Umbau der Walddörferstraße - warum soll die Straße ihre grundlegende Funktion als Sammelstraße verlieren? Kleine Anfrage vom 07.08.2025
Seit fast einem Jahrzehnt wird darum gerungen, wie die Walddörferstraße umgebaut wird. Zuerst wollte die rot-grüne Koalition die Walddörferstraße als Fahrradstraße einrichten. Dies scheiterte an dem vehementen Widerstand der ansässigen Gewerbeleute und an der geltenden Rechtslage, nach der die Walddörferstraße als eine Sammelstraße für die umliegenden Wohnstraßen einzuordnen ist, die zudem von zwei Buslinien befahren wird.
Mit der Beteiligung der Öffentlichkeit am 30.08.2022 machte die Bezirksverwaltung einen erneuten Vorschlag für einen fahrradgerechten Umbau der Walddörferstraße. Die Straße wurde dafür von der Verwaltung in drei zu beplanende Abschnitte eingeteilt:
Abschnitt 1: Wendemuthstraße bis Holzmühlenstraße
Abschnitt 2: Holzmühlenstraße bis Am Stadtrand/Ölmühlenweg
Abschnitt 3: Am Stadtrand/Ölmühlenweg bis Berner Heerweg
Für den Abschnitt 3 liegt seit 2023 eine Vorzugsvariante vor, bei der eine Tempo-30-Strecke eingerichtet wird, die den Radverkehr im Mischverkehr auf die Fahrbahn führt. Für diese Variante hat sich zwar ein Kompromiss mit den ansässigen Gewerbetreibenden angedeutet, der jedoch aufgrund der bisher zu engen Maße zum Rangieren der Lkw, um auf die jeweiligen Auffahrten der Gewerbegrundstücke zu gelangen, gefährdet ist. Ob die Variante im Abschnitt 3 noch einmal zugunsten der anliegenden Gewerbeanlieger modifiziert werden soll, ist bis heute nicht bekannt.
Für den Abschnitt 2 wurden am 26. Juni 2025 im Ausschuss für Mobilität eine Planung vorgestellt. Danach soll es einen Verkehrsversuch geben, wonach die Walddörferstraße in diesem Abschnitt zuerst auf 30 km/h abgesenkt und dann zusätzlich eine Durchfahrtsbeschränkung ab Höhe Kedenburgstraße Richtung stadteinwärts für Autos eingerichtet werden soll. Die Pläne dieser Variante wurden nicht an die Mitglieder der Bezirksversammlung Wandsbek verschickt. Nachfragen von Anliegern können daher nur unzureichend von der bezirklichen Politik beantwortet werden.
Für den Abschnitt 1 liegt immer noch keine Planungsvariante vor.
Für den Abschnitt der Walddörferstraße zwischen Wendemuthstraße Richtung stadteinwärts über den Ring 2 bis zur Nebendahlstraße sind keine Planungen angekündigt, obwohl eine bezirkliche Fahrradroute dort von der Verwaltung vorgesehen ist.
Die jetzigen bekannten Planungen zur Walddörferstraße lassen befürchten, dass diese ihre grundlegende Funktion als Sammelstraße für den Individualverkehr für die umliegenden Wohnstraßen und als Bypass für den Friedrich-Ebert-Damm und die Ahrensburger Straße verlieren wird.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 19.08.2025
Bezirksamt Wandsbek:
Für die Planungen des Umbaus der Walddörferstraße ist das Bezirksamt Wandsbek verantwortlich.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Maßnahme wird aus dem Bündnis für den Fuß- und Radverkehr finanziert. Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende ist der Kostenträger. Darüber hinaus wird die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende im Rahmen des Verschickungsverfahrens als Träger öffentlicher Belange beteiligt und als moderierende Dienststelle zur Entscheidungsfindung Tempo 30-Zone beteiligt. Das Bezirksamt Wandsbek hat die Planungshoheit, da es sich bei der Walddörferstraße um eine Bezirksstraße handelt.
