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Große Hundeauslauffläche im Eichtalpark - Kiesgrube und mögliche Gesundheitsrisiken Kleine Anfrage vom 04.05.2026

Anfrage gem. § 24 BezVG (Kleine Anfrage)

Sachverhalt

Im Zuge der Bauarbeiten zur Entwicklung des Eichtalparks zum Klimapark wird derzeit auch die große Hundeauslauffläche an der Hopfenkarre/Ecke Oskarstraße (ca. 4.700 m²) neu hergestellt. Die Fertigstellung und Wiederfreigabe dieser Fläche ist nach aktueller Auskunft der Verwaltung für Ende Mai 2026 vorgesehen.

Vor Ort ist bereits erkennbar, dass innerhalb der Hundeauslauffläche eine kleinere Wasserfläche bzw. Wassergrube mit steil ausgeführter Kiesböschung angelegt wird. Eine solche Wasserstelle ist aus Sicht vieler Hundehalter kein sinnvolles oder gewünschtes Element der Hundeauslauffläche, entsprechend liegen schon Beschwerden von Hundehaltern vor.

Vielmehr bestehen erhebliche hygienische und gesundheitliche Bedenken. Stehende oder langsam fließende Gewässer können potenziell ein Risiko für die Verbreitung von Krankheitserregern darstellen. Hierzu zählen insbesondere Giardien, Wurmeier und -larven sowie Leptospiren. Darüber hinaus können je nach Ausgestaltung und Wasserqualität auch Zerkarien (Verursacher der Badedermatitis) sowie Blaualgen auftreten, die sowohl für Tiere als auch für Menschen gesundheitsschädlich sein können.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich bereits ein öffentlicher Trinkwasserbrunnen mit integrierter Hundeschale in unmittelbarer Nähe an der Straße An der Hopfenkarre befindet, sodass r die Wasserversorgung von Hunden kein zusätzlicher Bedarf innerhalb der Auslauffläche besteht.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:

  1. Ist die innerhalb der Hundeauslauffläche angelegte Wassergrube mit steiler Kiesböschung zwingender Bestandteil der aktuellen Planung?
  1. Wurde geprüft, auf die Wassergrube vollständig zu verzichten? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? Wenn nein, warum nicht?
  1. Ist die Verwaltung bereit, die Planung dahingehend zu ändern, dass die Wassergrube zurückgebaut bzw. nicht realisiert wird?
  1. Welche Gründe sprechen aus Sicht der Verwaltung gegen einen Verzicht auf die Wasserfläche innerhalb der Hundeauslauffläche?
  1. Wie bewertet die Verwaltung die dargestellten hygienischen und gesundheitlichen Risiken (u. a. Giardien, Wurmeier, Leptospiren, Zerkarien, Blaualgen) konkret für diese Anlage?
  1. Inwiefern wurde berücksichtigt, dass sich bereits ein Trinkwasserbrunnen mit Hundeschale in unmittelbarer Nähe befindet und somit kein zusätzlicher Bedarf für eine Wasserstelle besteht?
  1. Wurden Hinweise, Bedenken oder Rückmeldungen von Hundehaltern zur Wassergrube eingeholt? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
  1. Bis wann könnte eine Planungsänderung bzw. ein Verzicht auf die Wassergrube noch umgesetzt werden, ohne die Gesamtfertigstellung der Hundeauslauffläche zu verzögern?
Lokalisation Beta
Eichtalpark

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