelner Verstöße bisher nicht ausreicht, um die Situation dauerhaft zu verbessern.

Aus meiner Sicht braucht es daher eine Prüfung, ob der Straßenraum an den betroffenen Stellen klarer gestaltet oder die bestehende Regelung deutlicher kenntlich gemacht werden kann.

Ich bitte daher um Prüfung, ob im Bereich Sootweg / Am Stühm Süd / Giffeyweg geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Vermeidung wiederkehrender Parkverstöße möglich sind. Denkbar wären aus meiner Sicht beispielsweise:

• eine Prüfung zusätzlicher oder deutlicherer Markierungen der zulässigen Parkflächen,

• eine Prüfung, ob nicht zum Parken vorgesehene Bereiche klarer kenntlich gemacht werden können,

• eine verkehrsbehördliche Bewertung des Einmündungsbereichs Sootweg / Am Stühm Süd,

• eine Prüfung baulicher Maßnahmen zur Freihaltung besonders kritischer Sicht- und Einmündungsbereiche,

• eine Prüfung, ob punktuelle Kontrollen zu besonders relevanten Zeiten, insbesondere morgens während der Schulanmarschzeit, sinnvoll sind,

• eine Bewertung, ob die aktuelle Gestaltung des verkehrsberuhigten Bereichs ausreichend verständlich ist oder ob sie faktisch zu Fehlverhalten einlädt.

Wichtig ist mir dabei insbesondere der Schutz von Fußgängern und Kindern im verkehrsberuhigten Bereich. In einem solchen Bereich muss die Sicht möglichst frei bleiben. Wenn Fahrzeuge regelmäßig außerhalb gekennzeichneter Flächen stehen und dadurch die Fahrbahn, Grundstücksausfahrten, Einmündungen und Sichtachsen beeinträchtigen, entsteht aus meiner Sicht ein vermeidbares Risiko. Zusammenfassend stellt sich die Situation aus meiner Sicht wie folgt dar: Seit Monaten kommt es im Bereich Sootweg / Am Stühm Süd / Giffeyweg täglich beziehungsweise regelmäßig zu Parkverstößen außerhalb gekennzeichneter Parkflächen. Die Verstöße wurden in erheblicher Anzahl dokumentiert und über das zuständige Online-Portal gemeldet. Trotz einzelner Kontrollen und Beanstandungen besteht die Problematik fort. Die Verkehrssicherheit wird insbesondere durch eingeschränkte Sichtbeziehungen, reduzierte Fahrbahnbreite, erschwerte Ausweichmöglichkeiten und Behinderungen des Liefer-, Entsorgungs- und Anliegerverkehrs beeinträchtigt. Ich bitte die Bezirksversammlung daher, die Situation als wiederkehrendes strukturelles Verkehrsproblem im Quartier zur Kenntnis zu nehmen und eine Prüfung geeigneter Maßnahmen durch die zuständigen Stellen anzuregen. Gerne stelle ich bei Bedarf weitere Dokumentationen, Beispielfotos, Vorgangsnummern der Online-Meldungen oder eine tabellarische Übersicht der dokumentierten Verstöße zur Verfügung.

Im Anhang befinden sie ein paar Beispielbilder von den täglichen Verstößen.

Ergänzung des Petenten vom 13.07.2026:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung vom 01.07.2026 und die Information, dass meine Eingabe zur Verkehrssituation im Sootweg auf der Tagesordnung des Hauptausschusses am 31.08.2026 steht.

Ich möchte meine Eingabe vom 30.06.2026 kurz ergänzen, da sich die Situation seitdem weiter fortgesetzt hat.

Zum Zeitpunkt meiner Eingabe waren im Zeitraum April bis Juni 2026 insgesamt 65 Parkverstöße im unmittelbaren Bereich Sootweg 2–6 / Einmündung Am Stühm Süd dokumentiert und über das Online-Portal gemeldet worden.
Mit Stand heute, 13.07.2026, liegt die Zahl der von mir dokumentierten und gemeldeten Verstöße inzwischen bei insgesamt 83.
Es sind somit seit meiner Eingabe weitere 18 dokumentierte Verstöße hinzugekommen. Die Problematik besteht damit unverändert fort.

Aus meiner Sicht bestätigt dies, dass es sich nicht um einzelne gelegentliche Verstöße handelt, sondern um ein dauerhaftes strukturelles Problem im Bereich Sootweg / Am Stühm Süd / Giffeyweg.

Ich möchte daher ergänzend darum bitten, bei der weiteren Beratung insbesondere folgende Punkte konkret zu prüfen:

  • deutlichere Kennzeichnung der zulässigen Parkflächen im verkehrsberuhigten Bereich,
  • deutlichere Hervorhebung der Bereiche, in denen nicht geparkt werden darf,
  • Prüfung zusätzlicher Markierungen oder baulicher Maßnahmen zur Freihaltung der Einmündungsbereiche und Schleppkurven,
  • Prüfung zusätzlicher Hinweise wie „Parken nur in gekennzeichneten Flächen“, sofern verkehrsrechtlich möglich,
  • besondere Prüfung des Einmündungsbereichs Sootweg / Am Stühm Süd,
  • Prüfung der Bereiche vor den Hausnummern Sootweg 1–10,
  • Prüfung der Einmündung Giffeyweg / Pezolddamm,
  • Prüfung der Einmündung Giffeyweg / Sootweg.
  • Prüfung möglicher Verlagerungseffekte, damit sich das Falschparken nicht lediglich aus dem Einmündungsbereich in die angrenzenden Bereiche verschiebt.

Wichtig ist mir dabei, dass mögliche Maßnahmen nicht nur punktuell den Einmündungsbereich Sootweg / Am Stühm Süd betreffen, sondern der gesamte unmittelbar angrenzende Bereich mitbetrachtet wird.
Andernfalls besteht aus meiner Sicht die Gefahr, dass sich das Falschparken lediglich in die angrenzenden Bereiche verlagert.
Auch dort kommt es bereits jetzt regelmäßig zu eingeschränkten Sichtverhältnissen, erschwertem Ein- und Ausfahren aus Grundstücken sowie Problemen für größere Fahrzeuge durch die Falschparker.

Aus meiner Sicht wären deutlichere Markierungen beziehungsweise eine klarere Gestaltung des Straßenraums erforderlich, damit für Verkehrsteilnehmer besser erkennbar ist, wo im verkehrsberuhigten Bereich tatsächlich geparkt werden darf und welche Flächen freizuhalten sind.

Ich bitte darum, diese Ergänzung meiner bereits vorliegenden Eingabe zuzuordnen und bei der weiteren Beratung im Hauptausschuss beziehungsweise im zuständigen Fach- oder Regionalausschuss zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
31.08.2026
Ö 5.13
Lokalisation Beta
Sootweg Giffeyweg Am Stühm-Süd Fahrenkrön Pezolddamm

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Themen Beta

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