Sachstand Spielplatz Jacobipark Eingabe
Letzte Beratung: 16.02.2026 Hauptausschuss Ö 4.2
Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek vor:
Sehr geehrte Mitglieder der Bezirksversammlung,
Seit fast sieben Jahren wohnen wir nun in der Papenstraße und genießen das Leben im Stadtteil wirklich sehr.
Allerdings gibt es seitdem wir hier wohnen auch zwei Dinge, die uns fast dauerhaft täglich beschäftigen und bei denen Sie Stadt bzw. die Verantwortlichen bislang gekonnt auf Zeit spielen.
Die Parkplatzsituation ist nach wie vor schwierig, wenn nicht sogar dramatisch. Nur in den Ferienzeiten (bspw. vor und um Weihnachten) kann man hier von einer Beruhigung sprechen. Ansonsten ist es kaum mehr möglich mit dem PKW ab 20:00 einen Parkplatz zu finden. Vielleicht hilft hier erneut eine Untersuchung, oder wirklich ein Beschluss für das Anwohnerparken (zumindest für abends). Wir beobachten immer wieder Autofahrer aus den Hamburger Umkreisen (LG, PI, OD, WL), die unseren Stadtteil dazu nutzen Ihr PKW hier zu parken, um im Anschluss mit der Bahn zum Flughafen oder zum Hauptbahnhof zu fahren. Objektiv ist das auch logisch - Hasselbrook ist die erste S-Bahn-Station, wenn man aus dem Norden (Lübeck, Bad Oldesloe) kommt und auch aus dem "Süden" ist Hasselbrook neben Berliner Tor und Landwehr die erste Station. Der Park & Ride Parkplatz langt bei Weitem nicht aus - hier wird sogar auf den Grünflächen wild drauf losgeparkt. Die anliegende Fahrschule hat hier Dauerparkplätze für Motorräder und ihre PKWs eingerichtet und mittlerweile stehen auch diverse Wohnmobile und Foodtruckanhänger/Anhänger dauerhaft auf den Parkplätzen. Der Park & Ride Parkplatz bietet durch die "falsche" Nutzung daher kaum mehr Parkplätze für Pendler. Diese parken dann im Umkreis und in der Folge können die Anwohner abends mit dem Auto auch nicht mehr raus, sofern sie bei der Rückkehr nicht in weiter Entfernung parken wollen. Alternativ stellen sich die Anwohner dann in zweiter Reihe auf die Fahrbahn - ein Durchkommen von Löschfahrzeugen durch die eh schon enge Papenstraße ist dann aber erst recht nicht möglich. Die Politik und Polizei guckt hier in meinen Augen fleißig zur Seite - bis dann wirklich mal etwas passiert und ein Feuer nicht rechtzeitig gelöscht werden kann.
Dies nur am Rande. Für uns steht zum Glück noch eine Auffahrt zur Verfügung, sodass wir dort immer mal wieder ausweichen.
Neben der dauerhaft schwierigen Parkplatzsituation begleitet uns tagtäglich der Blick auf den Jacobipark und dem Spielplatz dort. Unsere Kinder spielen dort sehr gerne und sehr oft. Zu Zeiten der Günstigarbeiter war dieser noch sehr schön gepflegt, verkommt nun mehr zusehens. Der bereits lange angekündigte Spielplatzausbau lässt weiter auf sich warten und wird langsam zum BER aus Eilbek. Die ganze Nachbarschaft witzelt schon darüber was eher fertig wird - der Elbtower oder die Jacobispieli.
Fernab davon, dass der Bauzaun und der verrotte Spielplatzzaun immer wieder Kinder für Turneinheiten anspornt und nach jedem Sturm ein neuer Baum das zeitliche segnet - seit dem letzten Sturm liegt ein großer Baum auf einem anderen auf dem Spielplatz - bleibt für uns die Frage, wann der Umbau nun denn dann wirklich mal losgeht?
Die Fläche, die für den Ausbau geplant ist und direkt vor unseren Häusern liegt, verkommt seit dem wir hier wohnen Jahr für Jahr. Zuletzt haben sich hier Junkies niedergelassen, um im Schutz der großen Hecke eine Drogenparty zu schmeißen.
Unsere Versuche das Grundstück von der Stadt selbst zu erwerben (für einen sehr guten Preis) und gleichzeitig für die bereits ausreichende Fläche des Spielplatzes Gelder zur Verfügung zu stellen, um neue Spielgeräte anzuschaffen (die wurden zuletzt immer weniger), blieb leider bislang auch erfolglos. Herr Sempf vom Dezernat für Wirtschaft, Bauen und Umwelt - Abschnitt Stadtgrün - war letztes Jahr noch euphorisch und hat eine Umsetzung bis Weihnachten 2025 versprochen. Das Gegenteil ist leider eingetreten - es wurden Spielgeräte entfernt und der Baucontainer wieder abgebaut und ein Bauzaun zum Absperren eingerichtet. Wieder wurde eine Fläche eingezäunt und somit die zukünftige Pflege der Fläche behindert. Hier wächst nun meterhoch Unkraut / Brennesseln etc.
Stillstand ist hier allerdings so gar keine Lösung, sondern ein Rückschritt für alle im Stadtteil.
Vielleicht erhalte ich ja eine Antwort auf beiden Themen - ich würde mich als Multiplikator freuen.
Mit freundlichen Grüßen
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