Volt-Antrag: Der sprechende Bezirk - Erlebbare Geschichte durch Digitale Hörstationen und QR-Code-Audioguides im öffentlichen Raum
Letzte Beratung: 28.04.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.3
Volt-Antrag: Der sprechende Bezirk - Erlebbare Geschichte durch Digitale Hörstationen und QR-Code-Audioguides im öffentlichen Raum
Der Bezirk Harburg verfügt über eine Vielzahl historisch, kulturell und stadtgesellschaftlich bedeutender Orte, darunter Denkmäler, Kunstwerke im öffentlichen Raum, historische Gebäude, Parkanlagen sowie Orte der Industrie- und Hafenentwicklung.
Diese Orte sind bislang häufig nur eingeschränkt erklärend erschlossen d.h. Informationen sind vor Ort oft nicht unmittelbar verfügbar oder setzen Vorwissen voraus.
Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen in der Kulturvermittlung, dass digitale, niedrigschwellige und ortsbezogene Angebote zunehmend an Bedeutung gewinnen. In Hamburg bestehen bereits erste Ansätze: So werden im Bereich der Nikolai-Quartier digitale Stadtrundgänge erprobt, bei denen Inhalte über mobile Endgeräte ortsbezogen abrufbar sind. Diese Formate machen Stadtgeschichte unmittelbar vor Ort erfahrbar und stoßen auf positive Resonanz.
Auch andere Kommunen haben mit sogenannten „sprechenden Bänken“ bzw. digitalen Hörstationen erfolgreich Projekte umgesetzt, bei denen über QR-Codes Hörbeiträge, Zeitzeugenberichte oder historische Einordnungen direkt am jeweiligen Ort abrufbar sind.
Solche Angebote bieten erhebliche Vorteile:
Der Bezirk Harburg verfügt mit der Darstellung einiger Orte in der „Kulturpunkte“-App bereits über einen ersten digitalen Ansatz. Dieser stellt einen wichtigen Auftakt dar, ist jedoch in der Nutzung mit höheren Zugangshürden verbunden. QR-Code-basierte Audioguides sind demgegenüber deutlich einfacher zugänglich und erreichen erfahrungsgemäß eine breitere Öffentlichkeit.
Für die Umsetzung entsprechender Projekte bestehen zudem konkrete Fördermöglichkeiten:
Vor diesem Hintergrund bietet sich die Entwicklung eines bezirksweiten Konzepts für digitale Hörstationen („sprechende Orte“) im öffentlichen Raum an, das bestehende Angebote ergänzt und neue Zugänge zur Geschichte und Kultur Harburgs schafft.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
Keine Orte erkannt.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.