Prüfung der Umwidmung öffentlicher Parkflächen in der Ahrensburger Straße zugunsten Fahrradbügeln und E-Ladeplätzen Eingabe
Der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung liegt folgende Eingabe vor:
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte leiten Sie meine Eingabe an den zuständigen Ausschuss für Mobilität sowie an die zuständigen Stellen im Bezirksamt Wandsbek weiter. Ich möchte auf die aktuelle Parksituation und Flächennutzung in der Ahrensburger Straße aufmerksam machen. In der Straße sind bzw. werden öffentliche Parkplätze zugunsten von Fahrradbügeln und E-Ladeinfrastruktur reduziert. Beispielhaft möchte ich hierbei den Bereich auf Höhe Ahrensburger Straße 139/141 nennen. Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass Hamburg Radverkehr und Elektromobilität fördern möchte. Aus meiner Sicht stellt sich an dieser konkreten Stelle jedoch die Frage der Verhältnismäßigkeit, tatsächlichen Bedarfsgerechtigkeit und Standortwahl. Nach meiner regelmäßigen Beobachtung werden die dort geschaffenen bzw. vorhandenen Fahrradabstellplätze nur gering genutzt. Auch E-Ladeplätze im Umfeld scheinen häufig nicht ausgelastet zu sein. Gleichzeitig besteht in der Umgebung weiterhin ein hoher Parkdruck für Anwohnerinnen und Anwohner. Zusätzlich befinden sich im direkten Umfeld mehrere größere Supermarktparkplätze, die außerhalb der Einkaufsnutzung aufgrund der jeweiligen Nutzungsbedingungen nicht oder nur eingeschränkt als Entlastungsflächen zur Verfügung stehen. Auch an anderen Standorten in der näheren Umgebung bestehen bereits weitere Ladesäulen. Vor diesem Hintergrund bitte ich um Prüfung, ob die weitere Umwidmung öffentlicher Parkflächen in der Ahrensburger Straße tatsächlich notwendig, verhältnismäßig und standortgerecht ist. Ich bitte daher um Prüfung folgender Punkte: Wurde vor der Umwidmung der Parkflächen, insbesondere im Bereich Ahrensburger Straße 139/141, eine konkrete Auslastungs- oder Bedarfserhebung durchgeführt? Wurde geprüft, ob die vorhandenen Fahrradabstellanlagen und Ladesäulen im näheren Umfeld bereits ausreichend Kapazität bieten? Wie wird die tatsächliche Nutzung der Fahrradbügel und E-Ladeplätze nach Errichtung überprüft? Warum wurden öffentliche Anwohnerparkflächen in der Ahrensburger Straße gewählt, obwohl im Umfeld mehrere größere private Parkplatzflächen vorhanden sind? Wurde geprüft, ob mit den Supermärkten bzw. Eigentümern eine quartiersdienliche Mitnutzung der Parkplätze außerhalb der Geschäftszeiten möglich ist? Wurde geprüft, ob zusätzliche Ladesäulen eher auf bestehenden größeren Parkplatzflächen statt im ohnehin knappen öffentlichen Straßenraum errichtet werden können? Kann das Thema im zuständigen Ausschuss für Mobilität bzw. im zuständigen Regionalausschuss behandelt werden? Mir geht es ausdrücklich nicht darum, Radverkehr oder Elektromobilität grundsätzlich zu verhindern. Ich wünsche mir aber eine nachvollziehbare, bedarfsgerechte und faire Flächenverteilung im Quartier. Gerade wenn bereits mehrere private Parkplatzflächen sowie weitere Lademöglichkeiten im Umfeld vorhanden sind, sollte aus meiner Sicht besonders sorgfältig geprüft werden, ob der weitere Wegfall öffentlicher Parkplätze wirklich erforderlich ist.
Keine Anlage/n
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