Stopp der geplanten Umgestaltung des Kriegerdenkmals am Alten Teich in Bramfeld und Forderung nach echter Bürgerbeteiligung Eingabe
Letzte Beratung: 27.04.2026 Hauptausschuss Ö 4.7
Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek vor:
Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksversammlung Wandsbek,hiermit reichen wir eine formelle Eingabe zur geplanten Umgestaltung des Kriegerdenkmals am Alten Teich ein. Wir fordern einen sofortigen Baustopp sowie die Einleitung eines transparenten Beteiligungsverfahrens, das den Namen verdient.Begründung:1. Missachtung des Bürgerwillens und mangelnde Transparenz Bei anderen Bau- und Umgestaltungsvorhaben im Bezirk Wandsbek sind Aushänge, Bürgerinformationsveranstaltungen oder gar „Runde Tische“ zum Standard geworden, um die Anwohnerschaft frühzeitig einzubinden. Bei diesem Projekt jedoch erfolgte keine solche Beteiligung. Wir sehen uns vor vollendete Tatsachen gestellt, obwohl das Projekt massiv in unseren direkten Lebensraum eingreift. Diese Vorgehensweise ist undemokratisch und schafft unnötigen Konfliktstoff.2. Ignoranz gegenüber vorangegangenen Protesten Es ist für uns nicht hinnehmbar, dass bereits vor geraumer Zeit eine Petition gegen dieses Vorhaben mit über 1.000 Unterschriften eingereicht wurde, die von der Bezirksversammlung weitgehend ignoriert wurde. Dass ein derart deutlicher Bürgerwille bei der weiteren Planung keine Berücksichtigung fand, erweckt bei den Anwohnern den Eindruck einer ideologisch getriebenen Entscheidung, die über die Köpfe der Betroffenen hinweg getroffen wird.3. Ökologische Bedenken Das Areal am Alten Teich ist ein wertvolles Biotop. Die geplante Versiegelung widerspricht den Zielen der „Schwammstadt“ und der Klimaanpassung. Insbesondere die Zerstörung der Wiese während der Brutzeit von Wasservögeln (u.a. Gänse, Enten, Reiher), die dort ihre Jungtiere aufziehen, ist ökologisch unverantwortlich und widerspricht den Umweltzielen des Bezirks.4. Fehlende Wirtschaftlichkeit Die veranschlagten Baukosten von 440.000 Euro stammen aus dem Jahr 2021. Es ist davon auszugehen, dass diese Summe bei heutigem Baustandard und gestiegenen Materialkosten bei weitem nicht mehr ausreicht. Es ist in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht vermittelbar, diese Summe (und vermutlich deutlich mehr) in eine bauliche Lösung zu investieren, die von der Mehrheit der täglichen Nutzer abgelehnt wird.Unsere Forderung: Wir fordern die Bezirksversammlung auf:Den sofortigen Baustopp zu verhängen, bis eine öffentliche Anhörung stattgefunden hat.Das Vorhaben im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Relation und die ökologischen Folgen (insbes. Artenschutz) neu zu bewerten.In einem „Runden Tisch“ gemeinsam mit den Anwohnern eine bürgernahe Lösung zu finden (z. B. eine historisch informative Einordnung ohne großflächige Betonversiegelung).Wir bitten um eine zeitnahe Prüfung und eine schriftliche Stellungnahme zu dieser Eingabe sowie um Informationen, wann und wie die Anwohner in den weiteren Prozess einbezogen werden.Mit freundlichen Grüßen
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.