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Tegelsbarg und Ruscheweyhstraße: Radwege jetzt pragmatisch sanieren - Synergien mit der Fahrbahnerneuerung 2026 nutzen Antrag der CDU-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 11.02.2026 Regionalausschuss Alstertal Ö 5.5

Sachverhalt

Der Zustand der Radwege entlang des Straßenzugs Tegelsbarg und Ruscheweyhstraße ist seitJahren als unhaltbar zu bezeichnen. Die asphaltierten Radwege sind durch Wurzelaufbruch,Schlaglöcher und Materialermüdung geprägt. Dies stellt insbesondere für die schwächerenVerkehrsteilnehmer und im Kontext der Schulwegsicherheit eine erhebliche Gefährdung dar.

Bereits im „Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) Tegelsbarg / Müssenredder“ aus dem Jahr2022 wurde dokumentiert, dass die Nebenflächen erhebliche Defizite aufweisen (vgl. IEK, S. 16).Die Radwege sind mit einer Bestandsbreite von unter einem Meter (oft ca. 60-80 cm) nichtregelkonform nach heutigen Standards (ERA, Hamburger ReStra).

Bisher wurde eine Sanierung der Radwege seitens der Verwaltung stets mit dem Verweis auf einegeplante „Grundinstandsetzung im Zuge des Fernwärmeausbaus“ abgelehnt. Da der Ausbau der Fernwärmeleitungen für die Großsiedlung jedoch offen ist, droht ein weiterer Stillstand auf Kostender Verkehrssicherheit für Radfahrer.

Nun plant die Stadt für das Jahr 2026 die Erneuerung der Fahrbahndecke (Asphaltierung derAutospuren) am Tegelsbarg. Damit ergibt sich eine gute Gelegenheit, auch die asphaltiertenRadwege instand zu setzen. Zudem wäre es den Bürgern vor Ort schwer vermittelbar, warum dieStraße für den motorisierten Verkehr saniert wird, während die unmittelbar angrenzenden,maroden Radwege in ihrem aktuellen Zustand verbleiben.

Die baulichen Rahmenbedingungen am Tegelsbarg sind durch Baumbestand und Erdwälle(Höhenunterschiede zwischen Rad- und Fußweg) räumlich stark begrenzt. Eine Verbreiterung aufdie heute geforderte Regelbreite von mindestens 1,60 m bis 2,00 m ist ohne Eingriffe in die

vorhandenen Anlagen oder eine vollständige Neuplanung des Straßenquerschnitts nicht möglich.Um den Stillstand zu durchbrechen, ist daher ein pragmatischer Ansatz der „unterhaltsnahenInstandsetzung“ geboten, der die Verkehrssicherheit im Bestand wiederherstellt, ohne langwierigeUmbauplanungen abwarten zu müssen.

Der Regionalausschuss Alstertal möge beschließen:

Petitum/Beschluss

Die zuständigen Fachbehörden werden gebeten

  1. im Zuge der für 2026 geplanten Fahrbahnerneuerung am Tegelsbarg auch die Sanierung der dortigen Radwegoberflächen (Asphaltdecke) verbindlich mit einzuplanen und durchzuführen;
  2. zu prüfen, inwieweit eine Instandsetzung der Radwege im Bestand (unter Beibehaltung der Geometrie) rechtlich als Erhaltungsmaßnahme durchgeführt werden kann, um die langwierige Umsetzung von Neubaustandards (ERA/ReStra) zu umgehen, die aufgrund der räumlichen Enge (Bäume, Erdwälle) kurzfristig nicht realisierbar sind;
  3. alternativ die Teileinziehung der Radwegewidmung zu prüfen, um eine Sanierung als Nebenfläche im Bestand zu ermöglichen und die Nutzbarkeit für den Radverkehr durch entsprechende Zusatzbeschilderung sicherzustellen, z.B. Verkehrszeichen 239 und Zusatzzeichen 1022-10;
  4. dem Regionalausschuss Alstertal zeitnah über das Ergebnis der Prüfung und die Möglichkeiten einer synchronisierten Baumaßnahme im Jahr 2026 zu berichten.

Die Bezirksversammlung möge sich diesem Beschluss anschließen.

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Tegelsbarg Ruscheweyhstraße

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