21-5708

Baumaßnahme: Bündnis für den Fuß- und Radverkehr Teilbaumaßnahme: Fortschreibung des bezirklichen Radverkehrskonzeptes

Mitteilungsvorlage Bezirksamt

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01.09.2022
Sachverhalt

 

Fortschreibung des bezirklichen Radverkehrskonzeptes im Bezirk Wandsbek

Anlass, Anforderungen und Zielformulierung

Das im Jahr 2016 erstellte Radverkehrskonzept für den Bezirk Wandsbek soll im Rahmen der Fortschreibung des Bündnisses für den Radverkehr (neu: Bündnis für den Rad- und Fußverkehr) weiterentwickelt werden. Hierfür sollen auf der Grundlage der geltenden Regelwerke (insbesondere der ReStra) die Bezirksrouten (weiter-) entwickelt werden, die die vorhandenen Velorouten zu einem noch kompakteren Netz verdichten. Als Qualitätskriterien der Routenführung werden die Vorgaben aus dem Bündnis für den Rad- und Fußverkehr angesetzt. Unter anderem werden Kohärenz, Direktheit, Sicherheit sowie Komfort und Attraktivität angesetzt:

  • Unter Kohärenz sind eine durchgehende Routenführung zu verstehen, eine der Bevölkerungsdichte und dem Verkehrsaufkommen angemessene „Netzwerkweite“, sowie Anknüpfpunkte an das bestehende Velorouten- und ÖPNV-Netz.
  • Ein hohes Maß an Direktheit wird über möglichst geringe Distanzen und entsprechend geringe Fahrzeiten erreicht.
  • Die Sicherheit der Radfahrenden wird auf Netzwerkebene berücksichtigt. Dies umfasst u.a. die Trennung  des Radverkehrs vom Kfz-Verkehr (vor allem bei hohem Kfz-Aufkommen) und die Optimierung der Geschwindigkeiten sowie die Sichtbarkeit des Radverkehrs.
  • Der Komfort wird u.a. durch eine Minimierung  der nötigen Anhaltepunkte und intuitive Querungsmöglichkeiten an Knotenpunkten gefördert.
  • Die Attraktivität wird durch eine Routenführung gefördert, die durch sozial sowie ökonomisch wichtige Umgebungen führt. Neben den im Bündnis als wichtig definierten Schulstandorten (weiterführende Schulen) werden bei der Konzept- und Routenerstellung Ebenfalls Gewerbestandorte berücksichtigt.

 

Methodisches Vorgehen und Leistungsbausteine

Vorüberlegungen W/MR24:

Bei der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes wird ein besonderer Wert auf die Anbindung aller weiterführenden Schulen - als wichtige Quell- und Zielorte - gelegt. Auch die Anbindung an bestehende Velorouten und weitere Quell- und Zielorte (u.a. Gewerbestandorte) wurden bei der Festlegung der dargestellten Routen und Korridore berücksichtigt.

Das Fachamt MR (MR24) hat diesbezüglich erste Untersuchungen und mögliche Korridore und Routenverläufe räumlich dargestellt (Vgl. Anlagen 0-3, S.4-7), die dem Ing.-Büro als Bearbeitungsgrundlage zur Verfügung gestellt wurde.

Neben der Anbindung der Schulen über die zu ermittelnden Routen, ist auch die Sicherung bzw. Verbesserung der Wege im direkten Schulumfeld ein wichtiges Thema. Auf dieses wird im Rahmen der Schulmobilität und der Fußverkehrskonzepte eingegangen es wird angestrebt, diese Einzugsgebiete entsprechend separat von der Fortschreibung des bezirklichen Radverkehrskonzeptes zu bearbeiten.

 

Leistungsbausteine des Ing.-Büros:

  • Festlegung der Routenverläufe: Auf Grundlage der oben genannten fachamtsinternen Voruntersuchungen hat das Ing.-Büro die Routenverläufe konkretisiert. Die Routen W1-W8 (siehe Anlage 4: Bezirksrouten Wandsbek, S.8) wurden entsprechend als bezirkliches Netz zur Fortschreibung des Radverkehrsnetzes festgelegt. Die Bearbeitung wird vom Ing.-Büro in zwei Stufen vorgenommen.

In der ersten Stufe wird der Fokus zunächst auf die Schwerpunkt-Routen W1, W2, W3 und W7 gelegt (siehe Anlage 5: Ausgewählte Bezirksrouten (erste Bearbeitungsstufe) und Schulstandorte, S.9).

Die Routen W4, W5, W6 und W8 (siehe Gesamtübersicht Anlage 6: Bezirksrouten Wandsbek und weiterführende Schulen, S.10) werden in der zweiten Stufe (siehe Ausblick Zeitplan) bearbeitet.

