Am Nydamer Weg 27 wurden Bäume gefällt Kleine Anfrage vom 18.02.2026
Wenn auf einem öffentlichen oder privaten Grundstück ein geschützter Baum
gefällt, stark zurückgeschnitten oder Eingriffe in das Wurzelwerk (Abgrabungen, Aufschüttungen, Wurzeltrennungen) vorgenommen werden sollen, benötigt man eine Genehmigung. Diese Genehmigung muss vorab bei der zuständigen Stelle beantragt werden. Ob bestimmte Bäume unter Umständen von der Genehmigungspflicht freigestellt sind, prüft und entscheidet die bezirkliche Naturschutzbehörde.
Es muss ein besonderer Grund für das Fällen des Baumes vorliegen:
der Baum ist stark geschädigt, absterbend oder tot, droht umzustürzen oder zu brechen
der Baum behindert ein zulässiges Bauvorhaben
der Baum beeinträchtigt in unzumutbarer Weise die Wohnnutzung
Es liegt ein besonderer Grund für das Entfernen oder Kürzen von Ästen und Zweigen vor:
sie sind bruchgefährdet,
sie schlagen direkt auf ein Dach oder eine Hauswand an
sie behindern das Betreten oder Befahren eines Grundstückes wesentlich
sie wachsen in den vorgeschriebenen Freiraum der Straße
sie verschatten oder verdecken Straßenbeleuchtungen oder Ampeln
es handelt sich um einen baumerhaltenden Pflegeschnitt
Bei Bauvorhaben: Gehölzbestandsplan (Aus den Unterlagen, die auch als Anlage zum Bescheid dienen, muss hinreichend genau ersichtlich sein, an welchen Gehölzen welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Bei allen sonstigen Anträgen reichen Unterlagen aus, die die Anforderungen an eine hinreichende Bestimmtheit erfüllen.)
Die Genehmigung wird in der Regel mit Auflagen (zum Beispiel Ersatzpflanzungen oder Zahlung einer Ausgleichsabgabe) erteilt.
Geschützt sind
Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm oder mehr,
Baumgruppen oder -reihen von mindestens 3 Bäumen, wobei einer der Bäume einen Stammumfang von mindestens 50 cm aufweist
mehrstämmige Bäume, von denen wenigstens ein Stamm 50 cm Stammumfang hat
Hecken mit einer Mindesthöhe von 80 cm
Die Stammumfänge sind jeweils in 130 cm Höhe zu messen.
In ausgewiesenen Landschafts- und Naturschutzgebieten sind in der Regel alle Gehölze geschützt. Eine Fällung bedarf immer einer Genehmigung.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 25.02.2026
Bezirksamt Wandsbek:
Der Antrag sowie die Genehmigung zur Fällung wurden im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens gestellt und erteilt, siehe auch Antworten zu den Fragen 6 und 7.
Bezirksamt Wandsbek:
Das Bauvorhaben lag der Fällung zugrunde.
Bezirksamt Wandsbek:
Nein.
Bezirksamt Wandsbek:
Ja, insgesamt wurden 21 Bäume gefällt: 9 Rotfichten, 2 Eiben, 2 Stieleichen, 1 Scheinzypresse, 2 Douglasien und mehrere Serbische Fichten.
Bezirksamt Wandsbek:
Es wurden Lagepläne zum Baumschutz und zu Fällmaßnahmen, ein Baumgutachten sowie eine Ausgleichswertermittlung für die zur Fällung vorgesehenen Bäume eingereicht.
Bezirksamt Wandsbek:
Im März 2025 wurde ein Bauantrag nach § 62 der damals gültigen Hamburgischen Bauordnung eingereicht.
Bezirksamt Wandsbek:
Der Bauantrag wurde im September 2025 genehmigt.
Bezirksamt Wandsbek:
Bei der Belegenheit Nydamer Weg 29 handelt es sich um das Flurstück 1737. Ein Bauantrag liegt derzeit nicht vor.
Bezirksamt Wandsbek:
Für den Nydamer Weg 27 wurden 18 Wohneinheiten und ein Gästezimmer genehmigt.
Für den Nydamer Weg 29 siehe Antwort zu Frage 8
Bezirksamt Wandsbek:
Es wurden Auflagen zum Baumerhalt und zum Baumschutz erteilt. Darüber hinaus wurden dem Antragsteller Ersatzpflanzungen sowie eine Ersatzzahlung auferlegt.
Bezirksamt Wandsbek:
Das Fachamt „Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ)“ ist für die genannten Bereiche zuständig.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 11
Bezirksamt Wandsbek:
Grundsätzlich können sowohl der Bauantrag als auch der Antrag auf Fällgenehmigung parallel eingereicht werden. Die Entscheidung über die Fällgenehmigung erfolgt jedoch in der Regel erst nach einer positiven Entscheidung über den Bauantrag bzw. im Zusammenhang mit der Erteilung der Baugenehmigung.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Bearbeitungszeiten eines Bauantrags richten sich nach dem vom Antragsteller gewählten Genehmigungsverfahren und sind in der Hamburgischen Bauordnung festgelegt.
Die Bearbeitungszeiten eines Antrags auf Baumfällung richten sich danach, ob dieser Teil des Baugenehmigungsverfahrens ist oder separat gestellt wird.
Bezirksamt Wandsbek:
Nein. Die Fällungen und die Ersatzpflanzungen werden nicht veröffentlicht.
Die Kontrolle erfolgt nach der Baufertigstellung.
keine Anlage/n
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