Schutz der Moore in Wandsbek - Werden die Moore in Wandsbek zu Zwecken der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes hinreichend geschützt, renaturiert und langfristig erhalten? Kleine Anfrage v. 21.01.2022
Intakte Moore sind effektive Klimaschützer und wichtig für die Biodiversität. Moore speichern weltweit mit ca. drei Prozent der Landfläche etwa ein Drittel des erdgebundenen Kohlenstoffs und damit doppelt so viel Kohlenstoff wie die Wälder. Zudem bilden sie einzigartige Ökosysteme und bieten vielen – teils gefährdeten – Arten eine Lebensgrundlage, insbesondere für zahlreiche Insekten und viele Vogelarten. Der Großteil der Moore in Deutschland ist allerdings nicht mehr naturnah. Werden Moore zerstört, emittieren sie große Mengen Treibhausgase.
Entwässerung, Torfabbau oder gar Bebauung setzen den deutschen Mooren stark zu und klimaschädliches Treibhausgas in erheblichem Umfang frei. Diese Entwicklung gilt es aufzuhalten und umzukehren. Aktuell gilt es insbesondere die Bebauung – auch von aktuell bereits entwässerten Bereichen – nachhaltig zu verhindern und vielmehr die Moore wieder zu erweitern und renaturieren.
Im Bezirk Wandsbek befinden sich zahlreiche Moore in folgenden Naturschutzgebieten (NSG): Duvenstedter Brook, Wohldorfer Wald, Wittmoor, Hummelsbütteler Moore, Raakmoor, Volksdorfer Teichwiesen und Stellmoorer Tunneltal.
Vorbemerkung des Bezirksamtes Wandsbek:
Von den aufgelisteten Naturschutzgebieten sind nur die Hummelsbütteler Moore und die Volksdorfer Teichwiesen in der Verwaltung des Bezirksamtes Wandsbek. Daher werden nachfolgend nur Angaben zu den Mooren im bezirklichen Verwaltungsvermögen gemacht.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 01.02.2022
Bezirksamt Wandsbek:
Ja. Veröffentlichung „Moore in Hamburg – Maßnahmen“ unter: https://www.hamburg.de/contentblob/13757540/315c1f3aac0e81e6dbc92208c45f2598/data/d-moorschutzmassnahmen.pdf
Bezirksamt Wandsbek:
Neben den jährlichen Pflegearbeiten und Durchführung von Maßnahmen, die im Pflege- und Entwicklungsplan beschrieben sind, finden darüber hinaus regelmäßige Kontrollen von Seiten der betreuenden Verbände und der Verwaltung statt
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 1.
NSG Hummelsbütteler Moore: → Seite 124
NSG Volksdorfer Teichwiesen: → Seite 191.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 1, die Schutzmaßnahmen sind veröffentlicht.
Ergänzend ist für die Hummelsbütteler Feldmark aktuell über die Fachbehörde (Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Naturschutz) ein Hydrologisches Gutachten in Arbeit. Das Gutachten beurteilt die Fragestellung zu Möglichkeiten von wasserwirtschaftliche Maßnahmen zur Sicherung und Aufwertung der Moorflächen (Wasserrückhalt, Wasseranstau), die Prüfung der Wasserqualität und -bereitstellung aus besiedelten und landwirtschaftlichen Flächen sowie die Erhaltung und Sicherung bzw. Anhebung des Grundwasserkörpers. Die Ergebnisse werden im Laufe des Jahres 2022 erwartet.
Bezirksamt Wandsbek:
NSG Hummelsbütteler Moore: Die Ergebnisse des Gutachtens werden abgewartet,
NSG Volksdorfer Teichwiesen: siehe Antwort zu Frage 1→ Seite 192.
Bezirksamt Wandsbek:
Die beiden Moore werden durch das Bezirksamt Wandsbek, Management des öffentlichen Raumes, Unterhaltung Stadtgrün & Naturschutz in enger Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen und freiwilligen Helfern betreut.
Die freiwilligen Helfenden sind:
- NSG Hummelsbütteler Moore: Betreuender Verband ist der Botanische Verein zu Hamburg.
-NSG Volksdorfer Teichwiesen: Betreuende Verbände sind neben dem BUND e.V., der Botanische Verein zu Hamburg e.V. und die Loki-Schmidt-Stiftung.
Bezirksamt Wandsbek:
Nein und ist auch nicht beabsichtigt
Bezirksamt Wandsbek:
Die Klimamanager von MR sind im Moment nicht involviert. Eine Einbeziehung ist jederzeit möglich, sollte jedoch über die BUKEA als Fachbehörde erfolgen, da dort die übergeordneten Themen der Klimaentwicklung und Moorentwicklung in Hamburg zentral angeordnet sind.
KS ist nicht involviert. KS besetzt momentan die Themen Mobilität, Gebäudeenergieeffizienz und Recycling, Konsum und Ernährung.
keine Anlage/n
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