 

Weitere Karten mit ausgewählten Räumlichen Zusammenhängen:

  • Anlage 7; S.11: Bezirksrouten Wandsbek und Industrie- und Gewerbeflächen
  • Anlage 8; S.12: Bezirksrouten Wandsbek und (alle) Schulstandorte
  • Anlage 9; S.13: Bezirksrouten Wandsbek und Grundschulen

 

  • Neben der Festlegung der Routenführungen werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet und für alle Streckenabschnitte Maßnahmensteckbriefe angefertigt.

Die Maßnahmensteckbriefe enthalten folgende Kriterien anhand derer Priorisierungen in einer Projekttabelle vorgenommen werden:

  • Festlegung der Routenverläufe

 

  • sungsansätze/Empfehlungen/Variantenr den möglichen Aus- bzw. Umbau des entsprechenden Streckenabschnittes - Machbarkeitsuntersuchung  - (Einstufung/Bewertung nach Bauumfang/-aufwand) entscheidend für die Priorisierung im MR-Arbeitsprogramm

 

  • Kostendarstellung (Kostenschätzung und Einstufung nach „hoch“, „mittel“, „gering“) entscheidend für die Priorisierung im MR-Arbeitsprogramm

 

  • Ermittlung des Ausführungszeitraumes

 

Die in den Maßnahmensteckbriefen betrachteten Streckenabschnitte werden nach einer internen Abwägung zu größeren zusammenhängenden Planungsprojekten gebündelt, die wiederum schrittweise in das MR-Arbeitsprogramm aufgenommen werden. Einige der ermittelten Routenabschnitte sind bereits in dem Arbeitsprogramm enthalten und werden bereits bzw. demnächst planerisch angegangen dazu gehören unter anderem die Haldesdorfer Straße und die Walddörfer Straße sowie die Fabriciusstraße-Nord.

 

Ausblick/Zeitplan:

  • Bis Juli 2022:

-          Befahrung der Bezirksrouten W1, 2, 3 und 7 Video-Dokumentation

 

  • Bis Ende Oktober 2022:

-          Finalisierung der Maßnahmensteckbriefe der Streckenabschnitte der Bezirksrouten W1, 2, 3 und 7

 

  • Bis Ende Januar 2023:

-          Befahrung der Bezirksrouten W4,5,6 und 8 mit Video-Dokumentation und Auswertung sowie Finalisierung der Maßnahmensteckbriefe der entsprechenden Streckenabschnitte

 

  • Ab Herbst 2023:

-          Abwägung und Aufnahme von einzelnen Maßnahmen bzw. Streckenabschnitten in das MR-Arbeitsprogramm

-          Die Anzahl der Maßnahmen richtet sich nach den Kapazitäten, die zur gegebenen Zeit im MR-Arbeitsprogramm zur Verfügung stehen

-          Die aus der „Fortschreibung für das Radverkehrskonzept“ generierten Projekte bzw. Maßnahmen rücken bei jeder Erweiterung des Arbeitsprogrammes schrittweise und systematisch nach

 

Mit der Fortschreibung des bezirklichen Radverkehrskonzeptes werden viele Inhalte und Anforderungen aus dem Bündnis für den Fuß- und Radverkehr berücksichtigt. Die hier vorgestellte Fortschreibung sowie die spätere Bearbeitung der Maßnahmen wird überwiegend ähnlich wie bei den Veloroutenmaßnahmen über Bündnismittel finanziert. Neben den klassischen Schwerpunkten des Radverkehrs, rücken auch die des Fußverkehrs sowie die der Schulmobilität in den Vordergrund. Das engere Umfeld der Schulen („Radien-Bereiche“, siehe Anlagen) wird in einem separaten Konzept im Austausch mit den entsprechenden Schulen sowie dem Themenfeld Schul- und Fußwege (Fußverkehr) präziser betrachtet.

 

Petitum/Beschluss

 

Der Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft wird um Kenntnisnahme gebeten.

 

Anhänge

 

Kartengrundlagen:

Vorüberlegungen MR2:

0 – Unfallschwerpunkte

1 – Vorüberlegungen I – Zielverkehre, Velorouten und Schulen

2 – Vorüberlegungen II – Velorouten, Schulen und potentielle Alternativrouten

3 – Vorüberlegungen III – Routenverläufe W/MR4 – Bezirksrouten Übersicht (Ergebnis)

 

Ergebnisse Ing.-Büro (Darstellung MR24):

4 – ermittelte Bezirksrouten, Übersicht

5 – ausgewählte Bezirksrouten, Schulstandorte (weiterf. Schulen) und Velorouten

6 – ermittelte Bezirksrouten, Schulstandorte und Velorouten

7 – ermittelte Bezirksrouten, Gewerbeflächen

8 – ermittelte Bezirksrouten, weiterführende Schulen, Grundschulen und Schulen die beide Stufen enthalten

9 – ermittelte Bezirksrouten und Grundschulen