Mit der Entscheidung zugunsten einer Anmietung im ehemaligen Karstadt-Gebäude im November 2024 war das Senatsprojekt eines Verwaltungsneubaus auf der Wandsbeker Zollinsel beendet. Bei dem Vorhaben handelte es sich um ein seit 2019 betriebenes Projekt, für das bereits erhebliche Planungskosten angefallen sind. Laut Senatsantwort (Drs. 23/47) beliefen sich die prognostizierten Gesamtkosten des Projekts bereits zum 19. März 2025 auf rund 16,1 Millionen Euro brutto; bis zum 31. März 2025 waren bereits rund 10,8 Millionen Euro brutto ausgezahlt worden.
Gleichzeitig wurde das Projekt aufgegeben, ohne dass bislang ein konkretes Nachnutzungskonzept für die Brachfläche vorliegt. Der Senat teilte hierzu mit, dass sich der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) in Gesprächen mit potenziellen Interessenten befinde, äußerte sich jedoch nicht zu konkreten Ergebnissen.
Im Hauptausschuss am 8. September 2025 führte Finanzsenator Andreas Dressel aus, dass bereits ein „vertiefter Austausch mit einem Interessenten“ bestehe und nannte in öffentlicher Sitzung auch den Namen eines Unternehmens. Zudem werde geprüft, ob öffentliche Unternehmen Flächen nutzen könnten. Konkrete Ergebnisse oder belastbare Entscheidungen liegen jedoch bis heute nicht öffentlich vor.
Hinzu kommt, dass sich auf einem Teil der Fläche ein Parkhaus befindet, dessen Stellplätze unter anderem von Besuchern der Wandsbeker Sporthalle sowie von Gästen der umliegenden gastronomischen Betriebe stark nachgefragt werden. Vor dem Hintergrund der bereits heute angespannten Parkplatzsituation wäre ein Wegfall dieser Stellplätze nicht hinnehmbar. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass die vorhandenen Parkplätze erhalten bleiben oder durch mindestens gleichwertigen Ersatz und zusätzliche Stellplätze ersetzt werden. Auch hierzu liegen bislang keine belastbaren Aussagen des Senats vor.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
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Wie ist der aktuelle Sachstand zur künftigen Nutzung beziehungsweise Nachnutzung des Grundstücks Wandsbeker Zollinsel oder von Teilflächen des Grundstücks Wandsbeker Zollinsel?
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Gibt es inzwischen konkrete Interessenten für das Grundstück oder für Teilflächen des Grundstückes?
a) Wenn ja, wie viele?
b) Um wen handelt es sich?
c) Um welche konkrete Fläche auf der Wandsbeker Zollinsel handelt es sich?
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Hat der im Hauptausschuss am 8. September 2025 genannte „vertiefte Austausch mit einem Interessenten“ inzwischen zu einer konkreten Vereinbarung (z. B. Letter of Intent, Anhandgabe) geführt? Wenn ja, wann und mit welchem Inhalt?
Wenn nein, warum nicht?
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Ist der damals genannte Interessent weiterhin an einer Nutzung interessiert?
Wenn nein, wann ist dieser abgesprungen und aus welchen Gründen?
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Welche Nutzungen werden aktuell für die Wandsbeker Zollinsel konkret geprüft oder angestrebt?
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Wird weiterhin geprüft, ob öffentliche Unternehmen Flächen nutzen können?
Wenn ja, welche und mit welchem Flächenbedarf?
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Ist vorgesehen, das Grundstück zu verkaufen, im Erbbaurecht zu vergeben oder zu vermieten?
Falls mehrere Optionen geprüft werden: welche wird aktuell priorisiert?
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Wie ist der aktuelle Stand des Bebauungsplanverfahrens Wandsbek 84 und welche Anpassungen sind für eine Nachnutzung erforderlich?
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Wie wird im Rahmen einer zukünftigen Nutzung sichergestellt, dass ausreichend Parkplätze, insbesondere für Besucher der Wandsbeker Sporthalle und anliegende Restaurants, erhalten bleiben oder neu geschaffen werden?
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Soll das bestehende Parkhaus auf der Fläche erhalten bleiben? Wenn nein, wann sollen wie viele Parkplätze für welche Nutzungen gebaut werden?
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Bis wann rechnet der Senat mit einer verbindlichen Entscheidung über die künftige Nutzung der Wandsbeker Zollinsel oder Teilflächen davon?
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Welche weiteren Verfahrensschritte sind für den Bebauungsplan Wandsbek 84 geplant und bis wann sollen diese erfolgen?
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Welche der im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Projekt noch offenen Leistungen (insbesondere Honorare, Gutachten, Beratungsleistungen) sind inzwischen abgerechnet worden und welche stehen weiterhin aus? Bitte jeweils mit Kostenhöhe angeben.
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Sind im Zusammenhang mit dem Projekt weitere Nachforderungen, Schlussrechnungen oder rechtliche Auseinandersetzungen mit Auftragnehmern zu erwarten oder bereits anhängig?
Wenn ja, in welcher Höhe und mit welchem aktuellen Sachstand?
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Welche Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Wirtschaftlichkeitsprüfung wurden im Projektverlauf konkret durchgeführt und zu welchen Zeitpunkten wurden Kostensteigerungen oder Risiken erstmals erkannt?
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Welche Behörden, Landesbetriebe und öffentlichen Unternehmen waren jeweils für Planung, Steuerung und Kostenkontrolle des Projekts verantwortlich?