Antwort auf nfrage SPD betr. StadtRAD Neugrabener Markt - was wurde aus der Vorzugsvariante?
Eine StadtRAD-Station am Neugrabener Markt? Lange ersehnt, mehrfach gefordert und nun ist sie endlich da. Neben der großen Freude darüber, ergeben sich doch einige Fragen, um deren Beantwortung wir bitten. War die StadtRAD-Station zunächst auf der Fläche vor dem Bioladen (Südseite Neugrabener Markt nahe Knoten Bahnhofstraße) vorgesehen, haben die Fraktionen der SPD und der Grünen einen alternativen Standort vorgeschlagen. Stattdessen sollte ein Standort im Bereich der östlich der Marktfläche gelegenen Parkfläche (Recyclingcontainer und Toilettenhäuschen) geprüft werden. Dieser liegt ähnlich nah an der Marktpassage und den öffentlichen Einrichtungen der Straße Neugrabener Markt, beeinträchtigt den Fußverkehr nicht und bindet zusätzlich dort gelegene verdichtete Wohnbebauung an, die nicht über direkte Anbindung an den ÖPNV über Bushaltestellen verfügen. Dieser wurde jedoch seitens der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) verworfen, da dieser schlecht sichtbar und schwierig zugänglich ist.
Alternativ schlug die BVM zwei Standorte vor.
Variante 1: Ecke Neugrabener Bahnhofstraße / Neugrabener Markt
Variante 2: Neugrabener Markt, gegenüber Bücherhalle
Variante 1 hätte die Entfernung zweier sehr unattraktiver und nicht mehr zeitgemäßer Beton-Pflanzkübel erforderlich gemacht, was auch optisch zu einer Verbesserung geführt hätte.
Variante 2 wäre mit dem Verlust von Parkmöglichkeiten verbunden.
Die BVM favorisierte Variante 1, umgesetzt wurde Variante 2. Warum von der Vorzugsvariante abgewichen wurde, ist nicht nachvollziehbar. Insbesondere ist davon auszugehen, dass bei der Vorstellung zweier Varianten und der Benennung einer Vorzugsvariante, diese auch bevorzugt umgesetzt wird.
1. Warum wurde von der Vorzugsvariante der BVM abgewichen?
2. Durch wen wurden diese Planungen vorgenommen?
3. Mit dem Aufruf zur Abgabe einer Stellungnahme zum 6.8.2021 war die Hoffnung verbunden, diese Station noch im selben Jahr zu realisieren. Welche Gründe für die erhebliche Verzögerung haben sich ergeben?
4. Wie waren die einzelnen weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte und wann fanden diese jeweils statt?
5. Welche weiteren Stellungnahmen sind zu den Standortfragen erfolgt und wie lauteten diese?
6. Wann wurden das Bezirksamt Harburg und die Fraktionen der Bezirksversammlung Harburg von den Änderungen in Kenntnis gesetzt?
6.1. Falls dies nicht erfolgt ist: aus welchem Grund?
6.2. In welcher Art wurde den Fraktionen der Bezirksversammlung Harburg die Möglichkeit gegeben, zu dieser geänderten Standortentscheidung Stellung zu nehmen?
7. Würde eine derartige Entscheidung auch heute noch unter Berücksichtigung des Parkplatz-Moratoriums vorgenommen werden?
8. Wie wird künftig sichergestellt, dass derart grundlegende Abweichungen nicht mehr ohne Rückbindung an die Fraktionen der Bezirksversammlung erfolgt?
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