Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. 40 Jahre Harburger Mahnmal gegen Faschismus - Erinnerung erneuern, Haltung zeigen
Letzte Beratung: 28.04.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.33
Am 10. Oktober 2026 jährt sich die Einweihung des Harburger Mahnmals gegen Faschismus zum 40. Mal. Dieses Jubiläum soll gebührend erinnert und gewürdigt werden – als Anlass, die Entstehungsgeschichte, die Idee und die fortdauernde Bedeutung des Mahnmals für unsere demokratische Kultur ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Das Mahnmal von Esther Shalev‑Gerz und Jochen Gerz gilt als herausragendes Beispiel partizipativer Erinnerungskultur und symbolisiert die Verantwortung aller Bürger:innen, aktiv Haltung gegen Faschismus, Rassismus und Ausgrenzung zu zeigen. Vier Jahrzehnte nach seiner Errichtung bietet das Jubiläum die Chance, den damaligen Impuls – Erinnerung als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe – neu zu beleben und weiterzuentwickeln.
Zugleich ist festzustellen, dass das Mahnmal im heutigen Stadtbild häufig übersehen oder in seiner Bedeutung nicht ausreichend wahrgenommen wird. Daher müssen Sichtbarkeit, Pflege und Vermittlung des Mahnmals verbessert werden – etwa durch neue Beschilderung, künstlerische oder digitale Formate und verstärkte Bildungsarbeit. Ziel ist es, das Jubiläum nicht nur als Gedenktag, sondern als impulsgebenden Moment zur Stärkung demokratischer Werte und Geschichtsbewusstseins im Bezirk Harburg zu gestalten.
Das Bezirksamt Harburg wird gebeten,
1. zeitnah einen Runden Tisch mit den kultur‑ und bildungspolitischen Sprecher:innen der Fraktionen sowie Vertreter:innen der Verwaltung einzuberufen, um die konkrete Planung der Jubiläumsaktivitäten im Oktober 2026 abstimmen zu können,
2. bis zum runden Tisch zu prüfen, welche Maßnahmen zur besseren Sichtbarkeit, Pflege und Vermittlung des Mahnmals umgesetzt werden können (z. B. ergänzende Beschilderung, gestalterische Aufwertung des Umfelds, digitale Informationsangebote).
3. Die Bezirksversammlung stellt bezirkliche Sondermittel in Höhe von bis zu 10.000,00 Euro für die Durchführung der Jubiläumsaktivitäten bereit.
Keine Orte erkannt.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.