Verbesserung der Parksituation in der Jenfelder Au Antrag der CDU-Fraktion
Letzte Beratung: 22.01.2026 Ausschuss für Mobilität Ö 4.1
Die innere Erschließung des Quartiers Jenfelder Au ist größtenteils abgeschlossen, und ein Großteil der Wohnbebauung ist seit mehreren Jahren bezogen. Die zugrunde liegende Verkehrsplanung stammt aus dem Jahr 2012. Inzwischen liegen praktische Erfahrungen mit der Nutzung des Quartiers vor, die Anlass geben, einzelne Aspekte der Verkehrs- und Parkraumsituation erneut zu betrachten und gegebenenfalls anzupassen.
Eine Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern hat sich an das Bezirksamt gewandt und auf die angespannte Parkplatzsituation hingewiesen. In ihrem Schreiben schildern sie unter anderem die teilweise lange Suche nach einem Stellplatz sowie die damit verbundenen Belastungen im Alltag. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Besucherinnen und Besucher häufig keine Parkmöglichkeiten im Quartier finden.
In seiner Antwort beschreibt das Bezirksamt die Jenfelder Au als ein „autoarmes“ Wohnquartier mit einem hohen Anteil an Grün- und Wasserflächen. Der begrenzte öffentliche Raum habe notwendigerweise Auswirkungen auf den ruhenden Verkehr. Ergänzend verweist das Bezirksamt auf vorhandene Angebote des öffentlichen Nahverkehrs sowie auf alternative Mobilitätsformen wie Fahrradverkehr, Carsharing, Taxis und Fahrgemeinschaften.
Aus Sicht der Antragstellenden entspricht diese Einschätzung nicht in allen Punkten den aktuellen Rahmenbedingungen vor Ort. In den Planungsunterlagen zur Jenfelder Au, insbesondere im Bebauungsplan Jenfeld 23 sowie in den Erläuterungen zur Erschließung, wird das Quartier nicht ausdrücklich als „autoarm“ ausgewiesen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Jenfeld derzeit über keine direkte Anbindung an das S- oder U-Bahnnetz verfügt. Der Bahnhof Tonndorf wird überwiegend von Regionalzügen bedient, die häufig nur im 30-Minuten-Takt verkehren. Trotz dieses Angebots kommt es regelmäßig zu Einschränkungen im Betriebsablauf. Der Bahnhof liegt zudem in einer Entfernung von etwa 1,5 Kilometern vom Quartier, was für viele Bewohnerinnen und Bewohner einen längeren Fußweg bedeutet. Gleichzeitig wurde die Anzahl der öffentlichen Stellplätze mit rund 185 für etwa 1.300 Wohneinheiten vergleichsweise niedrig angesetzt.
Vor der endgültigen Erschließung hatten sich in den Baustraßen informelle Parkmöglichkeiten etabliert, sodass viele Bewohnerinnen und Bewohner ihre Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe zu ihren Wohnungen abstellen konnten. Nach dem Ausbau der Straßen wurde die Zahl der ausgewiesenen Parkstände deutlich reduziert. Im Hilde-Wulff-Weg beispielsweise sank die Anzahl der Parkmöglichkeiten von zuvor etwa 40 auf nunmehr 9 Stellplätze. Dadurch kam es zu einer erhöhten Nachfrage nach Parkraum, was zeitweise zu Behinderungen, unter anderem für die Müllabfuhr, geführt hat.
Eine Rückkehr zu den früheren provisorischen Parkverhältnissen ist weder möglich noch wünschenswert. Gleichwohl erscheint es sinnvoll zu prüfen, ob an geeigneten Stellen zusätzliche Stellflächen geschaffen werden können, insbesondere auf bereits versiegelten Flächen. Ziel sollte es sein, die Parksituation im Quartier zu entspannen und gleichzeitig die städtebaulichen und ökologischen Zielsetzungen der Jenfelder Au zu berücksichtigen.
Beschluss:
Dies vorausgeschickt möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.