Zusatzantrag der SPD-Abgeordneten Dennis Wacker, Markus Sass, Mehmet Kizil und Benizar Gündogdu betr. Sanierung der B73 als Chance für Verbesserung für den Fuß- und Radverkehr (Zum Antrag 22-1664)
Letzte Beratung: 28.04.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 28.1
Im Sommer 2026 soll die Deckschicht der B73 von der Landesgrenze bis zum Süderelbebogen erneuert werden. Anschließend sollen im Herbst die Knoten saniert werden, im kommenden Jahr die Nebenflächen mit Fuß- und Radwegen. Die Bauarbeiten sollten genutzt werden, um mit kleineren Anpassungen Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr, die Sicherheit und die Barrierefreiheit zu erreichen.
Dies betrifft den Einsatz taktiler Elemente, die Vermeidung von Kanten bzw. Höhenversätzen auf Radwegen, Roteinfärbungen von Radfurten, aber auch verbesserte und sichere Radverkehrsführungen an Bushaltestellen sowie die getrennte Signalisierung des Rad- und Fußverkehrs, wie sie seit 2013 in der StVO §37 (2) 6 vorgesehen ist. Weiterhin sollte geprüft werden, welche baulichen Möglichkeiten es gibt, das Falschparken auf Sicherheitsstreifen zwischen Parkbuchten und Radweg zu verhindern. Aktuell parken häufig Kfz nicht korrekt in den Parkbuchten, sondern mit zwei Rädern auf dem Sicherheitsstreifen zwischen Parkbucht und Radweg – beispielsweise auf dem Parkstreifen in Höhe der Hausnummern 478 bis 484. Dies erhöht das Risiko von Dooring auf der Beifahrerseite und nötigt Radfahrende, auf den Fußweg auszuweichen, wo sie wiederum Fußgänger*innen gefährden oder behindern.
Außerdem sollten an den Kreuzungen, an denen linksabbiegende Radfahrende nach dem Abbiegen auf der Fahrbahn fahren, Aufstellflächen eingerichtet werden. So können die Radfahrenden bereits ab Beginn des Abbiegevorgangs direkt im Kfz-Verkehr mitfahren und müssen sich nicht aufgrund eines fehlenden Radwegs auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung in den Verkehr einfädeln. Ein veranschaulichendes Video ist auf dieser Seite des LSBG zu finden: https://lsbg.hamburg.de/ueber-uns/unsere-geschaeftsbereiche/lsbg-digital/verkehrssteuerung/wie-koennen-radfahrende-sicher-nach-links-abbiegen--1113280
Nicht zuletzt sollte die Gelegenheit genutzt werden, an den beiden Kreuzungen im Neugrabener Zentrum die bereits vielfach sowohl von der Politik als auch von der Polizei geforderten zusätzlichen Querungsmöglichkeiten einzurichten. Konkret betrifft das eine neue Querungsmöglichkeit für den Fuß- und Radverkehr am östlichen Arm der Kreuzung B73 / Neugrabener Bahnhofstraße / Süderelbebogen sowie eine Querungsmöglichkeit für den Fußverkehr am westlichen Arm der Kreuzung B73 / Bauernweide / Am Neugrabener Bahnhof.
Die zuständigen Stellen (insbesondere BVM und LSBG) werden gebeten zu prüfen, wie im Zuge der Sanierung der B73 im Bereich Neugraben-Fischbek die Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit für den Fuß- und Radverkehr nachhaltig verbessert werden können.
Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- eine klare und sichere Führung des Rad- und Fußverkehrs an Knotenpunkten und Querungen,
- die Verbesserung der Querungsmöglichkeiten,
- Maßnahmen zur Vermeidung von Konflikten zwischen ruhendem Verkehr und Radverkehr,
- sowie eine barrierefreie Gestaltung der Wegeführungen.
Über die Ergebnisse der Prüfung ist im Ausschuss für Mobilität und Inneres zu berichten.
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