22-3393

Kindergesundheit und Schuleingangsuntersuchungen im Bezirk Wandsbek Interfraktioneller Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 09.04.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 7.4

Sachverhalt

Wie verschiedene Daten rund um die Kindergesundheit zeigen, hat die Pandemie-Zeit zu Belastungen für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen geführt. Einerseits hat sich schon vor der Veröffentlichung der Ergebnisse der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Gesundheitliche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona“ die Definition von Morbidität (Häufigkeit von Erkrankungen in einer definierten Personengruppe in einem bestimmten Zeitraum oder einer bestimmten Phase) geändert und Entwicklungen festgestellt hin zu mehr „chronischen, mitunter lebensstilbedingten Erkrankungen sowie zu entwicklungsbedingten psychischen Auffälligkeiten“. Weitere Studien beispielsweise auch vom Robert-Koch-Institut/RKI zeigen, dass sich Kontaktbeschränkungen und Schließungen von Kitas und Schulen negativ ausgewirkt haben auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Gleich zwei wichtige Vorsorgeangebote setzen an kurz vor dem Schuleintritt: die obligatorische ärztliche Vorsorgeuntersuchung U9 und die „Schuleingangsuntersuchung“. In Hamburg ist diese für alle angehenden Schulanfänger verpflichtend (Hamburgisches Schulgesetz § 34, Absätze 4 und 5). Ausgeführt werden diese kostenlosen Untersuchungen vom schulärztlichen Dienst der Bezirke. Ziel sowohl der U9 als auch der Schuleingangsuntersuchungen ist, Förderbedarf frühzeitig zu erkennen. Zitat, Bezirksamt Wandsbek auf hamburg.de: „Der Schulärztliche Dienst führt dabei auch ein Testverfahren durch, das speziell für die Anforderungen in der Schule entwickelt wurde. Ziel ist es, gesundheitliche Störungen zu erkennen, Eltern zu beraten und gegebenenfalls notwendige Behandlungen und Fördermaßnahmen einzuleiten.


Inzwischen stehen die kleinen Geschwister der Vorschulkinder der Pandemiephase an ihrem Eintritt ins Schulleben, zusammen mit anderen, die als Erstgeborene diesen Schritt gehen.
Die wichtigen Schuleingangsuntersuchungen finden wieder regelmäßig statt. Vor dem Hintergrund, dass sich das Spektrum der Erhebungsdaten mittlerweile auch durch die Pandemie-Erfahrungen erweitert hat und die Pandemiezeit nicht spurenlos an den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien vorbeigegangen ist, ist es klärenswert, obim Bezirk Wandsbek nach Erkenntnissen des Gesundheitsamtes erweiterter Aufklärungsbedarf für Familien gesehen wird.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung bittet die Bezirksverwaltung um eine Darstellung in Form eines Referates hinsichtlich


a) der Ausfälle an Schuleingangsuntersuchungen in der Pandemiephase,

b) der Möglichkeiten und Maßnahmen, die damals nicht erreichten Kinder und Jugendlichen nachzuuntersuchen
c) möglicher Änderungen an Untersuchungsanforderungen

d) vorhandener / genutzter Aufklärungs- und Informationsmaterialien für Eltern
d) der Erfahrungen der Mitarbeiter/innen im schul(zahn)ärztlichen Dienst hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Eltern auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse.

e) Der Referentenvortrag soll im Ausschuss für Soziales stattfinden.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta

Keine Orte erkannt.

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.