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Runden Tisch zur baldmöglichen Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Stadtteil Steilshoop einrichten Antrag der CDU-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 15.01.2026 Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne Ö 5.3

Sachverhalt

Das (Ex-)Miamedes-MVZ im Ärztehaus an der Gründgensstraße ist auch mit neuem Eigentümer seit mehreren Wochen geschlossen, nach einer Phase mit eingeschränkten Öffnungszeiten und später einem Notbetrieb. Weder der Ex-, noch die neuen Eigentümer sind für die Hamburger Medien, die Politik und sogar die Justiz greifbar. Angestellte haben ohne funktionierendes Computersystem nicht die Möglichkeit, weiterzuarbeiten und warten zum Teil auf erhebliche Gehaltszahlungen. Selbst das Herausgeben von Patientenakten sei nicht möglich.

Im Stadtteil Steilshoop ist nun nur noch eine einzige Praxis mit zwei Hausärzten (im Fritz-Flinte-Ring) geöffnet, welche vollkommen überlastet ist die Warteschlange an Patienten der nicht-barrierefreien Praxis reicht oft bis vor das Gebäude. (Hierbei sei die Stressresilienz und das Engagement dieser Ärzte und des medizinischen Personals der Praxis positiv erwähnt.) Stadtteilangrenzende Arztpraxen nehmen oftmals keine neuen Patienten mehr auf, für mobilitätseingeschränkte Personen und Notfallpatienten ist zudem der Weg dorthin, auch unabhängig vom Winterwetter, ohne ein kostenintensives Taxi in Anspruch zu nehmen, von beschwerlich bis teilweise unmöglich zu realisieren.

Es ist offenbar unsicher, ob die (Ex-)Miamedes-Praxis überhaupt wieder öffnet, womit zudem die einzig verbliebene Apotheke in Steilshoop wirtschaftlich stark betroffen wäre und es jetzt schon ist.

Die Bezirkskoalition in Wandsbek verlautbarte kürzlich mit einer Pressemitteilung, dass es „Ziel [sei], dass auch im größten Bezirk […] Wandsbek ein Gesundheitszentrum eingerichtet wird“, dabei „bietet sich Steilshoop als Standort an“. Die Koalition stünde „klar hinter dem Ziel, die medizinische Versorgung in Steilshoop spürbar zu verbessern“. Die Sorgen der Steilshooper Bevölkerung könne man gut nachvollziehen und sei bereit, „im Rahmen besonderen Ermessens für die Versorgung unterversorgter, strukturschwacher Gebiete eine Lösung für Steilshoop zu finden“.

Im Hamburger Abendblatt wird der Fraktionsvorsitzende der Wandsbeker SPD-Fraktion, Marc Buttler, folgendermaßen zitiert: „Ich glaube, wenn sich alle an einen Tisch setzen, findet man schon eine Lösung.“

Genau das ist auch ein Lösungsansatz: Direkter Ideen- und Informationsaustausch aller Beteiligten inklusive öffentlicher Präsentation ein runder Tisch. Die Steilshooper Bevölkerung benötigt das Signal, dass alle am Lösungsprozess beteiligten Parteien glaubhaft an einer Lösung arbeiten und Zwischenergebnisse sowie kurz-, mittel- und langfristige Ziele, Vorschläge und tatsächliche Problemlösungen vereinbaren, umsetzen und öffentlich verkünden. Das Informationsdefizit, das derzeit herrscht, sollte überwunden werden. Die Steilshooper brauchen Fakten, wie sie sieben bis acht Jahre bis zur Fertigstellung der U5-Haltestelle und der Sanierung/des teilweisen Neubaus des Ärztehauses und des Einkaufszentrums Steilshoop Arzt- und Apothekenbesuche organisieren können.

Petitum/Beschluss

Dies vorausgeschickt, möge der Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne beschließen:

  1. Die Verwaltung wird gebeten, schnellstmöglich einen runden Tisch mit dem Ziel einer raschen Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Steilshoop zu initiieren.
  2. Teilnehmer sollen möglichst (nicht abschließend) Vertreter der Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration, des Bezirksamts Wandsbek, der Kassenärztlichen Vereinigung, der AG Soziales aus Steilshoop, Vertreter der Wandsbeker Bezirksfraktionen, die Inhaberin der Apotheke in Steilshoop, die derzeit tätigen Ärzte in Steilshoop, der Inhaber der (Ex-)Miamedes-Praxis und ein Vertreter der Polizei sein.
Bera­tungs­reihen­folge
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Steilshoop Gründgensstraße Fritz-Flinte-Ring

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