Mehr Unterstützung für den Winterdienst im Bezirk Wandsbek - Wetterfest für die Zukunft werden! Debattenantrag der CDU-Fraktion
Letzte Beratung: 05.02.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 4.1
Der Wintereinbruch zum Jahreswechsel 2025/2026 hat erneut deutlich gemacht, dass der den Winterdienst in Hamburg weder personell noch organisatorisch ausreichend aufgestellt ist. Diese Defizite zeigten sich hamburgweit, trafen jedoch auch den bevölkerungsreichsten Bezirk Hamburg-Wandsbek in besonderem Maße. Tagelang blieben dort – wie in anderen Teilen der Stadt – Straßen, Gehwege und Radverbindungen unpassierbar. Hauptverkehrsstraßen waren über Stunden hinweg vereist, Busverkehre mussten eingestellt werden, und selbst Rettungsfahrzeuge kamen nur verzögert voran. In vielen Stadtteilen Wandsbeks, insbesondere in Wohngebieten, Geh- und Radwegen, erfolgte teilweise überhaupt keine Räumung.
Dabei war seit Jahren absehbar, dass es bei einem stärkeren Wintereinbruch zu erheblichen Problemen kommen würde. Die Zahl der Beschäftigten im operativen Winterdienst ist seit 2019 deutlich zurückgegangen. Laut Auskunft des Senats stehen im Winter 2025/2026 hamburgweit lediglich 728 Personen für den Volleinsatz zur Verfügung – rund 200 weniger als noch im Winter 2018/2019. Diese Entwicklung wirkt sich gerade in flächenmäßig großen und verkehrsintensiven Bezirken wie Wandsbek besonders gravierend aus, da dort ein dichtes Netz aus Haupt- und Nebenstraßen, Wohnquartieren sowie Schul- und Radwegen zu sichern ist.
Die aktuelle Situation auf Hamburgs Straßen zeigt zudem unmissverständlich, dass die vom Senat verfolgte Strategie, personelle Engpässe im Winterdienst durch den Einsatz von Drittunternehmen auszugleichen, nicht funktioniert. In Verbindung mit den stetig wachsenden Anforderungen durch den Ausbau der Radwege führt der Personalabbau zu einer Überforderung der vorhandenen Strukturen. Dies ist nicht nur ineffizient, sondern stellt auch ein erhebliches Sicherheits- und Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar – gerade in stark frequentierten Bezirken wie Hamburg-Wandsbek.
Auch finanziell wurde der Winterdienst nicht ausreichend gestärkt. Die der Stadtreinigung Hamburg (AöR) im Jahr 2025 zugewiesenen Erstattungsmittel in Höhe von 12,53 Millionen Euro bedeuten inflationsbereinigt einen deutlichen Rückgang gegenüber 2019. Angesichts steigender Anforderungen und der besonderen Herausforderungen in großen Bezirken wie Wandsbek ist diese finanzielle Ausstattung nicht ausreichend. Es bedarf daher dringend einer deutlichen personellen und finanziellen Aufstockung des Winterdienstes, um auch im Bezirk Hamburg-Wandsbek künftig eine verlässliche und sichere Verkehrsinfrastruktur im Winter zu gewährleisten.
Für die Zukunft braucht es zeitnah einen personell und finanziell besser aufgestellten Winterdienst. Dies ist besonders für Hamburg-Wandsbek von großer Bedeutung. Für viele Geh- und Radwege im Bezirk Wandsbek braucht es eine neue Priorisierung und Einbindung in den Winterdienst der Stadtreinigung. Hierbei muss neu geprüft werden, welche Bereiche, Geh- und Radwege sowie Fahrradrouten zukünftig mit geräumt werden können. Die äußeren Stadtteile der Stadt Hamburg dürfen dabei nicht weniger Priorität wie die Innenstadtbereiche haben. Hierbei kann auch der Einsatz eines Monitoring hilfreich sein.
Die Bezirksversammlung Wandsbek möge beschließen:
Das Bezirksamt Wandsbek möge sich beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und bei den zuständigen Fachbehörden dafür einsetzen, dass:
keine Anlage/n