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Sicherheitsgefühl im öffentlichen Nahverkehr stärken. Niedrigschwellige digitale Kontaktmöglichkeiten zum Sicherheitspersonal prüfen Interfraktioneller Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 26.02.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 7.2

Sachverhalt

Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr sind zentrale Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz und Attraktivität des Systems.

Die Hamburger Hochbahn AG sowie der hvv haben in den vergangenen Jahren vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit in Fahrzeugen und Stationen zu erhöhen. Hierzu zählen insbesondere Sicherheitsdienste vor Ort, Notrufeinrichtungen auf Bahnsteigen und in Zügen sowie begleitende Sicherheitskampagnen zur Sensibilisierung der Fahrgäste.

Gleichwohl berichten Fahrgäste weiterhin von Situationen, in denen sie sich unwohl oder verunsichert fühlen, ohne dass es sich unmittelbar um akute Notfälle handelt. Hierzu zählen beispielsweise stark alkoholisierte oder aggressiv auftretende Personen, lautstarke Konfliktsituationen oder andere Störungen des Sicherheitsempfindens.

In solchen Lagen besteht häufig der Wunsch, Sicherheitspersonal zu informieren, ohne auf öffentlich sichtbare Notrufeinrichtungen zurückgreifen zu müssen oder eine unmittelbare Eskalation auszulösen. Die Hemmschwelle zur Nutzung von Notrufknöpfen oder Notrufsäulen ist in nicht akuten Gefahrenlagen entsprechend hoch.

Digitale Anwendungen im öffentlichen Nahverkehr bieten hier ein ergänzendes Potenzial. Niedrigschwellige und diskrete Kontaktmöglichkeiten könnten es Fahrgästen erleichtern, Sicherheitsstörungen zu melden und Unterstützung anzufordern, ohne die Situation zusätzlich zu verschärfen.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll zu prüfen, ob bestehende Apps im hvv System um entsprechende Funktionen ergänzt oder bestehende Kontaktmöglichkeiten stärker integriert werden können.

Die Bezirksversammlung Wandsbek möge beschließen:

Petitum/Beschluss

Die zuständige Fachbehörde wird gebeten,

  1. mit dem hvv sowie der Hamburger Hochbahn AG zu prüfen, inwiefern bestehende Apps im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere die hvv App sowie die hvv switch App, um eine direkte und diskrete Kontaktmöglichkeit zum Sicherheitspersonal ergänzt werden können, ob ergänzend eine Kontaktaufnahme über gängige Messengerdienste ermöglicht werden kann sowie wie eine präsentere Darstellung der Notfallnummern der Hochbahnwache in den Zügen und an den Haltestellen umgesetzt werden kann;
  2. hierbei zu prüfen, ob eine entsprechende Funktion beispielsweise über eine Chat oder Meldemaske innerhalb der Apps umgesetzt oder bestehende telefonische Kontaktmöglichkeiten zur Hochbahnwache integriert beziehungsweise stärker sichtbar gemacht werden können, um Fahrgästen in unangenehmen oder unsicheren Situationen eine niedrigschwellige Kontaktaufnahme zu ermöglichen;
  3. und dem zuständigen Fachausschuss über die Ergebnisse der Prüfung zu berichten.
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