21-4809

Rodung der Parkfläche Farmsener Weg/Sperbertwiete "Grüner Jäger" Eingabe

Eingabe

Letzte Beratung: 03.05.2022 Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz Ö 5.4

Sachverhalt

Hinweis der Geschäftsstelle: Der Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz ist federführend und die Drs. soll nachrichtlich in den Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne.

Folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle vor:

wir bitten Sie, sich unserer Eingabe zum Fortbestand und der Wiederaufforstung des Wellingsbütteler Wäldchens/ der Parkanlage Farmsener Weg, 22391 Hamburg/ Sperbertwiete, Sperberkamp, 22175 Hamburg anzunehmen. ·

Für uns sehr überraschend wurde vor einigen Tagen eine erhebliche Fläche regelrecht gerodet. Am Tag nach Baubeginn wurde auf Veranlassung des Bezirksamtes Wandsbek, Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt, eine Auskunftstafel aufgestellt. Demnach mussten die Erlen wegen Krankheit gefällt werden, soll die Brombeere durch Mähen zurückgedrängt und sodann in ca. zwei bis drei Jahren dort eine Streuobst- und Blühwiese entstehen.

Zum einen überzeugt uns diese Erklärung nicht. Es wurden nach unserem Kenntnisstand überwiegend andere Baumarten als Erlen gefällt. Die Erlen dürften der bloßen Draufsicht nach einen geringen Anteil ausgemacht haben. Es darf weiter bezweifelt werden, dass sich Brombeeren durch Mähen Zurückdrängen lassen. Das deckt sich jedenfalls nicht mit der Erfahrung im eigenen Garten. Des Weiteren erklärt sich die Standortwahl der Streuobstwiese als unmittelbarer Nachbar der Hauptstraße Farmsener Weg nicht.

Demnach sind wir also verunsichert, ob der vorgetragenen Gründe, für die ein erheblicher Waldteil getötet wurde. Ferner würde dieser Waldteil ökologisch minderwertig durch Streuobst ersetzt werden. Wir möchten Sie bitten zu prüfen, ob nicht eine zeitnahe Aufforstung mit heimischen Laub­ und Nadelbäumen in Betracht käme.

Zum Teil wurde uns im MR.13 auf telefonische Nachfrage hin mitgeteilt, dass der als Park ausgewiesene Wald einen erheblichen Erhaltungsaufwand mitbringt. Daher die weitere Frage: was spräche dagegen den Park als Wald auszuweisen und in seiner Artenvielfalt und Wildheit bestehen zu lassen. Es dürfte dann ein geringerer Unterhaltungsaufwand entstehen.

Schließlich enthält die Aufstelltafel weitere Markierungen, die nicht erläutert werden. Bitte teilen Sie uns mit, was die hellgraue Linie entlang des Sperberkamps bedeutet.

Handelt es sich bei dem Projekt Streuobstwiese, die nach unserem Kenntnisstand keinen besonderen Artenschutz genießt und jederzeit gefällt werden dürfte, um den ersten Schritt hin zu einer Bebauung? Hätte es einer Bürgerbeteiligung bedurft und wurde diese ordnungsgemäß durchgeführt? Schließlich bitten wir für die Zukunft um folgende Auskünfte: Ist zur Verdrängung invasiver Arten immer eine Rodung beabsichtigt/ von Nöten? Sind weitere Rodungen in dem Park/ Wald - gleich welchen Grundes - geplant?

Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Farmsener Weg Sperbertwiete Sperberkamp

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Themen Beta

Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.