Antrag auf Überprüfung der verkehrsbehördlichen Anordnung - Fahrbahnverschwenkungen Fiersbarg / Bilenbarg (bzgl. Drs. 22-3117) Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.02.2026 (Drs. 22-3118)
Letzte Beratung: 09.04.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 14.2
Folgender Beschluss wurde gefasst:
Die zuständige Fachbehörde wird um Prüfung der in der Eingabe genannten Maßnahmen sowie um Stellungnahme zu der Eingabe gebeten.
Die Straßenverkehrsbehörde am Polizeikommissariat (PK) 35 nimmt wie folgt zu der Beschlussempfehlung Stellung:
Die verkehrsberuhigenden Elemente im Fiersbarg wurden auf Anregung der örtlichen Straßenverkehrsbehörde durch das Bezirksamt Wandsbek errichtet. Vorausgegangen war eine Beschwerde von Anwohnenden über ein erhöhtes Geschwindigkeitsniveau in der Straße.
Aus diesem Grunde wurden eine Verkehrsbeobachtung und eine verdeckte Erhebung des Geschwindigkeitsniveaus in Höhe der Hausnummer 34 durchgeführt. In der Zeit vom 03.03.2025 bis 10.03.2025 wurden dabei mittels eines Verkehrsstatistikgerätes sämtliche Fahrzeuge, die den Fieresbarg in beide Richtungen befuhren, gemessen und das Ergebnis im Anschluss ausgewertet.
Die Feststellungen der Beschwerdeführenden wurden durch die Messung bestätigt. 85 % der gemessenen Fahrzeuge haben eine Geschwindigkeit von 49 km/h nicht überschritten. Die Quote der Fahrzeuge, die die Geschwindigkeit überschritten, lag bei 90,35 %. Die Spitzengeschwindigkeit eines Pkw lag bei 102 km/h. Da diese Werte deutlich zu hoch waren und eine Gefährdung vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmende darstellten, wurde von uns die Planung und Errichtung von verkehrsberuhigenden Elementen angeregt.
Die Geeignetheit der Maßnahme ist der Eingabe selber zu entnehmen, da dort geschildert wird, dass die Fahrzeuge vor den „Einengungen“ abbremsen und warten müssen bevor sie wieder anfahren können.
Geschwindigkeitsschwellen / Fahrbahnanhebungen sind nicht geeigneter, dass Geschwindigkeitsniveau nachhaltig zu senken. Sie werden darüber hinaus in Hamburg nicht verbaut, da diese beim Überfahren durch Rettungsfahrzeugen mit verletzten Personen an Bord zu schwerwiegenden Folgen für die verletzten Personen haben können.
Eine Überprüfung der verkehrsberuhigenden Elemente im Fiersbarg hat ein Problem mit der Sichtachse bei dem Element vor der Hausnummer 23 (Kurve im Bereich der Einmündung Hinsenfeld) ergeben. Daraufhin wurde durch uns eine Versetzung des Elementes beim Bezirksamt Wandsbek beantragt. Laut vorliegender, neuer Planung wird dieses Element zeitnah entfernt und vor der Hausnummer 20 wieder aufgestellt.
Die Überprüfung hat ebenfalls ergeben, dass im Bielenbarg keine neuen verkehrsberuhigenden Elemente aufgestellt wurden.
Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.
Keine Anlage/n
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