22-3778

Beet-, Acker- und Ernährungsbildungsprojekte an Wandsbeker Schulen ausweiten Debattenantrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion, angemeldet zur Debatte von der Fraktion Die Grünen

Antrag

Letzte Beratung: 11.06.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 4.3

Sachverhalt

Kinder sollten möglichst früh erfahren, wo Lebensmittel herkommen, wie Gemüse angebaut wird und welche Bedeutung gesunde Ernährung, Bewegung, Natur, Boden, Wasser, Jahreszeiten und der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln haben. Beet-, Garten- und Ackerprojekte an Schulen machen diese Zusammenhänge praktisch erfahrbar: Kinder säen, pflanzen, pflegen, ernten und verarbeiten Lebensmittel gemeinsam. Dadurch werden Umweltbildung, Klimaschutz, Ernährungsbildung, Gesundheitsförderung, Bewegung, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein miteinander verbunden.

Die Freie und Hansestadt Hamburg verweist auf der Plattform #moinzukunft bereits auf die GemüseAckerdemie von Acker e.V. als Angebot für Schulen und Kitas. Auch die Schulbehörde hat in der Vergangenheit ein Modellprojekt mit Acker e.V. an acht Hamburger Grundschulen begleitet. Damit besteht bereits eine fachliche Grundlage, auf der Wandsbek aufbauen kann.

Entscheidend ist nun, solche Angebote nicht nur einzelnen besonders engagierten Schulen zu überlassen, sondern sie systematischer bekannt und mehr Kindern zugänglich zu machen. Gerade in einem großen und vielfältigen Bezirk wie Wandsbek sollten Schulen unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten erhalten: vom klassischen Schulacker über Hochbeete und mobile Beetlösungen bis hin zu Kooperationen mit Stadtteilgärten, Kleingartenvereinen, Umweltbildungsträgern, Kitas, Jugendhilfeeinrichtungen oder anderen außerschulischen Lernorten.

Beet- und Ackerprojekte können zudem einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Adipositasprävention leisten, ohne Kinder zu stigmatisieren. Wenn gesunde Ernährung praktisch erlebt, gemeinsam gekocht und mit positiven Erfahrungen verbunden wird, kann dies das Ernährungsverhalten, die Wertschätzung für Lebensmittel und die Freude an Bewegung im Freien stärken.

Ziel muss daher sein, zunächst den Bestand, die Bedarfe und Potenziale an Wandsbeker Schulen zu erfassen, Schulen gezielt über niedrigschwellige Umsetzungsmöglichkeiten zu informieren und einen realistischen Roll-out vorzubereiten. Dafür braucht es eine verlässliche Koordinierung, mögliche Finanzierungswege und eine gute pädagogische Einbindung in Unterricht, Ganztag, Klimabildung, Gesundheitsförderung und gemeinsames Kochen.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Petitum/Beschluss

Die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung wird gebeten:

  1. im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten zu prüfen, wie Beet-, Garten-, Acker- und Ernährungsbildungsprojekte nach dem Vorbild der Gemüse-Ackerdemie wie etwa von Acker e.V. an Wandsbeker Schulen bekannter gemacht und schrittweise ausgeweitet werden können. Dabei sollen insbesondere bestehende Angebote, interessierte Schulen, unterschiedliche Umsetzungsformen, mögliche Kooperationspartner sowie Unterstützungs- und Finanzierungsbedarfe berücksichtigt werden.
  1. eine Vertreterinnen oder Vertreter zu entsenden, um das Programm, bisherige Hamburger Erfahrungen, Voraussetzungen für Schulen und Möglichkeiten eines Wandsbeker Roll-outs im zuständigen Ausschuss vorzustellen.
  2. Eine Vertreterin oder Vertreter von Acker e.V. oder anderen Acker- und Ernährungsbildungsprojekten in den zuständigen Ausschuss einzuladen.
Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Hamburg

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.