Pilotprojekt "Umnutzung bestehender Gebäude für funktionales Lernschwimmen" Beschluss der Bezirksversammlung vom 09.04.2026 (Drs. 22-3319)
Letzte Beratung: 11.06.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 14.12
Folgender Beschluss wurde gefasst:
Die Bezirksversammlung begrüßt den Vorschlag, insbesondere vor dem Hintergrund des vorhandenen dringenden Bedarfes an zusätzlicher Infrastruktur für Schwimmunterricht. Das Landessportamt wird daher gebeten in Zusammenarbeit mit der BUKEA zu prüfen, inwiefern das vorgeschlagene Konzept eine Ergänzung der bestehenden Infrastruktur darstellen kann, inwiefern es technisch realisierbar ist und welche geschätzten Kosten für die Umsetzung und den Betrieb zu erwarten sind.
Die Behörde für Inneres und Sport nimmt wie folgt Stellung:
Die Lehrschwimmbecken in Trägerschaft privater Vereine sind wichtige Bestandteile der städtischen Infrastruktur für das Schwimmenlernen in Hamburg. Die Initiative des TSV Sasel, bestehende Gebäude innovativ und kostenbewusst für die Schaffung zusätzlicher Wasserflächen umzunutzen, wird grundsätzlich auch begrüßt. Die BUKEA und die BIS (Landessportamt (LSP)) können derzeit jedoch keine Empfehlung zum skizzierten Pilotprojekt am Standort des TSV Sasel abgeben.
Das Angebot an Wasserflächen und Schwimmbädern in Hamburg ist Gegenstand einer laufenden wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Koblenz, die sportfachlich begleitet wird. Die Analyse wird maßgeblich dazu beitragen, einschätzen zu können, inwieweit Engpässe in Hamburg gesamt und / oder auf Ebene der Bezirke aktuell sowie mittel- bis langfristig bestehen bzw. entstehen. Eine Aussage zur konkreten Bedarfslage und der Frage, ob der Ausbau von zusätzlichen Wasserflächen zum Schwimmenlernen ergänzend zu den Bestandanlagen erforderlich ist, kann im Moment nicht belastbar getroffen werden. Die Ergebnisse der erwähnten wissenschaftlichen Analyse sollten zunächst abgewartet und anschließend bewertet werden.
Zudem sind die personellen Ressourcen der Bäderland Hamburg GmbH derzeit durch die Planung und Umsetzung verschiedener vom Umfang her bedeutender Sanierungsvorhaben im öffentlichen Bäderbestand stark gebunden, so dass eine Prüfung des Vorhabens - insbesondere aus baulicher Sicht - aktuell nicht möglich ist. Auch verfügen weder die BUKEA noch das LSP über entsprechende baufachliche Expertise. Vor diesem Hintergrund wird derzeit von einer Prüfung der vorgeschlagenen Umnutzung bestehender Sporthallen zu Lehrschwimmbecken, konkret am Standort des TSV Sasel, durch die BUKEA und das LSP bzw. die Bäderland Hamburg GmbH abgesehen.
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) nimmt wie folgt Stellung:
Die Lehrschwimmbecken in Trägerschaft privater Vereine sind ein wichtiger Bestandteil der städtischen Infrastruktur für das Schwimmenlernen in Hamburg. Die Initiative des TSV Sasel, bestehende Gebäude innovativ und kostenbewusst für die Schaffung zusätzlicher Wasserflächen umzunutzen, wird grundsätzlich auch begrüßt.
Die BUKEA und das Landessportamt (LSP) können derzeit jedoch keine Empfehlung zu dem vorgelegten Pilotprojekt am Standort des TSV Sasel abgeben.
Die Versorgungslage von Wasserflächen und Schwimmbädern in Hamburg ist Gegenstand einer laufenden wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Koblenz, die sportfachlich begleitet wird. Die Versorgungsanalyse wird maßgeblich dazu beitragen, einschätzen zu können, inwieweit Engpässe in Hamburg gesamt und/ oder auf Ebene der Bezirke aktuell sowie mittel- bis langfristig bestehen bzw. entstehen. Eine Aussage zur konkreten Bedarfslage und der Frage, ob der Ausbau von zusätzlichen Wasserflächen zum Schwimmenlernen ergänzend zu den Bestandanlagen erforderlich ist, kann im Moment nicht belastbar getroffen werden. Die Ergebnisse der Versorgungsanalyse sollten zunächst abgewartet werden und müssen anschließend bewertet werden.
Zudem sind die personellen Ressourcen der Bäderland Hamburg GmbH derzeit durch die Planung und Umsetzung verschiedener vom Umfang her bedeutender Sanierungsvorhaben im öffentlichen Bäderbestand stark gebunden, so dass eine Prüfung des Vorhabens, insbesondere aus baulicher Sicht aktuell nicht möglich ist. Auch verfügen weder die BUKEA noch das LSP über entsprechende baufachliche Expertise. Vor diesem Hintergrund wird derzeit von einer Prüfung der vorgeschlagenen Umnutzung bestehender Sporthallen zu Lehrschwimmbecken, konkret am Standort des TSV Sasel, durch die BUKEA und das LSP bzw. die Bäderland Hamburg GmbH abgesehen.
Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.
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