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Klimaanpassung - ja, bitte - unverständliche Umfrage - nein, danke Kleine Anfrage vom 29.08.2025

Anfrage gem. § 24 BezVG (Kleine Anfrage)

Sachverhalt

Mit der Abteilung Klimaschutz im Bezirksamt Wandsbek ist das wichtige Thema der Klimaanpassung und des Klimaschutzes auch auf bezirklicher Ebene verankert. Die meiste Zeit agiert die Abteilung beratend im Hintergrund, nimmt an bezirksübergreifenden Besprechungen teil oder berät im eigenen Hause. Aber die Abteilung hat auch eigene Projekte. So etwa die kürzlich veröffentlichte Umfrage zur Klimaanpassung.

Gut gemeint, ist leider nicht immer gut gemacht. Die Fragen sind leider sehr lang und technokratisch formuliert. Für eine Umfrage, die sich an Bürgerinnen und Bürger richtet, ist das nicht zielführend.

Darüber hinaus dürfte die Auswertbarkeit kritisch hinterfragt werden, da die Fragen häufig so formuliert sind, dass die Frage bereits eine Tendenz für die Antwort gibt. Außerdem werden Gefühle und Empfindungen in einer oberflächlichen tendenzösen Weise abgefragt. Die Umfrage weist bis auf die Dialogkarte undeine Frage zu Maßnahmen für den Bezirk keine spezifischen Wandsbek-Komponenten auf.

Die Sinnhaftigkeit der Umfrage ist zudem durch die Art der Fragestellung und der Auswahl der Antworten zweifelhaft. Dieser Eindruck wird durch eine Vielzahl an Fragen, die die subjektive Wahrnehmung der Befragten wissen möchte, obwohl es sich dabei um messbare Faktoren handelt,verstärkt. Als Beispiel seien hier die Antwortmöglichkeiten „die Zunahme von Rettungswageneinsätzen“ und „Beeinträchtigung des Warenverkehrs“ genannt. Der Mehrwert daraus ist nicht erkennbar, zumal es sich meistens um Themenfelder dreht, auf die das Bezirksamt keinen Einfluss hat.


Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:

  1. An wen richtet sich die Umfrage?
  1. Was ist das Ziel der Umfrage?
  1. Wie viel hat die Erstellung der Umfrage gekostet bzw. wie viele Personalstunden sind dafür investiert worden?
  1. Welche Abteilung/ Dienstleister hat die Umfrage zur Klimaanpassung Wandsbek erstellt?
  1. Wieso wurde sich für diese Art der Fragestellungen entschieden?
  1. Warum wurde sich entschieden die Umfrage mit einer Begriffserklärung zu starten?
  1. Warum wurde sich dafür entschieden bei der ersten Frage (Einschätzung der Wichtigkeit) die verschiedenen Bereiche in eine Frage zu packen, anstatt die einzelnen Punkte (Extremwetter, Infrastruktur, Biodiversität und Gesundheit) einzeln abzufragen? Wie kann in dieser Form eine sinnvolle Auswertung erfolgen?
  1. Warum wurde sich dafür entschieden bei der dritten Frage direkte und indirekte Betroffenheit als Antwortmöglichkeiten zur Auswahl zu stellen?
  1. Warum wurde sich bei Frage 5 (Bereich Gesundheit) dazu entschiedenen Antwortmöglichkeiten zur Auswahl zu stellen, die die Befragten einerseits selbst tatsächlich beurteilen können (Arbeitsbelastung, eigene Gesundheit oder von Menschen in ihrem Umfeld) und andererseits Faktoren, die Befragte nicht verlässlich einschätzen können (Rettungseinsätze, Versorgungsengpässe, Personenschäden)?
  1. Zu Frage 6: Inwiefern ist es nützlich die subjektive Wahrnehmung der Befragten, z.B. zu Schäden im Waldgebiet, zu kennen, schließlich sollten dem Bezirksamt durch die Förster eigene fachliche Erkenntnisse vorliegen, die eine größere Aussagekraft besitzen?
  1. Welchen Mehrwert hat es die subjektive Wahrnehmung / Beobachtung der Befragten abzufragen, bei Kategorien, die objektiv messbar sind?
  1. Warum wurde sich dazu entschieden, dass die Umfrage nur abgeschickt werden kann, wenn man einen Eintrag auf der Dialogkarte vornimmt?
  1. Wann wird die Umfrage ausgewertet?
  1. Wo werden die Ergebnisse der Umfrage vorgestellt?
  1. Werden die Ergebnisse im entsprechenden Fachausschuss vorgestellt? Wenn ja, wann ist damit zu rechnen? Wenn nein, warum nicht?
  1. Was soll aus der Umfrage folgen?
  1. Inwiefern wurde die Umfrage durch das Bundesumweltministerium gefördert?
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