Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Erinnerung an das Zugunglück vom 22. Juli 1975 in Hausbruch
Letzte Beratung: 19.05.2026 Hauptausschuss Ö 3.3
Am 22. Juli 1975 ereignete sich im Stadtteil Hausbruch eins der schwersten Zugunglücke der Hamburger Geschichte.
Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Personenzug und einem Güterzug kamen elf Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt. Auslöser des Unfalls war nach damaligen Ermittlungen ein übersehenes Signal durch den Lokführer des Nahverkehrszuges. Trotz der Schwere des Ereignisses und der vielen Todesopfer existiert bislang keine öffentliche Gedenkstätte oder Hinweistafel, die an dieses Unglück erinnert. Gerade mit Blick auf das 50-jährige Gedenken in diesem Jahr 2025 besteht jetzt die Möglichkeit, einen würdigen Beitrag zur Erinnerungskultur zu leisten.
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen,
1. ob und an welcher Stelle in Hausbruch ein Gedenkstein oder eine Gedenktafel errichtet werden kann, um an das Zugunglück vom 22. Juli 1975 zu erinnern,
2. welche Genehmigungen und Abstimmungen dafür erforderlich sind, insbesondere mit der Deutschen Bahn als Eigentümerin der betroffenen Infrastruktur sowie ggf. mit weiteren zuständigen Stellen (z. B. Denkmalschutz, Kulturbehörde).
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
27. April 2026
Das Bezirksamt nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:
Ein möglicher Standort zur Erinnerung an die Opfer des Zugunglücks von 1975 müsste, um seine Erinnerungswirkung zu entfalten, auf einer öffentlich zugänglichen Fläche platziert werden. In Betracht kämen Flächen, die im Eigentum der FHH stehen oder der Deutschen Bahn als Eigentümerin gehören. Für beide Fälle kann das Bezirksamt aufgrund der räumlichen Unbestimmtheit des Antrags und mangelnder Zuständigkeit keinen Suchauftrag durchführen.
Sofern ein konkreter Raum benannt werden würde, wäre dieser Antrag vermutlich als §27er-Antrag an die zuständigen Fachbehörden zur Stellungnahme in einem konkreten Fall zu geben.
Carstensen
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