Sicherstellung der Hallensportkapazitäten in Bramfeld - Auswirkungen der langfristigen Sperrung der Sporthalle Turnierstieg auf Schul- und Vereinssport Debattenantrag der CDU-Fraktion
Die Dreifeldsporthalle Turnierstieg wird nach derzeitiger Mitteilung für mindestens 1,5 Jahre nicht zur Verfügung stehen. Bereits zuvor sind im Einzugsbereich – insbesondere in der Sporthalle Steilshoop – über einen längeren Zeitraum erhebliche Hallenzeiten aufgrund von Sanierungsmaßnahmen entfallen. Die wiederholten und langanhaltenden Sperrungen führen nun zu gravierenden strukturellen Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport in den Stadtteilen Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne.
Vom Ausfall betroffen ist nicht nur der organisierte Vereinssport, sondern auch der schulische Sportunterricht am Standort Turnierstieg. Sportstunden können derzeit nur eingeschränkt stattfinden, Ausweichmöglichkeiten stehen lediglich in begrenztem Umfang zur Verfügung. Dies führt zu Stundenkürzungen, organisatorischen Mehrbelastungen und Einschränkungen im regulären Bildungsauftrag. Gerade im Ganztagsbereich sowie in Prüfungsjahrgängen entstehen erhebliche Probleme bei der Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Sportunterrichts.
Nach Angaben der Sportvereine vor Ort gehen zunehmend Mitglieder verloren – insbesondere Kinder und Jugendliche. So berichtete der Bramfelder Sportverein in der letzten Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld Steilshoop Farmsen-Berne über den Austritt von 300 Mitgliedern in den letzten Monaten. Fehlende Hallen- und Trainingszeiten stellen aktuell das zentrale Problem dar. Trainingsgruppen mussten verlegt, zusammengelegt oder deutlich reduziert werden.
Zwar konnten einzelne Sportarten wie Hockey und Badminton teilweise in die Sporthalle Gropiusring ausweichen, dies jedoch nur zulasten anderer Gruppen. Insbesondere im Jugendbereich mussten Trainingszeiten erheblich gekürzt werden. Hockey verfügt derzeit über etwa die Hälfte der bisherigen Trainingszeiten, auch Badminton musste deutliche Einschnitte hinnehmen. Darüber hinaus kam es zu Reduzierungen bei Handball und Basketball. Besonders betroffen sind die jüngeren Jahrgänge im Fußball, deren Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt wurden.
Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die sportliche Infrastruktur im Stadtteil, sondern auch ehrenamtliche Strukturen, Integrationsarbeit, Gesundheitsförderung sowie die langfristige Bindung von Kindern und Jugendlichen an den organisierten Sport. Nach den pandemiebedingten Einschränkungen und bereits bestehenden Hallenengpässen verschärft sich die Situation nun weiter spürbar.
Angesichts der Tatsache, dass zwei zentrale Hallenstandorte im erweiterten Einzugsbereich über längere Zeiträume nicht bzw. nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, besteht dringender Handlungsbedarf. Ziel muss es sein, weitere Mitgliederrückgänge zu verhindern, den Schulsport zu sichern und nachhaltige Schäden für den Sportstandort Bramfeld abzuwenden.
Dies vorausgeschickt möge die Bezirksversammlung beschließen:
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