Bezirksamt Wandsbek:
Ja. Siehe Antwort zu Frage 2.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Maßnahme stammt aus dem Bündnis für den Rad- und Fußverkehr.
Wenn ja, was folgt daraus für die Umbauplanungen?
Bezirksamt Wandsbek:
Ja, die Walddörferstraße bündelt die Erschließungswege der einzelnen Wohngebiete, weist zudem selbst auch Aspekte einer Wohnstraße auf und verbindet diese Gebiete mit dem Hauptverkehrsstraßennetz. Die Aufgabe einer Sammelstraße ist es, die Verkehre aus den angeschlossenen Wohngebieten unmittelbar an die Hauptverkehrsstraßen, in diesem Fall Friedrich-Ebert-Damm, Ölmühlenweg, Ahrensburger Straße, Wandsbeker Zollstraße und Wandsbeker Allee als überlokale Verbindungsverkehrsadern abzuleiten. Dieses Prinzip wird durch die Überplanung nicht verändert.
Wenn nein, warum nicht?
Bezirksamt Wandsbek:
Entfällt.
Bezirksamt Wandsbek:
Da jeder der drei Abschnitte unterschiedliche örtliche Gegebenheiten aufweist und aus straßenverkehrsrechtlicher Sicht voneinander abweicht, wurde diese Aufteilung festgelegt.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 5
Bezirksamt Wandsbek:
Für den 3. Abschnitt liegt mittlerweile eine Entwurfsplanung mit dem Stand der Schlussverschickung vor.
Wenn ja, inwiefern?
Wenn nein, warum nicht?
Bezirksamt Wandsbek:
Nein, derzeit konzentriert sich das zuständige Fachamt vorrangig auf die Erarbeitung der Antragsunterlagen für den Verkehrsversuch Strecke 30 für den 2. Abschnitt zwischen Am Stadtrand/ Ölmühlenweg und Holzmühlenstraße.
Da für den Verkehrsversuch noch verschiedene Abstimmungen stattfinden müssen, steht ein Termin für die Fortführung der Abstimmung mit den Gewerbetreibenden und dem Abschluss der Entwurfsplanung (Stand Schlussverschickung) im 3. Abschnitt noch nicht fest.
Wenn ja, inwiefern?
Wenn nein, warum nicht?
Bezirksamt Wandsbek zu den Fragen 10. – 12:
Die Frage kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Die Planungen konzentrieren sich derzeit auf den Abschnitt 2.
Bezirksamt Wandsbek:
Zum jetzigen Zeitpunkt kann diese Frage nicht beantwortet werden.
Bezirksamt Wandsbek:
Für den Verkehrsversuch Strecke 30 finden noch verschiedene Abstimmungen statt, daher steht ein Termin für die Vorstellung vor den politischen Gremien noch nicht fest.
Bezirksamt Wandsbek:
Für den Verkehrsversuch Strecke 30 finden noch verschiedene Abstimmungen statt, daher steht ein Termin für die Vorstellung vor der Öffentlichkeit noch nicht fest.
Bezirksamt Wandsbek:
Ja, siehe Antwort zu Frage 5.
Bezirksamt Wandsbek:
Die grundsätzliche Erreichbarkeit der Gewerbe- und Einzelhandelsansiedlungen im Abschnitt 1 wird durch die Hauptverkehrsstraßen Friedrich-Ebert-Damm und Ring 2 sowie die Lesserstraße und die Holzmühlenstraße sichergestellt.
Bezirksamt Wandsbek:
Der Hamburger Hochbahn AG wurde die Idee des Verkehrsversuchs Strecke 30 in einem Auftaktgespräch vorgestellt. Die Hamburger Hochbahn AG wird an allen weiteren Abstimmungen beteiligt und den Verkehrsversuch aktiv begleiten.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 9.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 9.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 9.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 9.
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