Ampelanlage Wellingsbüttler Weg Eingabe
Letzte Beratung: 23.02.2022 Regionalausschuss Alstertal Ö 4.5
Folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle vor:
ich bin Mutter eines Kindes, das die Kindertageseinrichtung „Alsterknirpse" am Wellingsbüttler Weg besucht. Im Namen der Eltern der Alsterknirpse wende ich mich mit einem wichtigen Anliegen aller Eltern und Mitarbeiter der KiTa an Sie.
Ich bringe mein Kind täglich mit dem Fahrrad oder dem Pkw zu den Alsterknirpsen . Dabei muss ich täglich 4 Mal die Straße im Bereich Friedrich-Kirsten-Straße, Wellingsbüttler Weg überqueren und bin jedes Mal höchst angespannt, insbesondere, wenn ich meinen kleinen Sohn auf dem Arm habe. Die Autofahrer nehmen wenig bis gar keine Rücksicht auf Überquerer, im Gegenteil, oft beschleu nigen sie noch, wenn sie sehen, wie Eltern mit ihren Kindern über die Straße gehen. Grade auf der Straßenseite von der Friedrich-Kirsten-Straße kommend ist zudem die Sicht in Richtung Wellings büttel durch die rechts neben der Straße befindliche Böschung äußerst schlecht. Ich musste mich schon häufig wieder mit einem Sprung zurück auf den Gehweg retten, weil ein Auto mit ho her Geschwindigkeit aus Wellingsbüttel kommend zunächst nicht sichtbar war.
Auch wenn in dem Bereich der KiTa eine 30-Zone eingerichtet ist, wird sie von der Großzahl der Autofahrer übersehen oder ganz stumpf ignoriert. Die Beschilderung der 30-er Zone ist allerdings aus beiden Fahrtrichtung kommend sehr schlecht. Weshalb werden die Schilder insbesondere im Querungsbereich nicht so aufgestellt, dass sie von Autofahren bewusster wahrgenommen werden können?
Zusätzlich würde eine Geschwindigkeitsanzeige bei allen Verkehrsteilnehmern für eine gesteigerte Achtsamkeit sorgen. Man findet sie an vielen anderen - weitaus ungefährlicheren - Straßenab schnitten. Unserer Kenntnis nach war eine Geschwindigkeitsanzeige lediglich 1 Mal in den vergangenen 3 Jahren für gerade mal 2 Tage in der Friedrich-Kirsten-Straße aufgestellt. Aus welchem Grund ist so eine Anzeige nicht dauerhaft am Wellingsbüttler Weg aufgestellt? Weshalb finden keine wiederkehrenden Geschwindigkeitskontrollen statt? Auch dies würde doch insbesondere bei den Berufspendlern zu einer erhöhten Wachsamkeit führen.
Sicher haben Sie Kenntnis von dem Bauvorhaben in der Wellingsbüttler Landstraße / dem Wellingsbüttler Weg. Mit dieser Sanierung soll eine mehrjährige Vollsperrung dieser Straßenab-
schnitte einhergehen. Das bedeutet in der Konsequenz auch, dass ab diesem Zeitpunkt realisti scher Weise mit einem signifikant höherem Verkehrsaufkommen auf der Ausweichroute, also aus und in Richtung Stadbahnstraße / Ring 3 - sprich direkt vor der Kindertageseinrichtung Alsterknirpse zu rechnen ist. Nun haben wir erfahren, dass der Einrichtung einer Neuanlage einer Fußgängersignalanlage (F LSA) im Bereich Friedrich-Kirsten-Straße, Wellingsbüttler Weg zugestimmt wurde. Dies ist äußerst erfreulich. Allerdings fragen wir Eltern uns ob der hohen Gefahrensituation, wann der Bau der Anlage geplant ist.
Sollte der Verkehr ab Frühjahr 2022 mit dem Beginn der Sanierung noch höher werden, wird das Überqueren des Wellingsbüttler Wegs noch gefährlicher. Es besteht folglich kein großer zeitlicher Spielraum für diese Gefahrenabwehr. Vor ein paar Tagen ist es erneut zu einem Beinah-Unfall einer Anwohnerin der Friedrich-Kirsten-Straße gekommen. Der Austausch mit Anwohnenden bestätigt uns Eltern und Mitarbeitern den Eindruck der Gefahrenlage. Viele der Anwohner fühlen sich nicht mehr sicher. Die geplante Bedarfsampel würde also nicht nur Kindern, Eltern und Mitarbeitern der Kindertagesstätte helfen, sondern auch den Anwohnern das Leben erleichtern.
Muss es erst einen tödlichen Unfall mit Beteiligung von Kindern geben, bis der Plan in Taten umgesetzt wird? Wir erinnern leider einen Vorfall aus der nahen Vergangenheit, bei dem ein älterer Herr beim Überqueren des Wellingsbüttler Weges tödlich verletzt wurde. Auch früh morgens ist es von Oktober bis Februar ziemlich dunkel, wenn ich meinen Sohn gegen 7:45 Uhr in die Kita bringe - zur Rushhour der Berufspendler, die es eilig haben, ins Büro zu kommen. Auch das Tragen von Warnwesten oder reflektierender Kleidung führt nicht dazu, dass Autofahrer mehr Rücksicht nehmen. Wir Eltern möchten unbedingt alles Erforderliche unternehmen, damit nicht erst eins unserer Kinder Opfer eines womöglich schweren Unfalls wird, bis Sie endlich die hohe Gefahrenlage im Bereich Friedrich-Kirsten-Straße, Wellingsbüttler Weg erkannt und gebannt haben. Bitte nehmen Sie die Ängste der Anwohner, Mitarbeiter, Kinder und Eltern Ernst.
Wir können durchaus nachvollziehen, dass eine Planung nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Aber wir können nicht verstehen, dass bis zur Durchführung einer finalen Fußgängersignalanlage nicht - neben den Eingang vorgeschlagenen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsmessung - die Einrichtung einer zeitlich beschränkten Übergangslösung, also
das Aufstellen einer temporären Fußgängerampel möglich ist. Solche temporären Ampeln sind bei zahlreichen Baustellen eingesetzt und wir bitten sehr darum, die Aufstellung einer solchen Übergangslösung zu prüfen und vor allem darum, diese auch zeitlich schnell umzusetzen.
keine Anlage/n
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