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Graffitis an öffentlichen Einrichtungen und Plätzen sofort begegnen Antrag der CDU-Fraktion

Antrag

Sachverhalt

Der Ausschuss für Finanzen und Kultur hat die Vorlage in seiner Sitzung am 12.02.2019 beraten und mit der Bitte zusammen mit der Verwaltung den Bedarf zu klären, in den Wirtschafts- und Verkehrsausschuss überwiesen

Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss hat den Antrag in seiner Sitzung am 14.02.2019 beraten und überweist ihn an den Ausschuss für Finanzen und Kultur mit folgender Bemerkung zurück: Der Bedarf an einer Beseitigung von Graffitis besteht. Der Bedarf an einem bezirklichen Graffitifonds besteht ebenfalls, da für die zusätzliche Graffiti-Beseitigung im Sinne des Antrages keine Gelder im Haushalt des Bezirksamtes eingeplant sind. Der Bedarf für die zusätzliche Graffiti-Beseitigung kann allerdings nicht beziffert werden, da keine Erfahrungen aus den Vorjahren vorliegen.

Im letzten Jahr wurden die Graffitis beim Appelhoffweiher auf Antrag des Regionalausschusses entfernt. Dieser Prozess hat etwa vier Monate in Anspruch genommen. Nach nicht mal drei Monaten wurden bereits neue Graffitis angebracht. Bisher sind nur wenige festzustellen.

Die Broken-Windows-Theorie, dem Steckenpferd des ehemaligen Bürgermeisters von New York, Rudolph Giuliani, der seine Stadt mit einem entschlossenen Polizeikonzept wieder sicher machte, besagt, dass Kriminalität dort anfängt, wo eine zerbrochene Fensterscheibe nicht repariert wird und gegen den Täter, der sie zerbrochen hat, nicht vorgegangen wird. Die Passivität erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass in der Umgebung noch weitere Fensterscheiben zu Bruch gehen werden. Graffiti, illegale Müllentsorgung und Vandalismus folgen, Ordnungsprobleme und Verbrechen sind dann ebenfalls nicht mehr weit entfernt.

Kurzum, es gibt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Verfall und Duldung einerseits sowie Ordnungsproblemen und Kriminalität andererseits.

Nur wenn die Bewohner sich wohl fühlen, sind diese bereit, sich gegenseitig anzusprechen, in Dialog zu treten.

Gebrochene Fensterschreiben öffentlicher Einrichtungen werden unmittelbar repariert. Auch illegal abgestellter Müll wird entsorgt. Bei der Entfernung der Graffitis gibt es bisher kein stadtweites Konzept, welches eine unmittelbare Behebung vorsieht. Um einem Verfall schnellstmöglich zu begegnen, ist ein entsprechender bezirklicher Graffitifond, der die Kosten für die Graffitientfernung trägt, einzurichten.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Petitum/Beschluss
  1. Für die Bildung eines Graffitifonds werden aus dem konsumtiven BV-Förderfonds für das Haushaltsjahr 2019 15.000 Euro reserviert.
  2. Das Bezirksamt wird aufgefordert, an öffentlichen Einrichtungen oder öffentlichen Plätzen in Wandsbek gemeldete Graffitis unmittelbar aus Mitteln dieses Fonds zu entfernen.
  3. Das Bezirksamt wird aufgefordert, die Einwohner von Wandsbek dahingehend zu informieren, dass Graffitis an öffentlichen Einrichtungen oder öffentlichen Plätzen zur Beseitigung gemeldet werden können.
  4. Dem Ausschuss Wirtschaft und Verkehr ist alle drei Monate über die Auslastung zu berichten.
Anhänge

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