Wandsbeker Zollinsel: 16 Millionen Euro Planungskosten - wie ist der aktuelle Sachstand? Auskunftsersuchen vom 26.05.2026
Letzte Beratung: 11.06.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 16.6
Mit der Entscheidung zugunsten einer Anmietung im ehemaligen Karstadt-Gebäude im November 2024 war das Senatsprojekt eines Verwaltungsneubaus auf der Wandsbeker Zollinsel beendet. Bei dem Vorhaben handelte es sich um ein seit 2019 betriebenes Projekt, für das bereits erhebliche Planungskosten angefallen sind. Laut Senatsantwort (Drs. 23/47) beliefen sich die prognostizierten Gesamtkosten des Projekts bereits zum 19. März 2025 auf rund 16,1 Millionen Euro brutto; bis zum 31. März 2025 waren bereits rund 10,8 Millionen Euro brutto ausgezahlt worden.
Gleichzeitig wurde das Projekt aufgegeben, ohne dass bislang ein konkretes Nachnutzungskonzept für die Brachfläche vorliegt. Der Senat teilte hierzu mit, dass sich der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) in Gesprächen mit potenziellen Interessenten befinde, äußerte sich jedoch nicht zu konkreten Ergebnissen.
Im Hauptausschuss am 8. September 2025 führte Finanzsenator Andreas Dressel aus, dass bereits ein „vertiefter Austausch mit einem Interessenten“ bestehe und nannte in öffentlicher Sitzung auch den Namen eines Unternehmens. Zudem werde geprüft, ob öffentliche Unternehmen Flächen nutzen könnten. Konkrete Ergebnisse oder belastbare Entscheidungen liegen jedoch bis heute nicht öffentlich vor.
Hinzu kommt, dass sich auf einem Teil der Fläche ein Parkhaus befindet, dessen Stellplätze unter anderem von Besuchern der Wandsbeker Sporthalle sowie von Gästen der umliegenden gastronomischen Betriebe stark nachgefragt werden. Vor dem Hintergrund der bereits heute angespannten Parkplatzsituation wäre ein Wegfall dieser Stellplätze nicht hinnehmbar. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass die vorhandenen Parkplätze erhalten bleiben oder durch mindestens gleichwertigen Ersatz und zusätzliche Stellplätze ersetzt werden. Auch hierzu liegen bislang keine belastbaren Aussagen des Senats vor.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
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