22-1879

Gemeinsamer Antrag CDU / fraktionslosen Abgeordneten Mehmet Kizil (SPD), Benizar Gündogdu (SPD) und Markus Sass (SPD) betr. Nutzungsregeln für Grünanlagen im Verbund kontrollieren und WasteWatchers stärken

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint und die Grillsaison hat begonnen. Auch Harburgerinnen und Harburger nutzen das gute Wetter und verbringen ihre Zeit verstärkt in den Grünanlagen des Bezirks. Leider kommt es dabei immer wieder zu Verstößen, die z. B. im Harburger Stadtpark die Aufenthaltsqualität stark beeinträchtigen. Dazu zählt die Lärmbelästigung durch überlaute Musik aus Boxen, das Liegenlassen von Müll sowie die Verwendung von Einweg-Grills, die die Grasnarbe der Grünfläche durch Hitzeentwicklung nachhaltig beschädigen. Immer häufiger wird zudem außerhalb der ausgewiesenen Grillflächen gegrillt.

All dies führt vermehrt zu einem starken Störgefühl bei Anwohnern und rücksichtsvollen Nutzern der betroffenen Flächen.

Das geschilderte Verhalten ist rücksichtslos gegenüber allen anderen Erholungssuchenden und verstößt gegen die in Grünanlagen geltenden Regeln, die ein friedvolles, rücksichtsvolles Miteinander in diesen Erholungsbereichen sicherstellen sollen.

Ein gemeinsames Vorgehen von Polizei, Bezirksamt und WasteWatchern im Rahmen eines Verbundeinsatzes würde direkt vor Ort eine Ahndung von unterschiedlichsten Verstößen ermöglichen, da gleich mehrere Zuständigkeiten abgedeckt wären.

Darüber hinaus sollte die Präsenz der WasteWatcher zumindest in den Sommermonaten auf den als Hot Spots bekannten Grünflächen im Harburger Stadtpark an der Außenmühle erhöht werden. Gezielte Ansprachen im Rahmen von „CleanSchnacks“ sollen das Problembewusstsein der betreffenden Personen fördern und nachhaltig deutlich machen, dass das Einhalten der für Grünanlagen geltenden Verhaltensregeln für alle gleichermaßen gilt. Im besten Fall hat dies einen Multiplikatoreffekt.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung beschließt:

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich für einen Verbundeinsatz von Polizei, Bezirksamt und WasteWatchern im Harburger Stadtpark insbesondere an den Grillplätzen an der Außenmühle und anderen bekannten Hotspots einzusetzen.

Dies soll bei den Personen vor Ort ggf. durch Bußgeld oder andere Maßnahmen bewirken, dass sie ihr Fehlverhalten erkennen und sich künftig auf den städtischen Grünflächen korrekt und rücksichtsvoll verhalten. Und durch die Medienberichterstattung und die Verbreitung des Einsatzes über Social Media über einen solchen Verbundeinsatz in mehreren Sprachen können weitere Bürger für das richtige Verhalten sensibilisiert werden.

Ferner möge auf eine generell höhere Präsenz von Polizei und WasteWatcher an der Außenmühle hingewirkt werden.


Hamburg, am 11.06.2026

Lokalisation Beta
Harburg Harburger Stadtpark

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