Entwicklung von Eichenprozessionsspinner und Gespinstmotte im Bezirk Wandsbek Kleine Anfrage vom 27.05.2026
Mit der Drucksache 21-8542 hat die CDU-Fraktion im Jahr 2024 die Entwicklung und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Bezirk Wandsbek abgefragt. Nun stellt sich die Frage, wie sich die Situation seitdem entwickelt hat.
Zudem sind aktuell wieder zahlreiche Bäume und Sträucher von Gespinsten der Gespinstmotte betroffen. Das teilte auch das Bezirksamt am 22. Mai 2026 in einer entsprechenden Pressemitteilung mit. Die Gespinste werden in der Öffentlichkeit häufig mit Nestern des Eichenprozessionsspinners verwechselt. Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner sind die Gespinste der Gespinstmotte jedoch für Menschen und Tiere grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich.
Da die Gespinstmotte oftmals großflächige Gespinste bildet, lässt sich der Unterschied zwischen beiden Arten in vielen Fällen äußerlich erkennen. Auch wenn ein Befall durch die Gespinstmotte bei gesunden Gehölzen meist nicht zum Absterben führt, stellt sich die Frage, ob vorgeschädigte oder durch Trockenheit und Hitzestress belastete Bäume und Sträucher durch zusätzlichen Kahlfraß dauerhaft geschädigt werden oder absterben können.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 03.06.2026
Bezirksamt Wandsbek:
Antwort aus Drucksache – 23/4064
Eichen in öffentlichen Parkanlagen und Straßenbäumen:
Jahr |
Belegenheit |
Befall |
2024 |
Bramfelder See |
10 Bäume |
2024 |
Alter Teich |
3 Bäume |
2024 |
Haidlanden |
3 Bäume |
2024 |
Deelwischredder |
3 Bäume |
2024 |
Lehmkoppel |
1 Bäume |
2024 |
Haidlanden - Kelterstraße |
2 Bäume |
2025 |
Bramfelder See |
10 Bäume |
2025 |
Alter Teich |
3 Bäume |
2025 |
Haidlanden |
3 Bäume |
2025 |
Deelwischredder |
3 Bäume |
2025 |
Lehmkoppel |
1 Bäume |
2025 |
Haidlanden - Kelterstraße |
2 Bäume |
2025 |
Rantzaustraße |
3 Bäume |
2025 |
Holstenhofweg |
4 Bäume |
2025 |
Wandsbeker Gehölz 1 |
3 Bäume |
2025 |
Bruhnrögenredder |
3 Bäume |
2026 |
noch keine Auszählung |
Bezirksamt Wandsbek:
Antwort aus Drucksache - 21-8542:
- Bekämpfung mit Ring-Fallen
- Bekämpfung und Monitoring mit Pheromon-Fallen
- Absammeln und Absaugen der Nester mit anschließender thermischer Bearbeitung
der Borke
Bezirksamt Wandsbek:
Antwort aus Drucksache - 21-8542:
Die Verwendung der genannten Pheromon-Fallen (s. Antwort Frage 2) dienen dazu, die männlichen Falter vor der Paarung einzufangen und eine Vermehrung damit zu dezimieren.
Bezirksamt Wandsbek
Seitdem 2021 die Bekämpfung des EPS nicht nur durch das Absaugen der Nester, sondern auch durch das Anbringen von Fallen vorangetrieben wurde, konnte der Befall in den Jahren 2021-2023 auf die Hälfte oder weniger reduziert werden (s. SKA 21-8542) und ist zwischen 2024-2026 weiter gleichbleibend. Die Bekämpfung des EPS im Bezirk Wandsbek durch die besagten Maßnahmen soll weiterhin durchgeführt werden, um den Bestand des EPS dauerhaft so gering wie möglich zu halten.
Bezirksamt Wandsbek:
Eichen in öffentlichen Parkanlagen und Straßenbäumen:
2024: 14 Stück
2025: 25 Stück
2026: noch nicht ausgewertet
Bezirksamt Wandsbek:
Summe Ausgaben öffentliche Parkanlagen und Straßengrün:
EPS 2024: 29.231 €
EPS 2025: 31.187 €
EPS-Kostenschätzung 2026: ca. 34.000 €
Bezirksamt Wandsbek:
Nein
Bezirksamt Wandsbek:
Traubenkirschen, Pfaffenhüttchen
Bezirksamt Wandsbek:
Es erfolgt keine Erfassung.
Bezirksamt Wandsbek:
Es gibt keine gesonderten Maßnahmen.
Bezirksamt Wandsbek:
Nein, alle befallenen Gehölze zeigen seit Jahren keine nennenswerten Vitalitätsverluste.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Belastung nimmt über verschiedene Parameter an Park- und Straßenbäumen zu. Als Kennzeichen ist ein ansteigender Totholzbefall festzustellen.
Bezirksamt Wandsbek:
Bei der Auswahl von Neupflanzungen wird auf die Parameter Klimaverträglichkeit und Schädlingsbefall geachtet. Gepflanzte Jungbäume werden bis zum 6. Standjahr gewässert (Straßenbäume).
Bezirksamt Wandsbek:
Klimaresistente und nichtheimische Baumarten spielen bei der Auswahl von Neupflanzungen eine große Rolle. Auf die Pflanzung verschiedener Arten (heimisch, europäisch, international und Klimabaum) wir geachtet.
Bezirksamt Wandsbek:
Nein. Bei bekannten Schädlingen oder Krankheiten wird darauf geachtet. Für mögliche zukünftige Schädlingsanfälligkeiten erfolgt bei Bekanntwerden rechtzeitig ein hamburgweiter und überregionaler Austausch.
keine Anlage/n
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